Sitzberg goes online


Publiziert von Henrik , 10. Mai 2011 um 11:51.

Region: Welt » Schweiz » Thurgau
Tour Datum: 5 Mai 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-ZH   CH-TG 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 250 m
Strecke:Oberhofen - Buel - Sitzberg - Tannegggrat - Dussnang
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:map wanderland

 .... Linard03: Erstaunlicherweise ist noch kein Eintrag über den Tannegger Grat zu finden (2009).
 
 .... doch, doch, wir sind auch dort gewesen! Schon seit längerem hat Regula um eine Wanderung gebeten – statt wie üblich kam dieser Vorschlag von ihr: zMittag ha uff em Sitzberg und hinterher die barocke Orgel der kleinen Kirche am selbigen Ort besuchen. Mit dem Flugzug (heute in der Ausstattung Doppelstock mit Ruhewagen) fuhr ich nach Oerlike (Gleis 6), stieg um  in die gleich anschliessend folgende S-Bahn nach Winti und war einiges zu früh dort. Aber der Bahnhof fasziniert ja auch hier. So begab ich mich auf Mobiliarsuche und fand stattdessen im Gebäude der SBB den fundusreichen Winti-Tourismusladen. Es muss hier erwähnt werden: Winti ist ein hervorragender Ausgangspunkt fürs ZO und mehr!
 
 .... wir trafen uns IN der S 26 – so war es am Telefon ausgemacht worden. Mitten im Vormittag finden sich genügend Sitzplätze – Frauen mit bunten, vollen  Einkaufstaschen, aus denen sichtbar die Einkäufe herausragen wie z. B. Geranien, oder Rhabarber-Stangen, wie auch andere Waren des täglichen Bedarfs wie Brottüten. Auch Muskelpakete sind schon unterwegs: sie glänzen mit ihren Faktor-50-Wädli und den chromglänzenden Bikerrahmen. Enge Elasthanjäckli und entsprechend figurbetonte Hösli! Kinder sind nur wenige zu hören – obwohl noch Schulferien, denn das war auch der Hintergrund unserer Wanderung, Regulas letzte freien Tage vor dem Schulstart des kommenden Montags. Der Thurbo ist ein zwischen-zeitlich liebgewonnener „Untersatz“ geworden – als Bebbi, der beinahe einmal wöchentlich hier anzutreffen ist, kann er immerhin vermelden, dass er sich zunehmend auskennt. Die liebliche Landschaft im satten Grün, die hölzernen kleinen Bahnhöfe, die doch tagsüber noch bedient sind, gefallen. Sennhof gehört nicht dazu, aber Kollbrunn (hier Beton), dann Rikon. In Turbenthal steigen wir um ins Poschti (NFB = Niederflurbus), das bis an den Rand des Zonengebiets der ZVV fährt – Bichelsee. Die Luft flirrt beinahe hochsommerlich, als wir dem Bus in Oberhofen entsteigen – an der Haltestelle ein Haus, an dessen strassenseitiger Hauswand ein buntes Plakat angeschlagen ist, auf dem in grossen Lettern MANDALA steht – ich werte es als positives Omen. Wir ziehen sogleich los. 


 .... kaum haben wir den Flecken verlassen, steigen wir einen Tobel hinan, finden uns in dichtestem Wald, bücken uns unter herunterhängenden Ästen, wie in einem Tunnel aus Laub. Ein paar Stellen sind feucht und glitschig (trotz der anhaltenden Dürre muss man schon sagen) und erreichen Büel. Der WW, auf den wir stossen, ist Teil dieser Route. Wir befinden uns auf einem Gratweg, der immer wieder verschiedene Fenster öffnet mit Blick ins „Chatzenbachtal“, an dessen Ende Zürich in den Thurgau übergeht – hier liegt auch der Bichelsee, den die hikr.s offenbar gut kennen. Den Ensberg erklimmen wir nicht,  verbleiben vorerst auf dem WW und gelangen an Waldrändern entlang mit immer wieder weitreichendem Blick ins ZO nach Sitzberg. Zuvor staunen wir über das verdichtete Bauen von Forststrassen – mit schwerstem Gerät wird um Sitzberg an neuen Waldstrassen gearbeitet – richtiggehende Schneisen! 

 
 .... am Vorabend obligat angefragt ob der Öffnungszeiten und der Wegstrecke zum Restaurant Sternen erfahre ich, dass ab 11 Uhr bis weit in den Abend hier warme Küche angeboten wird. Wir setzen uns auf die kleine Terrasse, auf dem nahen PP ohrenbetäubender Lärm des gerade heute anwesenden Scherenschleifers (...), der, als wir die Gerstensuppe beendet haben auch zu Ende geht. Als der Salat auf den Tisch kommt, erfahren wir Bedeutsames: der junge Wirt erzählt von der anstehenden Übernahme des Lokal an ihn und er auch erkannt habe, dass eine Homepage unausweichlich sei: mit Publikationsdatum vom 5. Mai geht das Restaurant Sitzberg online. „Wie dr Blitz“ kommt mir da die Idee, diese drei Adressen möge er doch auch noch in die Linkliste aufnehmen: Alternatives Wandern, Wandersite und hikrs! Und siehe da,  Baeremanni ist mit dabei....


.... im weitern Gespräch erfahren wir auch etwas über die besondere Lage von Sitzberg. Hier verläuft die Kantonsgrenze durch den bekannten Ort: das Restaurant liegt auf Thurgauer Boden, die Kirche auf Zürcherischem. Gerade gelingt uns noch ein kurzer Blick hinein, dann schliessen sich die Türen – offenbar ist die Kirche nicht öffentlich zugänglich! Wir steigen den WW hoch zur Wolfsgrueb – die Grenze des Kantons ZH stösst wie eine Ausstülpung in den Kanton TG hinein. Es folgt der Platz Hochwacht, mit Weitsicht in die offene Hügellandschaft mit grossen Höfen und lichten Waldrändern. Felder, die schon den ersten Schnitt hinter sich haben, grosse Hofplätze und kurz darauf das Warnschild mit dem Hinweis auf „Trittsicherheit“ vor dem Tannegggrat. Ich zögere keinen Augenblick! Für diesen Abschnitt vermeiden wir Konversation – immerhin sind einige Passagen doch ziemlich ausgesetzt und abschüssig..... Später erinnern Infotafeln über das Wesen am Tannegggrat und dass hier sogar eine „Stadt“ bestanden habe. In Serpentinen und neuer Weganlage erreichen wir Dussnang, finden nicht sofort den Weg ins Dorf, dort aber ins Café des Kurhaus’, wo wir die Minuten bis zur Abfahrt des Poschti mit einem Glas Most wirklich rund versüssen. In Wil verbleiben nochmals ein paar Minuten: mit dem ICN, der von Romanshorn nach Genf fährt – auch mal ein Tagesunterfangen, fahren wir gemeinsam bis Zürich HB. Regula ist in ZH Wipkingen zuhause – ich nehme den ICE nach Basel.
 
Herrossi ... Berner, Basler wie Toggenburger sind gerne bei dir im ZO zu Besuch! 

 


Tourengänger: Henrik

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