Alpbigligenstöckli – Firzstock


Publiziert von Delta Pro , 27. Juni 2007 um 19:36.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:17 Juni 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Schilt-Mürtschengruppe   CH-SG 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m

Einsame Voralpen-Bergtour um einen Talkessel, in den sich kein Wanderer zu verirren scheint
 
Die Gipfel südlich des Walensees werden vom Mürtschenstock dominiert. Zwischen dem Felsriesen und den von den Flumserbergen gut zugänglichen Berge befindet sich ein vergessener Talkessel, wo man vergeblich nach den in den Ostschweizer Voralpen sonst häufigen Wanderwegen sucht. Ein Überschreitung der Kette bietet eine kurze Rundtour mit viel Grün und ungetrübten Natureindrücken.
 
Von Mühlehorn führt eine schmale Strasse bergauf, die bis Ober Gäsi befahrbar ist (Parkplätze Mangelware). Wir sind auf ca. 1000m.ü.M. gestartet. Aufstieg über Ober Gäsi auf einem Alpweg zur Alp Bigligen. Der Gipfel des Gulmen ist schwierig aufzufinden, da er sich regelrecht in den Legföhren und Alpenrosenbüschchen versteckt. Von seinem Gipfel, der wohl kaum von Touristen besucht wird, geniesst man schöne Tiefblicke auf den Walensee. Weiter über den Grat zum Alpbigligenstöckli, ein felsiger Abschnitt kann auf einem schmalen Pfad leicht links umgangen werden (T4). Vom Alpbigligenstöckli weiter gegen den Firzstock. Den Legföhrengrat vor dem Furggeli schenken wir uns (bequem links zu umgehen). Gemäss Glarner Führer von P. Straub gelangt man mit einem T5 durch die markante Verschneidung auf den Firzstock. Schon der Einstieg in diese Verschneidung führt aber durch extrem steile Grashänge und Bänder. Meiner Ansicht nach ein klares T6, das bestätigt auch der Blick von oben in die vorgeschlagene Aufstiegsroute – sausteil! Wir sind gegen Westen ca. 50m abgestiegen, durch eine Geröllhalde gequert und dann durch grasige und feuchte Rinnen wieder auf die Abdachung des Firzstocks geklettert (T5, dichte Vegetation). Auch auf diesen schönen Aussichtsgipfel führt kein Wanderweg! Über den Grashang und schliesslich durch den Wald (alter Forstweg) zurück nach Gäsi.

Tourengänger: Delta, sglider

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Kommentare (1)


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PStraub hat gesagt: Schön, dass ..
Gesendet am 6. August 2007 um 13:28
.. (ausser mir) noch jemand diese Routen begeht.
Ob jetzt T5 oder T6 hängt bei solchen Hängen ua. von der Nässe, der Länge des Grases und nicht zuletzt von Ausrüstung und "Tagesform" des Begehers ab.
Noch etwas: Im Titel sollte es "Alpbigligenstöckli" und bei der Region "Glarus" heissen. Erst das Murgtal ist ennet der Grenze.


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