Meine 2.Nepalreise


Publiziert von ricom , 26. April 2011 um 12:17.

Region: Welt » Nepal » Annapurna Himal » valle naar phu
Tour Datum:23 März 2011
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: NEP 
Zeitbedarf: 20 Tage
Unterkunftmöglichkeiten:Zelten oder Lodgen

Wieder einmal ein kleiner Auszug aus meinem Reisetagebuch meiner kleinen aber feinen Weltreise. Diese Reise führte mich und meine Freundin Anja in 5 Etappen zumindest um die halbe Welt. Der erste Stop war in Neuseeland (6 Wochen), welches wir mit einem Miet-Womo komplett umrundeten, das zweite Ziel war Vietnam, wo wir in 4 Wochen per Bus und Bahn und KlapperRikschas von Nord nach Süd unterwegs waren, als nächstes stand Sri Lanka auf der Liste, wo wir uns für 3 Wochen unter die Einheimischen gemischt haben. Ein kleiner 3-Tages-Abstecher ging auf die Malediven zum Abasseln und Fische beobachten. Als letztes riefen noch die hohen Berge in Nepal, wo wir unsere morschen Knochen für 4 Wochen in die dünne Luft hängen wollten und eine Variante der Annapurna-Runde unter die Füße nahmen......Und nun erstmal ein kleiner Mitschnitt aus Nepal....................frohes Lesen wünscht Ricom und Anjom!!!

Tag 86 / 23.03.2011
Wieder zurück in Kathmandu. Vor 2 Jahren war ich schon mal mit Brother Marko hier. Der Bericht über unsere damalige Tour im Everestgebiet steht auch hier. Heute Flug über Doha nach Kathmandu. Start 4:20 Uhr in Colombo. Zwischenstop für 2h in Doha. Der Flieger von Doha nach Kathmandu war nur zu 1/3 gefüllt, das war mal sehr angenehm. Ankunft in Kathmandu war dann pünktlich 16:00 Uhr. Am Flughafen die üblichen Einreiseformalitäten erledigt. Das 30 Tage Visum kostet immer noch 40 Dollar pro Nase und der Flughafen sieht noch genauso wie vor 2 Jahren. Und dann rein ins Gewühle. Drausen der übliche Trubel. Taxi hier, Taxi da, Trekkingtour hier usw. Wir sehen aber gleich den Mann mit dem Himatrekschild und die Sache ist geritzt. Unsere Tour haben wir wie üblich über Klaus Töpfer von Himatrek gebucht. Das hatte vor 2 Jahren alles super geklappt. Die Rucksäcke rein ins Auto und ab ins Hotel Manag gefahren. Es ist alles noch wie vor 2 Jahren es hat sich fast nüscht geändert. Naja vielleicht nen paar mehr Autos statt Mopedes fahrn rum und ne kleine Bar gibts jetzt in der Hotellobby. Im Hotel eingescheckt und hier die 1. Überraschung. Es gibt Wi-Fi für Lau. Das gabs vor 2 Jahren noch nicht. Kurz mit Prasanta Regmi die Formalitäten abgeklärt, wann ist Tourbesprechung, Pass für Permit gegeben etc. und dann ab in die Stadt zum Shopen. Wir bzw. Anja braucht noch fast alle Trekkingklamotten. Da wir in Thamel der Trekkerhochburg von Kathmandu sind ist das kein Problem. Innerhalb von 2h haben wir die Hälfte der Klamotten, nat. alles Markenklamotten wie Mammut oder North Face welche wir bzw. Anja braucht gefunden. Kostenpunkt 2/3 weniger als in Deutschland Die Qualität ist vielleicht nicht ganz so wie bei uns, aber wenn man sucht findet man Sachen die sich qualitätsmäßig nicht anders anfassen als die teuren Sachen bei uns.

Tag 87 / 24.03.2011
Die Ellis kommen. Wir sitzen gerade bei der Tourbesprechung als plötzlich Schmullus und Vata aus dem Auto steigen. Nach fast 3 Monaten sehen wir meine Ellis wieder mal 1:1 vor uns und nicht nur über skype alle 2 Wochen. Kurzes Hallo und wie gehts dann checken meine Ellis erstmal im Hotel ein  und wir machen die Tourbesprechnung fertig. Wir lassen uns dann noch von Gouvinda einen vernüftigen Laden zeigen wo wir die restlichen Klamotten kaufen können. Dann gehts wieder zum Hotel zun Ellis. Gegen 12:00 Uhr machen wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Affentempel. Guvinda meint ist nur 20 min die Strasse runter. Wir halten irgendwie die Karte falsch und laufen erstmal nach Norden statt nach Westen. Nach 15 min merken wir das es keinen Weg mal nach links gibt, also drehen wir um. Wir laufen dann die richtige Strasse vor und sehen auch den Tempel hoch über Kathmandu stehen. Da der Tempel dann aber für uns zu weit nach rechts liegt  (die Strasse macht nen Bogen nach links) stechen wir kurzerhand in eine Strasse nach rechts und laufen schurstracks auf den Tempel drauf zu. Nach 10 min wird die Gegend immer einheimischer. Wir laufen über eine Fußgängerbrücke über den Fluss. Wobei man zu der Brühe nicht mehr Fluss sagen kann. Das ganze Ufer und die Hälfte vom Flss sind übersät mit Müll. Das Wasser sofern es noch welchse ist, ist schwarz vor Dreck. Es sieht aus als fließt hier altes Motoröl und der Geruch, einfach erbärmlich. Na jedenfalls über die Brücke gelaufen und es stinkt immer mehr, als dann mein Vatta ruft guckt mal da liegt ne tote Kuh im Wasser. Ich kanns erst gar nicht glauben aber tatsächlich liegt dan ne Kuh im Wasser und gammelt und stinkt vor sich hin. Nur schnell weg hier bevor die noch platzt. Weiter durch die Pampa bis wir an einen kleineren "Fluss" kommen und hier stinkts wie 1000 Hundehaufen und Katzenhaufen zusammen + ne volle Klärgrube. Einfach pervers. Gleich nebendran stehen noch Häusser und ich Frage mich wie man hier bei dem Gestank wohnen kann. Na jedenfalls gehts für uns hier nicht weiter wir finden keine Brücke und wir gehen zurück.  Zum Glück haben uns nen paar Jugendliche suchen gesehen. Sie zeigen uns eine kleine Brücke über der wir den Schei...efluss überqueren können. Noch kurz nen Anstieg hoch und wir stehen wieder auf der Hauptstrasse zum Affentempel. Den Affentempel hoch gehts dann über ca. 200 Stufen. Rechts und links ist ein Souvenierstand nach dem anderen. Der Preis für eine Klangschale kann hier von 2500 Rupien auf 800 Rupien gehandelt werden. Und wir denken nen Preis von 600 - 800 ist OK. Man muss hier höllisch Aufpassen nicht über den  Nuckel gezogen zu werden. 1.Devise ist: immer Handeln!!!
Hoch zum Tempel, kreuz und quer rennen und springen Affen rum und von dort die schöne Aussicht auf Kathmandu genossen. Nach ner halben Stunde wieder runter vom Tempel und diesmal gleich in nen Taxi gestiegen zurück nach Thamel. Taxi für 4 Personen und 15 min Fahrt kam 200 Rupien (2 Euro).
Wir sind dann nochmal mit den Ellis zum Einkaufen in den Laden von frühs,dann nen Käffchen und 
Schokoschnecke in nem Kaffee verdrückt. Danach machen wir uns nochmal auf dem Weg die restlichen
Besorgungen zu machen. Wir verabreden uns für 19:00 Uhr zum Abendbrot. Nach dem Abendbrot wird sich noch verabschiedet und wir machen uns dran unsere Sachen für morgen zu packen. Der Wecker ist für 5:30 Uhr gestellt.Wir liegen dann gegen 23:30 Uhr im Nest. Meine Ellis haben morgen noch nen Tag in Kathmandu und beginnen dann Ihre Annapurnatour.

Tag 88 / 25.03.2011
 Die Trekkingtour beginnt
Fakts:
Start: 6:30 Uhr vom Hotel Manang auf 1274 hm
Ankunft: 17:00 Uhr in Bhulbule auf 812 hm
Zeit: 9 h Busfahrt extrem, 1 mal Umsteigen in Beshiar
Wetter: teilweiße heiß
Details:
Wir machen dieses Jahr in die Annapurnagegend. Wollen den Nar Phu Trek machen (ein Seitental vom üblichen Annapurnatrek) und dann den Tilicho Lake. Das ganze teilweise mit Zelten. Wir fahren mit Minibus an eine Ausfallstrasse von Kathmandu. Hier warten wir mit Guide, Koch und den restlichen 6 Leuten die zur Manschaft gehören 1 h auf den Lokelbus.Wir sind erstaunt das der Koch und die Träger welche wir für die Zeltübernachtungen brauchen schon ab Kathmandu dabei sind. Wir dachten die stoßen erst mitte auf dem Trekk zu uns. Aber ist halt so. Nach ner Stunde hält dann auch nen Bus neben uns an. Der Bus ist schon zu 3/4 innen mit Leuten wie auf dem Dach mit Gepäck voll. Aber wir 10 incl. gesamten Gepäck müssen ds noch rein und rauf. Nach ner 1/4 h packen ist auch alles verstaut und die wilde Fahrt beginnt. Wir fahren 7 h bis nach Beshiar. Meine Knie sind vom Vordersitz halb aufgescheuert, die Kniescheiben sind fast blank, keine Haare mehr drauf. Es ist enger als zu fünft im Trabi.
In Besihar angekommen steigen wir in nen anderen Bus. Das Gepäck wird gleich von Busdach zu Busdach rübergewurfen und fertsch is. Wir fahren dann nochmal 2 h mit dem Bus über noch üblere Piste. Teilwiese gibt es keine Strasse mehr sondern nur Piste. Hin und wieder wird auch nen kleiner Fluss durchquert. Aber das kann der Bus schon ab. Die seitlichen Ausschläge des Bus liegen locker bei 30 °. Es schwankt sosehr das wir an manchen Stellen direkt runter ins Flusstal gucken können und keine Strasse mehr sehn. Bei uns würde hier nur 4x4 Jeeps mit nem Meter Bodenfreiheit fahren. Wir sind jedoch nicht in Germany sondern in Nepal und da geht alles bis es nicht mehr geht und noch nen bissel weiter. Ich schaue mir dann mal das Profil der Reifen an und habe es sofort bereut. Hätt ich mal lieber nich geguckt. Vorne geht`s da ist noch nen bissel Profil drauf, aber hinten ist nichts mehr da. Die Bemme ist glatt wie ein Kinderpopo. Selbst an den Radaussenseiten ist nichts mehr zu erkennen. Der Ersatzreifen welcher im Buseingang liegt (alle Gäste müssen da rüberkrabeln) ist noch besser. Hier guckt micht fröhlich der Stoff vom Reifen an. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir durchgewalkt Bhulbhule. Ein Nest auf auf 812 hm. Mit dem Guide noch ne Lagebesprechung über die nächsten Tage abgehalten dann noch Dal Bat zum Abendbrot gegessen nen Lemon Tee geschlürft und ab ins Nest.

Tag 89 / 26.03.2011
Fakts:
Start: 8:00 Uhr in Bhulbule 812 hm
Ankunft: 16:00 Uhr in Jagat 1300 hm 
Zeit: 6 h Trekking, 2 h Pause 
Aufstieg: 2122 hm
Abstieg: 1364 hm
Länge: 19,6 km
Strecke: 70% Bergpfade 30% Schotter-/Sandpiste
Profil: hoch und runter
Wetter: sonnig, teilweiße heiß, teilweise wolkig
Details:
Es geht mal hoch mal runter. Die Strecke führt immer am Fluss Marswengdi entlang Richtung Norden.
Wir laufen durch mehrere schöne Bergdörfer in das Tal Marswengdi hinein. Die Leute hier leben meistens von Landwirtschaft. Wobei die Felder (Terrassenfelder) mit einfachsten Mitteln bewirtschaftet werden. Da wird der Ochse vorn Holzpflug gespannt und los gehts. In einigen Orten wird auch kräftig gebaut. Da kommt Flussstein auf Flussstein. Nen bissel Pampe dazwischen und fertsch ist die Mauer. Und wenn die Steine nicht ganz so passen werden se einfach mit nem Hammer zurecht geklopft. Die Schweißtechnik für die 100 erter Kunststoffrohre in der Sanitärtechnik ist auch was für den Sanitärfachman. Dazu brauchts nur nen offens Feuer, ne Blech und die entsprechenden 2 Rohrstücken die zusammen sollen. Das Blech wir im Feuer zum Glühen gebracht. Dann werden die Rohrstücke zwischen das glühende Blech aufeinander gesetzt und nach 10 sec. wird das Blech vorsichtig rausgezogen.Jetzt heißt es ordentlich drücken bis die Plaste kalt ist. Und fertig ist die Rohrverbindung nach DIN Nepal. Grüße von hier an alle  Baustellen in Germany :-). Gleich Früh sehen wir das Manaslumassiv welches sich weit hinten auf 8000 hm emporhebt. Unsere Träger laufen die neu gebaute Strasse entlang. Wir sehen sie mehrmals von oben von der anderen Flussseite. Wobei man die Strasse nicht als solche bezeichnen kann. Es ist mehr ne Sand- Schotterpiste die hier irgendwie in den Fels reingehauen wurde. Es fahren auch nur Jeeps und nen paar alte höhergelegte Busse rum. 16:00 Uhr in Jagat angekommen brummen die Füße ganz schön. Ist ja auch kein Wunder nach 2,5 Monaten das erste mal wieder 8h dicke Wanderschuhe und Socken an. Und wenn wir dann daran denken das wir vor 6 Tagen noch die Malediven beschnorchelt haben kommt so leise die Frage auf: Was mache ich hier überhaupt???. Aber ein Blick in die freundlichen Gesichter der Leute und auf die grandiose Landschaft entschädigt gleich wieder für diesen Gedanken. 

Tag 90 / 27.03.2011
Fakts:
Start: 7:45 Uhr in Jagat 1300 hm 
Ankunft: 15:45 Uhr in  Dharapani 1821 hm 
Zeit: 6 h Trekking, 2 h Pause 
Aufstieg: 1490 hm
Abstieg: 870 hm
Länge: 18,9 km
Strecke: 90% Bergpfade 10% Schotter-/Sandpiste
Profil: stetig hoch, mit ein wenig abstiegen
Wetter: sonnig, teilweise wolkig
Details:
Der Weg beginnt mit 1 h Schotter-/Sandpiste rechts vom Fluss Marswengdi. Hier soll mal eine Strasse 
gebaut werden. Dann biegt der Weg auf einen Trekkingpfad ab. Es geht über einen kleinen steilen Pfad runter zum Fluss der mit einer Behelfsbrücke überquert wird. Der alte Weg zur richtigen Hängebrücke ist von einem großem Erdrutsch verschüttet. Es geht dann immer rechts am Fluss lang. Teilweise verläuft der Trekkingpfad bis 300 m über dem Fluss. Der Weg ist an manchen Stellen von kleinen Erdrutschen verschüttet dann ist der Weg nur 20 cm breit. Es geht dann auch mal 100 erte Meter senkrecht nach unten, eine ziemlich luftige Angelegenheit. Zu Mittag wird im Ort Tal in eine Lodge eingekehrt. Auf der linken Flussseite in der Nähe vom Ort Tal wird in waghalsiger Arbeit an der neuen Strasse nach Manang gebaut. Teilweise hängen die Leute 300 m hoch im senkrechten Fels und bohren die Löcher für die Sprengungen. Die schon gesprengten Abschnitte werden überwiegend von Frauen freigeschaufelt. Der Schutt wird einfach an der senkrechten Felswand hinuter ins Flussbett gehauen. Das alles macht einen Lärm der die Fließgeräusche vom FLuss übertönt. Wir kommen uns nen bissel vor wie auf einer Baustelle. Teilweise liegen auf der rechten Flussseite wo wir laufen die Bruchstücke der auf der linken Seite gesprengten Felsen die  bis über den Fluss geflogen sind.  Es ist ein Wahnsinn hier mitten in der Wildniss in den senkrechten Fels eine Strasse zu hauen. Am späten Nachmittag wir sind schon in der Lodge gibt es plötzlich einen Knall, die Scheiben klappern und die Lodge wackelt nen bissel. Es wird gesprengt! Der Rauch bzw. der Staub zeiht das ganze Tal hoch. Es rumst dann noch einige male. In der Lodge sind wir die einzigsten Gäste unsere Campingcrew schläft wie immer irgendwie drausen und der Guide, der Koch und der Träger unserer Klamotten pennen in der Lodge. Beim Abendessen erfahren wir das der Träger unserer Klamotten gerade Schulferien hat und in den Ferien mit der Arbeit als Porter sein Geld verdient. Er macht das zum ersten mal. So, Gute Nacht ,morgen klingelt der Wecker wieder 6:15 Uhr.

Tag 91 / 28.03.2011
Fakts:
Start: 7:45 Uhr in Dharapani 1821 hm 
Ankunft: 14:45 Uhr in Koto  2613 hm 
Zeit: 6 h Trekking, 1 h Pause 
Aufstieg: 1570 hm
Abstieg: 1132 hm
Länge: 14,7 km
Strecke: 10% Bergpfade 90% Schotter-/Sandpiste
Profil: stetig hoch, mit ein wenig abstiegen
Wetter: teilweise wolkig und es wird kälter
Details:
Gleich hinter Dharapani geht der Weg auf eine relativ breiten Piste immer stetig hochwärts. Kurz nach Dharapani geht der Trek in Richtung Manaslu Base Camp ab. Wir gehen jedoch weiter Richtung Manang.
Die Höhenmeter purzeln nur so weg. Offensichtlich haben die Nudeln welche wir seit gestern Essen Ihre Wirkung in meinem Beinen voll entfaltet. Ein Aufschwung von ca. 170 hm auf 2400 hm wird locker weggesteckt. Wir sind jetzt unterhalb von Timang. Hier wachsen noch richtig alte Bäume. Es sieht aus wie im Nebelwald. In Timang auf 2600 hm machen wir dann ca. ne 1h Mittag. Weiter gehts über Lata Marang nach Thanchok auf 2725 hm, unserem höchsten Punkt für heute. Danach gehts wieder leicht abwärts zu unserem Zielort für heute. Koto liegt auf 2613 hm und hier gehts geradeaus nach Manang und nach rechts zweigt der Weg nach Nar Phu ab. Wir nehmen morgen den Weg nach rechts. Ab dann ist für die
mind. die nächsten 3 Tagen Camping angesagt. Bis dato läuft alles wie geschmiert. Kein Husten, keine große Blasen an den Füssen, der Stuhlgang ist im großem und ganzen auch i.O. So kanns weiter gehen. Oberste Prämise Zähneputzen nur mit gekauftem Wasser und kein Fleisch essen. Wir haben heute erst wieder gesehen wir das Fleisch in einer Lodge auf dem Boden auf einer Bauplane lag und hier kleingehackt wurde.  Lediglich das Wetter könnte nen bissel besser sein. Es ist heute nachmittag doch recht kalt geworden. So jetzt ist auch der Strom im Zimmer der Lodge weg, mal sehn obs unten im Dinnigroom Licht und was zu Abendessen gibt. Gute Nacht.

Tag 92 / 29.03.2011
Fakts:
Start: 8:00 Uhr in Koto 2613 hm 
Ankunft: 15:00 Uhr in Singenge Dharamshala Campsite  3200 hm 
Zeit: 5 h Trekking, 2 h Pause 
Aufstieg: 2210 hm
Abstieg: 1407 hm
Länge: 17,3 km (geschätzt, Garmin hat mal wieder irgendwelche Wegpunkt in 30 km Entfernung aufgezeichnet)
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: ewiges hoch und runtet
Wetter: bis 14:00 Uhr sonning, dann ziehen Wolken auf
Details:
Es gab kein Strom gestern. Abendbrot gab es dann in der Küche am offenem Feuer bei der Familie die die Lodge betreibt. Die Nacht nicht gut geschlafen. Der Grund mind. 5 Köter die um die Wette gebellt haben. War der eine ruhig, fing der andere an. Ich dachte ich spinne, ich war nah dran raus zu laufen
und den nächst besten Kläffer eine zu verpassen. Zum Glück hab ich dann an meine Ohropax gedacht.
Also rein die Dinger und sofort war Ruhe. Da konnte ich mich nur noch über mich ärgern
das mir das erst frühs um viere  eingefallen ist. Frühs raus und wir haben strahlend blauen Himmel. Im Osten begrüßt uns der Manaslu und im Westen direkt über Koto steht mit ihrer ganzen Pracht die Annapurna 2 mit 7937 hm. Fix gefrühstückt. Da immer noch kein Strom da ist, sitzten wir wieder in der Küche und gucken zu wie Chabatti (Art Fladenbrot) gemacht wird. Dazu gibts Marmel und Honig und nat. den obligatorischen Lemon-Tea. Für das Mittagessen hat unser Koch uns ein Lunchpaket fertig gemacht. Es gibt ab jetzt für die nächsten 3 Tage keine Lodgen wo man Rast machen könnte. So gestärkt gehts raus aus dem Dorf. Wir verlassen den Haupttrekkingweg nach Manang und steuern jetzt  in das Seitental Nar Khola in Richtung Nar Phu rein. Der Weg ist merklich schmaler als die Wege der letzten Tage und führt durch dichten Wald. Er führt mal hoch mal runter immer am Fluss Nar Khola entlang. Teilweise sind nur 1m breite Wege in den Fels gehauen und unter uns rauscht der Fluss. Dörfer sehen wir keine mehr, und auch die ersten Leute die wir treffen lassen 4h auf sich warten. Auch Mullis sehen wir an diesem Tag nicht. Es geht durch sehr schöne unberührte Natur. Den ganzen Weg sehen wir nur an 2 Stellen das hier überhaupt Leute sind. Auch die Mullischei...e auf den Weg ist merklich weniger präsent als in den vergangenen Tagen. Bei einer kurzen 15 en auf 2900 hm sehen wir dann auch noch eine Horde Languren welche den Hang hochrennt. Irgendwo auf halben Weg essen wir dann unser Lunchpacket und da es so schön warm ist, nicke ich doch glatt fürne halbe Stunde ein. Das Tal wird nach hinten immer enger und rechts und links gehen die Felswände bis 4500 hm hoch. Ich schätze mal das das Tal an der engsten Stelle nicht mehr als 20 m breit ist. Gegen 15:00 Uhr erreichen wir dann auch Singenge Dharamshala Campsite den Platz wo wir heute im Zelt übernachten. Es gibt hier eine 2 etagige offen Holzhütte ohne Fenster und Türen. Unten schlägt der Koch gleich sein Lager auf und zaubert erstmal heißen Tee und ne Nudelsuppe. Nach ne Weile trudeln alle Porter ein, und es wird unser Zelt, ein geräumiges 2-Mann-Zelt und ein Toilettenzelt aufgebaut. Ich hatte schon befürchtet das wir in der nicht gerade aufgeräumten Bretterbude pennen (in den Ecken lag Müll und was weiß ich nicht noch alles).
Dem Guide Ram und unseren Portern blieb nüscht anderes übrig als in der Bretterbude zu pennen.
Gegen 18:30 Uhr gibts dann Abendbrot und unser Koch hat wieder einmal ein 3 gänge Menü
auf seinen 2 Spirituskochern gezaubert. Als Nachtisch gibts warmes Obstkompott, einfach lecker.
Bis jetzt essen wir mehr als bei meiner letzten Tour im Everestgebiet.  Noch nen bissel Tee gedrucken mit dem Guide geschwatz, den Plan für morgen gemacht und ab ins Zelt. Als Unterlage gibts leider nur ne etwas dickere Isomatte so das an den Stelle wo man aufliegt es nen bissel kalt von unten wird. Das wird aber gleich mit unserem aufblasbarem Sitzkissen behoben. Das Ding im Bereich vom Hinersschten drunter geschoben und perfekt is es. Na dann gute Nacht.

Tag 93 / 30.03.2011
Fakts:
Start: 9:00 Uhr in in Singenge Dharamshala Campsite  3200 hm 
Ankunft: 10:30 Uhr in Meta 3628 hm 
Zeit: 1,5 h Trekking,  
Aufstieg: 210 hm
Abstieg: 57 hm
Länge: 2,9 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: nur hoch 
Wetter: bis 13:00 Uhr sonning, dann ziehen Wolken auf
Details:
Heute steht ne Sprintetappe an. Ursprünglich wollten wir bis nach Lower Chyako machen und dann von dort zum Endpunkt nach Phugaon zu gehen. Da es aber in Lower Chyako kein sauberes Wasser gibt
und der Weg bis zum nächsten Campsite in Kyang zu weit für eine Tagesetappe ist gehts "nur" nach Meta. Ein Dorf auf einem Hochplatau in 3600 hm. Der kurze Sprint und dann das abasseln kann unserer Höhenaklimatisation nur gut tun. Der Weg führt noch kurz am Fluss lang bevor es dann den letzten 300 hm Aufschwung nach Meta geht. In Meta dann ne Überraschung es gibt ne neue Lodge. Das heißt wir brauchen nicht campen und können in Betten schlafen. Das Essen wird von unserem Koch gemacht. Es gibt hier noch nichts zu kaufen. Das Dorf selber besteht aus ca. 10 bewohnbaren Steinhäusern welche teilweise so an den Hang gebaut sind das das EG ins Erdreich geht. Dann stehen noch ca. 10 Ruinen rum die davon zeugen das hier mal mehr Leute gewohnt haben. Die Lodgen sind auch erst mit der Talöffnung 2003 für Turisten entstanden. Jedenfalls gehen wir nen bissel rum und fotografieren riesiger Geier welche hier rumfliegen und offensichtlich nach den kleinen Ziegen ausschau halten. Ansonsten gibts hier nicht viel für uns zu tun. Gegen 19:00 Uhr gibts das übliche reichhaltige Abendbrot. Dann gegen 20:00 Uhr liegen wir im Nest. Hier oben ist es schon ganz schön kalt und in der Lodge welche nur aus Stein gebaut ist wirkt alles noch nen bissel kälter. Die Fenster sind nur Ein Scheiben Verglasung und die Tür ist nur aus einer Holzplatte. Überall pfeifts durch. Es ist jedes mal eine Herausforderung sich hier für den Einstieg in den Schlafsack bis auf die Buchse auszuziehen und in den erstmal ar....hkalten Sack zu krabeln. Nur das Wissen das es max. 3 min dauert bis es warm ist läßt uns jedes mal zur Tat schreiten.
Das nächste Dilema läßt dann meistens auch nicht lange auf sich warten. Ich muß auf`s Klo. Meistens hat man versucht noch nen bissel im warmen Schlafsack zu bleiben und versucht erst in letzter Minute aus dem Sack zu krabbel. Dabei macht der sich immer wieder verklemmende Reisverschluss das rauskrabbeln zur Geduldsprobe. Und je heftiger man am Reisverschluss rumzieht (ich muss schon wie Sau) destso mehr verklemmt das Mistding sich. Da hilft nur Ruhe bewahren und langsam den  Reisverschluss öffnen. Nachdem das dann geschafft ist, heißt es rein in die Hose, Jacke drüber, Schuhe an und raus übern Hof oder die offene Galerie zum Klo. Und das bei Sau Kälte. Dann Geschäft erledigt und wieder die Prodzedur mit dem Reinkrabeln in den Schlafsack. Und die ganze Angelegenheit  wiederholt sich je nach dem wie viel wir getrunken haben bei mir bis zu 4 mal in der Nacht. Tolle Wurst!!!!

Tag 94 / 31.03.2011
Fakts:
Start: 8:30 Uhr in Meta 3628 hm
Ankunft: 14:30 Uhr in Kyang 3840 hm 
Zeit: 5 h Trekking,  
Aufstieg: 500 hm
Abstieg: 224 hm
Länge: 10,2 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: hügelig mit nen paar knackigen Anstiegen
Wetter: sonning
Details:
Es geht weiter ins Tal hinein. Das Wetter ist gut und die 5 h Trekking gehen weg wie nüscht. Wir können unser Ziel Kyang ab der Hälfte der Strecke sehen. Es geht immer nen bissel runter  und dann nen bissel mehr hoch. Gegen Mittag kommt nen bissel mehr Wind auf, aber es ist auszuhalten. Am Campsite in Kyang angekommen hat uns unserer Crew schon ein Plätzchen hinter einer Mauer  gesichert wo wir den Tee und eine Suppe bekommen. Anschließend baut die Manschaft unser Zelt und das Klozelt auf.
Da wir mittlerweile auf 3840 hm sind und wir zeitig dran sind, meint Guide Ram wir steigen
zur besseren Akklimatisation noch auf einen Hügel auf 4050 hm machen dort ne halbe Stunde Pause 
und steigen wieder ab. Also gesagt getan. Wir sitzten auf 4050 hm, jeder sucht sich nen windgeschütztes
Plätzchen und döst nen bissel rum und genissen die Aussicht. Da die Sonne scheint ist es richtig angenehm. Gegen 17:00 Uhr verabschiedet sich die Sonne so langsam hinter den Bergen und wir uns von unserer Terrasse. Wieder unten am Zelt drehnen wir noch Runde durch das kleine Dorf Kyang.
Es besteht aus vielleicht 10 Steinhütten, 15 Leuten und 100 Zeigen. Irgend ein Laden oder so was gibts nicht. Wir verteilen an 3 kleine Kinder Luftballons und an eine Mutter nen Kugelschreiber. Von was die Leute hier oben Leben können ist mir schleierhaft. Scheint aber zu gehen. Jedenfalls sind die Leute alle freudlich und nett. Anschließend gibts Abendbrot. Diesmal wird wieder auf dem Fußboden der Campingplatzhütte gegessen. Da es wie zu erwarten keinen Strom gibt ist die Stirnlampe abendes immer am man zu tragen. Nach dem Essen kriechen wir in unsere Schlafsäcke und haben dank der Höhenakklimatisation einen entspannten Schlaf.

Tag 95+96 / 01.04. - 02.04.2011
Fakts:
Start: 8:30 Uhr in Kyang 3840 hm 
Ankunft: 12:00 Uhr in Phugaon 4040 hm 
Zeit: 3,5 h Trekking,  
Aufstieg: 700 hm + 100 hm
Abstieg: 522 hm + 100 hm
Länge: 9,8 km + 2,5 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: hügelig mit nen paar knackigen Anstiegen
Wetter: sonning
Details:
Der Weg heute geht in ein sehr enges Tal hinein und ist am Anfang nur in die Felswand gehauen.
Es geht mal runter zum Fluss dann wieder 150 hm hoch in die Felswand und immer weiter ins Tal hinter. Die Sonne kommt auch erst gegen Mittag rum. Das Tal ist einfach zu enge. Es kommt dann auch ein stetiger kalter wind das Tal hoch, so das wir ohne größerePausen nach Phugaon marschieren.
Kurz vor Phugaon gilt es dann den letzten größeren Aufschwung zu meistern.Dann oben um die Kurve rum ist Phugaon zu sehen und das Tal öffnet sichin Richtung Norden. Der Wind pfeift jetzt schon ordentlich und wirbelt ne Menge Staub auf. Hier oben gibt es nur noch ein paar kleine Büsche und sonst nur Staub, Steine, Berge und die Leute aus Phu mit Ihren Ziegen.Das Dorf selber ist auf bzw. in einen größeren Hügel gebaut. Es ist nen bissel größer als Kyang sieht aber von der Bauweise genau so aus. Da wir im April hier sind sind noch keine Felder bestellt. So das nen bissel Grün welches wir
auf den Fotos gesehen haben fehlt. Da es hier mittlerweile auch eine "Lodge" gibt und keine weiteren Trekker hier sind brauchen wir nicht zu Zelten sondern bekommen ein Zimmer in der Lodge.
Wobei das Wort Lodge eigentlich zuviel ist. Die Lodge wo wir schlafen besteht aus 3 Räumen mit je 3x2 m welche auf dem Dach von einer Steinütte draufgenagelt wurde. Die ganze Konstruktion ist nen Holzrahmen und die Fächer sind mit Blechplatten zugenagelt. Jedes mal wenn man an die Blechplatte kommt dröhnt es in der ganzen Hütte. Es gibt keinen Fußboden, die Hütte ist einfach nur aufgestellt.
Jeder Schritt in der Hütte führt zu einer kleinen Staubwolke, und da es überall durchpfeift haben unsere Sachen bald überall einen weißlichen Überzug und es knirschelt nen bissel zwischen den Zähnen. Hier bleiben wir 2 Tage!!! Dazu kommt noch der Qualm aus 2 Ofenrohren welche ca. 10 cm über Decke Dach in 2 m Entfernung enden. Durch den Wind wird der Qualm immer ordenlich in die Lodge gedrückt. Ich frage mich wie wir das ohne Rauch und Staubvergiftung überleben wollen. Nach dem üblichen Tee und dem lecker Mittagessen machen wir uns nochmal auf den Weg durchs Dorf und steigen auf einen kleinen Hügel (ca. 150 hm höher al Phugaon) am Rande vom Dorf. Hier haben wir in der Nachmittagsonne eine schöne Sicht auf Phugaon. Geschlafen wird zur Sicherheit mit offener Tür nach draußen. Frische Luft ist
doch was feines!!! Am nächsten Tag ist Akklimatisierung angesagt. Wir steigen frühs (wegen dem Wind am Nachmittag) auf zum Tempel oberhalb von Phu auf ca. 4200 hm auf bleiben hier für fast 2h machen Fotos und guckennen bissel rum. Es ist heute wieder schön sonnig. Wieder runter vom Berg gibts Mittag und Tee. Wir setzten uns in die Sonne und machen nüscht weiter. Gegen Nachmittag nimmt der Wind wieder zu und auf der Dachterasse wird ordenlich Staub aufgewirbelt. Ich geh nochmal durchs Dorf mach nen paar Fotos aber mehr ist nicht drin. Zum Abendbrot gibts ne Überraschung es gibt ne Pizza und ein Kuchen. Und das alles wurde vom Koch auf einem Spirituskocher gemacht. Wie das geht ist mir nicht klar. Es hat jedendfalls super geschmeckt und war mal was anderes. So gestärkt gings wie jeden abend 20:00 Uhr ins Nest. Der 1. Porter muß morgen wieder von uns weg. Er muß in spätestens 4 Tagen in Kathmandu sein. Er hat nen Job in Korea bekommen.

Tag 97 / 03.04.2011
Fakts:
Start: 7:45 Uhr in Phugaon 4040 hm
Ankunft: 12:00 Uhr in Nar Phedi 3580 hm 
Zeit: 6,75 h Trekking, 45 min Pause  
Aufstieg: 760 hm
Abstieg: 1394 hm
Länge: 18,4 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: hügelig runter mit nen paar knackigen Anstiegen
Wetter: leichter Schneefall
Details:
Nach dem Tag "frei" in Phugaon geht es heute auf dem Weg den wir hochgekommen sind zurück bis kurz vor Meta. Bei einer Flußbettdurchkreuzung hat unsere Crew den Kocher rausgeholt und kocht Tee.
Wir setzten uns hinter nen paar Steine (in Windschatten) und machen erstmal Mittag. Wir essen unser Lunchpaket welches uns unser Koch frühs fertig gemacht hat und trinken dazu lecker Lemon Tee.
Das Schneegestöber ringsrum fällt da gar nicht weiter auf. Ca. 1 h vor Meta zweigt der Weg nach Nar ab. Es geht relativ Steil über einen Bergrücken runter. Der Fluß welcher nochmal ca. 50 m weiter unten durch die Schlucht rauscht kann mittels einer neuen Metallhängebrücke oder aber für Mutige über ne bestimmt
100 Jahre alte Holzbrücke überquert werden. Wir entscheiden uns für die neue Brücke. Da auf dem Campsite wieder mal keine Wasser vorhanden ist, und der Fluss tief in einer Schlucht  fließt gehen wir zur Yunkar Gompa hoch. Hier können wir in den Gästeräumlichkeiten (1 Raum 2 Betten) des Lamas übernachten. Der Lama selber ist auf Pilgerreise in Kathmandu. Unsere Crew übernachtet in der Küche zu siebent + 3 Leute aus Nar!!! Der Scheefall hat gegen Nachmittag aufgehört. Mal sehn wies moren wird.
Hoffentlich ist der Pass auf 5306 hm welchen wir in 3 Tagen überqueren wollen nach dem Schneefall noch machbar. Aber in 3 Tagen kann noch viel passieren. Also gute Nacht.

Tag 98 / 04.04.2011
Fakts:
Start: 10:00 Uhr in Nar Phedi 3580 hm
Ankunft: 12:30 Uhr in Nar 4207 hm 
Zeit: 2,5 h Trekking, 15 min Pause  
Aufstieg: 660 hm
Abstieg: 0?? hm
Länge: 5,0 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: erst zackig hoch, dann oben flach
Wetter: bis ca. 14:00 sonning, dann Wolken mit Schneefall
Details:
Es hat die Nacht nocheinmal geschneit. Doch trotz ein paar Wolken scheint die Sonne und der Schnee schmilz nur so dahin. Als wir gegen 10:00 Uhr los machen sind die Wege wieder frei.
Es geht gleich von der Gompa aus steil auf Bergpfaden hoch. Nach ca. 45 min erreiche wie das 1.Nar Gate. Nach weiteren 55 min erreichen wir das 2.Nar Gate. Die Gates sind Steintore welche wohl früher fremde Besucher vom Eintritt abhalten sollten. Aber so genau weiß ich das nicht. Oben angekommen gehen wir erstmal an großen Chörten und ner langen Manimauer vorbei. Der Pisang Peak mit 6091 hm taucht links auf und hinter uns ist Kangaru Himal mit 6981 hm in seiner vollem Pracht zu sehn.
Wir gehen noch gemütlich ne halbe Stunde und erreichen dann Nar. Nar ist sieht fast so aus wie Phugaon nur das es hier nicht so staubig ist und statt Ziegen Kühe und Yaks rumlaufen. Wir beziehen unsere Lodge. Wiedermal ist ne Esse nur 2 m von unser Lodgetür entfernt. Aber es ist auszuhalten.
Nach dem Mittag gehen wir noch nen bissel durchs Dorf. Die Wege hier sind aufgrund des Schneefalls
und der Kühe und Pferde die hier frei rumlaufen eine einzige Schlammpampe. Mittlerweile hats auch wieder angefangen zu schneien. Son Mist. Wieder zurück in der Lodge gibts Abendbrot und nach ca. 1h sind locker 10 cm Schnee gefallen. Guide Ram meint das es zuviel Schnee hat und wir morgen wider Richtung Koto gehen müssen. Hmmmmm naja wirds wohl nüscht mit dem Kanglapass. Wir gehen nen bissel traurig ins Nest, auch weil wir nun wissen das wir den ganzen Weg bis Koto zurück müssen.
Gute Nacht. 

Tag 99 / 05.04.2011
Fakts:
Start: 9:30 Uhr in Nar 4207 hm 
Ankunft: 13:00 Uhr in Nar 4207 hm 
Zeit: 3,5 h Trekking, 30 min Pause  
Aufstieg: 360 hm
Abstieg: 360 hm
Länge: 7,7 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: gleichmäßig hoch
Wetter: bis ca. 15:00 sonning, dann Wolken
Details:
Aufgewacht bei strahlend blauem Himmel. Es sieht so aus als ob es mind. 3 Tage schönes Wetter gibt.
Also muss ein neuer Plan her. Da wir noch 1 Tag Reserve haben wird beschlossen das wir heute in Nar bleiben und Ram mit dem Koch (ein Sherpa) und einem Träger hoch zum Pass marschieren und die Spur anlegen und wir dann morgen direkt ohne Zwischenstop  (1 Nacht im Zelt auf 4530) über den Pass maschieren.  Da dem Koch seine Sonnenbrille kaputt gegangen ist und ich eine Ersatzbrille
mithabe geben wir ihm eine von uns. Gegen 9:00 Uhr marschieren die 3 los. Da wir nicht den ganzen Tag rumsitzten wollen gehen wir den Spuren der 3 hinterher. Es liegt den ganzen Weg hoch nicht viel Schnee.
Das meiste ist der Schnee vom letzten Tag Wir kommen so bis auf 4550 hm und sind damit kurz vor dem eigentlichen Zeltcamp. Das Panorama wird mit jedem Höhenmeter überwältigender. Da wir alleine unterwegs sind und fast kein Wind geht können wir die Ruhe so richtig geniesen. Wenn man ganz still ist hören wir absolut nichts. Wir bleiben so ne Stunde auf 4500 hm und machen uns dann wieder zurück zur Lodge. Der Schnee ist mitlerweile wieder weggetaut. Gegen 13:00 Uhr sind wie wieder da und werden schon erwartet. 15:00 Uhr kommen dann die 3 mit schlechten Nachrichten zurück. Oben am Pass ca. 200 hm vorm Übergang hats zu viel Schnee. Ram ist bis zur Hüfte eingesunken und hat sich beim herausziehen den Schuh aufgerissen. Ram meint das es nüscht wird mit dem Pass es liegt noch zuviel Schnee und es ist zu gefährlich. Naja dann wirds halt nüscht. Wenigstens haben wir alles versucht.
Da damit auch klar ist das unsere nächstes Ziel der Tilicho Lake mit anschließender Passüberschreitung
des Mesokanto Pass auf 5121 hm nicht machbar ist. Bleibt nur noch die klassiche Annapurnarunde
mit der Überschreitung des Thorung La Pass auf 5416 hm übrig. Der Thorung La Pass ist der meistbegangene Pass im Annaprunagebiet und aufgrund seiner Nähe zu Mustang nicht so Schneeanfällig. Und wenn Schnee liegt wird der von den vielen Trekkern breitgetrampelt so dass der Pass eigentlich fast immer begehbar ist. So, dasss heißt nune das wir morgen nache Meta absteigen und dann weiter den ganzen Weg den wir gekommen sind bis zurück nach Koto auf 2600 hm absteigen müssen. Anschließend gehen wir auf der Hauptstrecke der Annapurnaumrundung nach Chame.
Unsere Campingcrew wird uns dann in Koto verlassen. Auf der klassichen Runde gibt es genügend Lodgen so das die Zelte und der ganze Kochgrempel nicht mehr gebraucht werden. Es kommt lediglich Ram als Guide und Dawa als Porter weiter mit uns mit. Abends schneits übrigens wieder.

Tag 100 / 06.04.2011
Fakts:
Start:  9:30 Uhr in Nar 4207 hm 
Ankunft: 12:30 Uhr in Meta 3628 hm 
Zeit:  3h Trekking, 15 min Pause  
Aufstieg: 130 hm
Abstieg: 728 hm
Länge:  7,3 km 
Strecke: 100% Bergpfade 
Profil: einmal runter und hoch dann gleichmäßig runter
Wetter: bis ca. 16:00 sonning, dann Wolken
Details:
Heute ist Tag 100!!! unserer Reise. Eigentlich war heute der Pass angesagt. Das hätte mal wieder genau gepaßt, aber was soll`s. Es geht wieder denselben Weg runter den wir vor 2 Tagen hochgeochst sind. Wiedereinmal werden die müsham erklommenen Höhenmeter vernichtet. Aber es hilft nüscht. Da der Weg direkt bis nach Chame zu weit ist müssen wir einen Zwischenstopp in Meta machen. Also wirds wieder ne kurze Etappe. Frühs liegt noch nen bissel Schnee der aber gegen 11:00 Uhr weggetaut ist.
Im "Rückspiegel" sehen wir nocheinmal den Pass und Ram erklärt uns nochmal wo die Stelle war wo`s nicht weitergeht. Noch ein Blick zurück und dann gehts endgültig runter. Wir treffen eine Frau die schleppt einen 2,5 m langen Holzbalken der locker 40-50 kg wiegt den Berg hoch und weil das noch  nicht genug ist wickelt Sie noch mit ner Spindel Wolle auf. Echt Irre die Leute hier. Wir bzw. Ram spricht kurz mit der Frau. Als Ram anfängt zu lachen fragen wir neugierig was so lustig ist. Er sagt die Frau hätte gemeint Ram ist mit einem Vater und dessen Tochter  unterwegs. --> Vater??? - Tochter??? Ich seh nur Anja und mich. Langsam dämmerts ich trage ja mitlerweile einen gepflegten 13 Tage Bart. Hmmm naja. Da muss Anja wohl durch. Rasieren is hier nicht. Gegen 12:30 Uhr erreichen wir wieder Meta. Wir werden wieder in der selben Lodge einquartiert wie vor 6 Tagen. Alles beim altem. Abends gibts das letzte von unserm Koch gemachte Essen. Als Überraschung gibts wieder nen Kuchen mit Zuckerguß und Zuckerschrift mit Good Luck Aufschrift für den Thorung La Pass. Schade das die Crew morgen den letzten Tag bei uns ist. Es war immer sehr Lustig mit den Jungs und das Essen ist mind. doppelt so gut wie in den Lodgen und mind. 3 mal so viel wie in den Lodgen. Aber nicht gejammert jetzt gilts nur noch (in 6 Tagen) den Pass zu schaffen.In der Nacht muss es noch im Raum neben uns zu wilden Träumen gekommen sein.
Jedenfalls erzählt Ram das ein Einheimischer der dort schlief, zitternt aufgewacht ist und irgendwelches Zeug gebrabelt hat. Da die Frau des Mannes nicht weiter wußte gings in der Nacht noch zum Dorf-Lama. Der hat muss dann wohl mit nen paar Zaubersprüchen und ner Zermonie den Traum aus dem Mann geholt haben und er konnte wieder schlafen. Jedenfalls ham wir davon nüscht mitgekriegt und frühs schlief der Mann noch.

Tag 101 / 07.04.2011
Fakts:
Start:  7:50 Uhr in Meta 3628 hm 
Ankunft: 12:30 Uhr in Chame 2651 hm 
Zeit:  6,5h Trekking, 1 h 15 min Pause  
Aufstieg: 1560 hm
Abstieg: 2223 hm
Länge:  20,3 km 
Strecke: 95% Bergpfade (bis Koto) dann breiter Weg 
Profil: hügelig hoch und runter
Wetter: sonning, leicht bewölkt, abends regen
Details:
Heute gehts etwas früher los. Den selben weg den wir schon vor 8 Tagen hochgelaufen sind. Auf ca. der Hälfte der Strecke gibts nochmal lecker Mittag. Gekocht von unserem Koch mitten in der Wildniss. Das Wasser ist aus dem Fluss und aus den letzten Vorräten wird ein herrliches Mal zubereitet. Die Sonne guckt hervor und wir genissen nochmal das Essen weitab von irgeneiner Lodge. Nach dem Essen wird alles wieder zusammengepackt und die Porter machen sich nachdem wir noch nen bissel Trinkgeld verteilt haben auf den Weg. Wir sehen Sie hier zum letzten mal. Der Koch und Ram unser Guide gehen mit uns bis Koto. Hier verabschiedet sich auch unser Koch. Dawa unser Porter wartet in Koto auf uns.
Jetzt sind aus 10 Mann nur noch 4 Mann die weiter gehn. An der Polizeistation in Koto regelt Ram kurz die formalitäten (es muss sich gemeldet werden, das wir aus dem Nar-Phu Tal wieder raus sind und jetzt die Annapurarunde machen). Hier fragen wir interessenhalber nach wieviele Leute Richtung Thorung La Pass und Richtung Nar-Phu heute durch sind. Der Posten sagt gestern sind 152 Trekker Richtung Pass und heute schon (14:00 Uhr) 85 Trekker Richtung Pass unterwegs. In`s Nar-Phu Tal wo wir herkommen sind zur gleichen Zeit 5!!!  Trekker eingebogen. Also werden wir ab jetzt offensichtlich nicht mehr alleine unterwegs sein können. Und die Lodgen werden auch mit entsprechenden Trekkern gefühlt sein.
Naja also rauf auf die Autobahn und dem Trek hinterher. Uns bleibt nichts anderes übrig. Einen Pass wollen wir wenigsten mitnehmen wenn`s mit den geplannten schon nicht klappt. Wir laufen auf breitem Weg bis Chame. Hier in ner Lodge einquartiert. Und die erste Maßnahme DUSCHE!!!!. Wir finden auch ne lauwarme Dusche, aber egal. Nach 11 Tagen die erste Dusche da sind wir nicht wählerrisch. Die Tage vorher gabs jeden früh ne Schüssel mit warmem Wasser zum Waschen und Zähneputzen.
Ohhhh die Dusche tat gut. Anschließend nutzten wir die in Chame vorhanden Zivilisation wie Internet und Strom aus der Dose. Nachdem die Homepage gecheckt ist, die Bilder runtergeladen sind, der Akku vom Netbook wieder voll ist, verziehen wir uns in den Dining-Room. Hier gibts welch Luxus einen Bollerofen. Das Ding wird angeheizt und wir sitzten nach 10 min  kurzärmlich im Raum. Was für eine Wärme. Das sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Der Dining-Room ist mit anderen Trekkern gut gefühlt. Es sind Franzosen, Deutsche und Holländer da. Zu Essen bestellen wir uns boiled Nudles mit Ketchup. Sicher ist Sicher. Das werden wir jetzt die nächsten Tage bis über den Pass essen. Ich habe keine Lust mir auf die letzten Tage noch Montezumas Rache einzuhandeln. Dieses Erlebniss durfte ich vor 2 Jahren auf meiner Tour im Everestgebiet erleben. --> war nicht so schön, hab heute noch dicke Oberschenkel von einer Nacht auf dem Hockklo. Gegen 20:30 Uhr liegen wir im Nest. 

Tag 102 / 08.04.2011
Fakts:
Start:  8:30 Uhr in Chame 2651 hm
Ankunft: 14:00 Uhr in Lower Pisang 3215 hm 
Zeit:  5,5h Trekking, 1 h Pause  
Aufstieg: 1500 hm
Abstieg: 1145 hm
Länge:  14,7 km 
Strecke: 100 % breiter Weg 
Profil: hügelig hoch und runter mit 2 knackigen anstiegen
Wetter: sonning, leicht bewölkt, 
Details:
Es geht auf relativ breiter Piste Richtung Lower Pisang. Mit uns gehen ne ganze Menge na Trekkern. Die einen schneller die anderen langsamer. Wir lassen uns erst von den schnellem Tempo anstecken, werden aber von Ram wieder eingebremst. Ist auch besser so. Bei Dhikur Pokari machen wir ne Pause in einer Lodge und essen Mittag. Es gibt Dal Bat. Ich hatte irgenwie mal wieder hunger auf Reis.
Nach ner guten Stunde gehts gemählich Richtung Lower Pisang. Rechts von uns kommt die Annapurna 2 wieder ins Bild. Gefühlt laufen wir direkt unterhalb des Berges. Wenn wir so hochgucken könnte man denken in 2 Tagen währe der Berg machbar. Aber das täuscht gewaltig wir sind auf 3200 hm und die Annapurna 2 ist stolze 7937 hm hoch. Gegen 14:00 Uhr ereichen wir Lower Pisang. Wir machen ne kurze 15 und besuchen dann noch das Kloster in Upper Pisang. Das Kloster liegt ca. 250 hm über Lower Pisang und es führen fast nur Stufen hinauf. Oben angekommen haben wir eine herliche Sicht auf Annapurna 2, 4 und auch Annapurna 3 ist zu sehen. Nach ne guten Stunde gucken und Fotos machen gehen wir wieder zurück Richtung Lodge. Im Dorf Upper Pisang können wir noch den Leuten beim Bogenschießen zugucken. Hierfür sind gegenüberliegend in ca. 60 m Entfernung 2 1m breite und ca. 2 m hoche Holzbretter in den Boden gerammt. An den Brettern ist jeweils 1 Metallring von ca. 10 cm Durchmesser angebracht. Diesen gilt es nun aus ca. 60 m Entfernung zu treffen. Jeder hat 3 Schuß. Erst wird sich 3 Runden eingeschossen, dann wurde Geld eingesammelt, die Zielscheibe und sich selbst mit Bier beträufelt und los geht der Wettkampf. Wer trifft bekommt das eingesmmelte Geld. Nach ca. ner halben Stunde zugucken mit 0 Treffern machen wir uns dann wieder los, das Abendbrot wartet. 

Tag 103 / 09.04.2011
Fakts:
Start:  7:30 Uhr in Lower Pisang 3215 hm
Ankunft: 16:00 Uhr in Manang 3529 hm 
Zeit:  8 h Trekking, 1 h 15 min Pause  
Aufstieg: 750 hm
Abstieg: 425 hm
Länge:  19,6 km 
Strecke: bis Bhraka Bergpfad ca.85 % dann breiter Weg bis Manang 
Profil: straff hoch bis Ghyaru 3670 hm, hügelig am Hang lang, runter nach Mugie 3330 hm,
leicht hoch bis Manang
Wetter: leicht bewölkt, abends Schneefall 
Details:
Da wir nicht die Autobahn gehen wollen, machen wir uns auf den etwas längeren und  beschwerlicheren Weg über Ghyaru und Nawal relativ früh auf nach Manang. Dawal geht mit unserem Gepäck den normal Weg. Er soll zeitig in Manang ein um uns noch eine gescheite Lodge buchen zu können. Bei 150 Leuten auf dem Weg ist das oberste Prämise. Auf der ganzen Strecke oben lang sehen wir nicht mehr als 10 Trekker. Was für ein Unterschied zu gestern. Der Weg ist auch wieder schön schmal und nicht so breit wie unten auf der Autobahn. Von dem höherliegenden Weg können wir unten die vielen Trekkergruppen auf den Weg nach Manag sehen. Was für ein Glück das wir hier oben laufen. Oben in Ghyaru auf 3670 hm angekommen machen machen wir erstmal ne 15 bei einer Gompa. Ein paar einheimsiche Frauen gehen mit leisem gemurmel in einer tour um die Gompa herum. Wir lassen uns jedoch davon nicht stören und die Frauen von unserer Anwesenheit auch nicht. Weiter gehts jetzt immer am Hang lang mit Atemberaubenden Blicken auf die Annapurnakette. Leider trübt ein wenig die Wolken die sich immer mal wieder vor die Gipfel schieben. In Nawal machen wir dann Lunch. Hier wird uns nochmal klar das wir eigentlich schon vor 4 Tagen nach der geplannten Kangal Passüberschreitung hier sein sollten.
Den Pass können wir von hier nicht einsehen. Aber der Schnee liegt relativ weit unten. Nach dem Lunch gehts weiter. Das Tal ist hier relativ breit. Unten sehen wir Humde mit dem Airport (kleine Piste). Nach Mugie gehts dann relativ steil runter. Und unten ist es auch relativ warm. Der Weg zieht sich jetzt durch Nadelwälder immer parallel des Hauptweges welcher auf der anderen Flussseite verläuft lang.
Es sieht sich wie ein alter Kaugumi und der wird länger und länger. Bei Mugie vereinigen sich die Weg wieder und wir laufen bis Manang auf breiter Piste. 30 min vor Manang fängt es noch an zu schneien und wir sind froh gegen 16:00 Uhr in der Lodge einzukehren. Hier noch schnell geduscht. Anja haut sich aufs Ohr und ich geh noch ne Runde durch Manang. Im Dorf weiter hinten (bei der Post) findet wieder das übliche Bogenschießen statt. Ansonsten gibt es im 1 Dorfteil eine Lodge an der anderen. Auch ein
"Kino" gibt es. Es kommt 7 Jahre Tibet auf einem großem Fernseher. Nach den Lodgen kommt dann
das "alte" Dorf. Hier leben die Einheimischen in Ihren Steinhäußern. Ansonsten gibts nichts aufregendes zu sehen. Die "Strasse" vor den Lodge ist voll von Trekkern. Ich verzieh mich wieder in die Lodge und gegen 18:30 Uhr gehts zum Abendbrot. Der Dinig-Room ist 2-geteilt. 1 Raum hat Offen der ander nicht. Der Raum mit Ofen ist voll. Wir setzten uns mit Ram und Dawa vorne in den Raum essen und erzählen
nen bissel. Bei den anderen Gruppen oder Leute sitzten nur selten die Guids und die Porter
mit am Tisch. Uns ist das aber so lieber so kriegen wir nen bissel mehr mit vom Leben der Leute.

Tag 104 / 10.04.2011
Fakts:
Start:  8:15 Uhr in Manang 3529 hm
Ankunft: 14:00 Uhr in Ledar 4235 hm 
Zeit:  5,75 Trekking, 1 h 15 min Pause  
Aufstieg: 710 hm
Abstieg: 25 hm
Länge:  11,8 km 
Strecke: aus Manang raus 100 % Bergpfad
Wetter: leicht bewölkt, abends leichter Schneefall 
Details:
So, Dawa geht wieder vor um uns eine Zimmer zu sichern. In Ledar gibts nur 2 Lodgen. Der Weg geht aus aus Manang duch Upper Manang. Bei Ghusang auf 3900 hm machen wir ne Teepause. Wir haben Zeit. Da die Sonne scheint wird aus 1 Tee 2 Tee und so sitzen wir ne halbe Stunde rum und geniesen das Wetter und die Aussicht. Nach der Pause kommen wir vor lauter Fotografiern nicht so richtig in  Schwung. Wir halten aller 3 m an und machen Fotos. Mal mit Ziegen und Bergen, dann nur Berge, auch mal wir sind mit drauf, dann wieder ein Ziegenhirte. So geht das bis kurz vor Yak Kharka. Hier machen wir Mittag. Da das Wetter so schön ist, , können wir mit freiem Oberkörper (zumindest ich :-) )rumsitzten und die Sonne geniesen. Der Wirt von der Lodge liegt auf einem Yakfell und döst und muss erst von uns geweckt werden. Es gibt Nudeln mit Zwiebeln und Knoblauch und Ketchup aus der Flasche. Hmmmmm lecker. So gestärtk geht die letzten Meter bis nach Ledar. Ledar besteht nur aus 2 Lodgen welche für die Trekker gebaut wurden. Wir haben wieder mal bei unserem Zimmer unmittelbar ne Esse aus dem Dach gucken. Mal sehn ob die Esse heute in Betrieb geht. Nach ner kurzen 15 gehen wir noch mal zwecks Akklimatisierung 150 hm höher. Wir legen uns hier unter Beachtung der vielen Ziegenschei...e ins Gras und dösen im letzten Sonnenschein nen bissel rum. Als die Sonnen dann von den Wolken verschluckt wird, wirds richting kalt und wir gehen wieder zur Lodge zurück.  Und siehe da die Esse neben unserem Zimmer qualmt wies böse. Sieht so aus als wenn die Jungs hier nasses Holz verfeuern. Ein Blick ins Zimmer bestätigt meine befürchtungen. Es qualmt durch alle ritzten. Ich mache mich dran die Fensterritzten mit Klopapier zu verstopfen. Nach ner halben Stunde sind alle Ritzten zu und ne Rolle Klopapier zur Hälfte alle. Zum Glück wir haben 3 Rollen in Manang gekauft. Anschließend noch in der Lodge am Ofen (der Übeltäter) nen bissel aufgewärmt und anschließend Abendbrot gegessen und ins Nest. Die Esse qualmt auch nicht mehr ganz so doll. Gute Nacht.

Tag 105 / 11.04.2011
Fakts:
Start:  8:00 Uhr in Ledar 4235 hm
Ankunft: 12:00 Uhr in Highcamp 4878 hm 
Zeit:  3 Trekking, 1 h Pause  
Aufstieg: 660 hm
Abstieg: ??? hm
Länge:  6,7 km 
Strecke: 100 % Bergpfad, erst hoch und runter, nach Thorung Phedi 400 hm Aufschwung 
Wetter: leicht bewölkt, 
Details:
Heute gehts auf den bisher höchsten Punkt unseer Reise. Doch vorher heißt es bis nach Thorung Phedi zu kommen. Das stellt bis auf die Stelle wo der Pfad Steinschlaggefähret ist auch kein Problem dar. Ram erzählt das hier mal vorn paar Jahren eine Frau von einem Stein erschlagen wurde. Schilder mit -Landslide- warnen hier vor Steinschlag. Oberhalb des Wegabschnittes weiden manchmal Ziegen und die lösen dann die Steinschläge aus. Also vorsicht und Kopf hoch nach Ziegen gucken und die Stelle so schnell wies geht passieren. Es zieht sich dann ca. ne halbe Stunde. In Thorung Phedi angekommen erstmal ne Teepause gemacht. Als wir so noch unseren Tee schlürfen kommt af einmal Dawa um die Ecke. Ich dachte der ist im Highcamp Zimmer buchen. Es wird uns aber schnell klar das Dawa schon oben war und  nen Zimmer gebucht hat. Offensichtlich war ihm oben langweilig und er ist nochmal den letzten Anstieg runtergekommen (immerhin ca. 400 hm). Noch nen Tee und wir machen uns auf zum letzten Aufschwung zum Highcamp. Es sind nochmal ca. 400 hm am Stück zu absolvieren. Dawa hat sich ohne viel fragerei gleich Anjas Rucksack geschnappt und marschiert los. Es heißt Rytmus finden und langsam den Berg hochgehen. Es geht dann besser als gedacht. Schon nach ca. 50 min stehen wir oben. Uns fehlt zwar bissel die Luft aber sonst ist alles i.O. Dawa hat den ganzen Weg hoch mit Ram erzählt und sich über irgendwas lustig gemacht. Wir fragen uns wann er mal luft holt. Wir können nur kurze Sätze sagen und sind dann gleich immer wieder ausser Atem. Aber Dawa erzählt und lacht, als wenn er am Strand spazieren geht. Gegen 12:00 Uhr sind wir dann auch oben und können auch gleich unser Zimmer beziehen. Wir machen in der recht großen Lodge erstmal ausgiebig Mittag. Es gibt natürlich wieder Nudeln. Nach dem Mittag gehen wir nochmal 50 hm eine  Hügel hoch. Oben fällt die Felswand nach Thorung Phedi fast senkrecht ab und es bieten sich luftige Ausblick auf die umliegenden Berge. Wir bauen noch nen Steinmännel und machen uns nach ner halben Stunde wieder runter.
Es zieht sich zu. Nachmittags bestellen wir uns nochmal Apple-Pie in der Lodge und Tee krabbeln vorm
Abendessen nochmal in die Schlafsäcke. Abendessen ist dann gegen 18:00 Uhr. 19:00 Uhr liegen wir im Nest. Es geht morgen früh los. Bis hierher keine Anzeichen von Höhenproblemen bei uns. Keine Kopfschmerzen, der Appetit ist da also alles roger für die morgige Passüberschreitung.

Tag 106 / 12.04.2011
Fakts:
Start:  5:45 Uhr in Highcamp 4878 hm
Ankunft: 13:30 Uhr in Muktinath 3760 hm 
Zeit:  6,25 h Trekking, 1,5 h Pause  
Aufstieg: 540 hm
Abstieg: 1740 hm
Länge:  13,7 km 
Strecke: 100 % Bergpfad, erst hoch zum Pass dann steil runter nach Muktinath
Wetter: leicht bewölkt, 
Details:
Heute gehts übern Pass. Die Nacht irgendwie kein Auge zu gemacht. Ob das an der Höhe liegt oder den Liter Schwarztee den wir am abend getrunken haben weiß ich nicht. Der Wecker klingelt 4:30 Uhr und erlößt mich von dem Dämmerzustand. Gegen 5:00 Uhr gibts noch nen kleines Frühstück und 3 Tassen Tee dann gehts 5:45 Uhr los. Im Haupteingang der Lodge sitzt ne Dame in kompletter roter Daunenmontour wie`n schluck Wasser rum. Von den Klamotten her könnste denken se will auf den Everest, aber die schlaffe Haltung sagt was anderes. Raus aus der Lodge und ab Richtung Pass. 
Die aufgehende Sonnen taucht den Himmel in einrötliches Licht. Heißt das nicht "Morgenrot schlecht Wetter droht". Hmmmmmm nichst wie weg mit den Gedanken und rauf auf die Piste. Der Weg beginnt an einem abschüssigen Schneehang. Also Augen auf, jeder Schritt sollte sitzten. Neuschnee hats zum Glück keinen. Das Wetter ist so naja, komische Wolken ziehen weit oben. Nach den Erfahrungen der vorangegangen Tage verheißen diese zumindest keinen dauerhaften Sonnenschein. Nach 2 Kurven sehen wir die Dame in Rot wie Sie auf nen Muli von Ihrem Guide gehieft wird. Der Gaul geht einmal durch und wir machen schnell das wir weiter kommen. Aus der Entfernung sehen wir dann zu wie es der Dame dann gelingt auf das Muli zu steigen. Nach 5 Minuten werden wir dann vom Muli mit nem rotem Michelinmänchen überholt. Guten Ritt wünschen wir noch und weg sind se. Wir versuchen gleichmäßig in tritt zu kommen und laufen weiter. Kopf runter und ein Fuß vor den anderen. Der Atem geht mit jedem Höhenmeter den wir hinter uns lassen schwerer und tiefer. Schritt für Schritt. Wir setzten uns Zielpunkte bis zu welchem Punkt wir ohne Pausen laufen wollen. Das klappt ganz gut. Nach einer solchen Pause geht das loslaufen die ersten 10 m gut, dann wenn der Sauerstoff knapp wird werden die Beine schwer wie Blei und man möchte wieder stehenbleiben. Jetzt heißt es über diesen Punkt noch 50 m langsam weiterlaufen und dann kommen wir bzw.  ich in einen gleichmäßigen Rytmus bei dem wir fast durchlaufen können. Aber das ist nicht Sinn der der Sache, Fotos wollen auch gemacht werden und
das nicht zu knapp. Das Wetter spielt mit und wir können im Sonnenschein der aufgehenden Sonne laufen. Ein Problem gibts dann doch noch. Wir Ochsen hatten den Tee in der Trinkblase vom vorangegangen Tag aus den aussenliegenden Schlauch nicht in die Blase gepustet. Das Ergebniss der ganze Schlauch ist schön eingefroren. Trinken ist somit nicht möglich. Zum Glück wir haben früh 3 Tassen getrunken. Die Höhenmeter purzeln nur so dahin, noch 150 hm, noch 100 hm, noch 50 hm,
noch 10 hm und dann sehen wir die vielen Gebetsfahnen vom Pass auf 5416 hm. Nach 2,5 h stehen wir oben, geschafft. Es ist erst 8:15 Uhr. Wir klatschen uns ab und gratulieren zur problemlosen
Passbesteigung. Es folgen die üblichen Fotos. Es sind schon einige Leute da und viele kommen noch hochgeschnauft. Nach ca. 30 min wirds dann doch kalt und wir machen uns langsam an den Abstieg. Wir haben noch 1700 hm Abstieg vor uns. Also Sport frei. Auf ca. 4900 hm wird`s wieder wärmer und wir müssen uns den Unterhemnden und Unterhosen entledigen. Auch die Daunenweste wandert in den Rucksack. Ein Blick zurück verät uns das es oben am Pass schneit. Zum Glück sind wir fast unten und
müssen nicht durch Schnee und Wind übern Pass marschieren. Nach weiteren 700 hm Abstieg machen wir gegen 11:00 Uhr Rast in einer Lodge. Es gibt Tee und nen Omlet und Momos. Hier scheint die Sonne ordenlich, so dass wir kurzärmlig rumsitzten und unsere Füße nen bissel Entspannung gönnen.
Der Weg runter ist ordenlich Steil und zieht sich. Nach ner Stunde Pause gehen wir weiter. Das Gelände ist nicht mehr so Steil. Noch ne gute Stunde ist es bis Muktinath. Wir erreichen Muktinath so gegen 13:30 Uhr. Es ist hier auf der dieser Passseite wesentlich trockener. Es wachsen hier keine Bäume. Es regiert der blanke Fels, Stein und Staub. Einzig ein paar grüne Flecken von Terassenfeldern bringen ein paar Farbklekse ins grau. Hier gibt es am Ortseingang eine relativ große Tempelanlage welche wir uns morgen anschauen wollen. Heute ist nur noch Füße hoch und Lodge angesagt. Wir gehen durchs Dorf. Was auffällt es wird überall gebaut und wir sehen und hören nach 18 Tagen wieder Autos. Das tut richtig weh im Ohr. Wir gehen an den Souvenierständen welche sich rechts und links der Strasse aneinander reihen vorbei. In der Lodge wird erstmal ne Dusche genommen. Dann setzten wir uns auf die Dachterasse der Lodge bestellen uns Tee und Apple-Pie und spielen Schiffe versenken. Als die Sonne untergeht gucken wir auf der suche nach einem Telefon nochmal durchs Dorf. Dann gehts zum Abendbrot u

Tourengänger: ricom

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