Dufourspitze


Published by 3614adrian , 22 April 2011, 11h04.

Region: World » Switzerland » Valais » Oberwallis
Date of the hike:17 April 2011
Mountaineering grading: AD
Ski grading: PD+
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 1 days
Height gain: 1740 m 5707 ft.
Maps:1348

Endlich hat es mit der Besteigung der Dufourspitze geklappt. Wetter und Verhältnisse waren auf unserer Seite, nur kalt war es. Die Schneeverhältnisse oberhalb der neuen Monte Rosa-Hütte sind gut. Unterhalb herrscht Schneemangel. Als Zustieg kommt Gornergrat (Rotenboden) oder Schwärzegletscher in Frage. Die Abfahrt ist nur noch über Rotenboden zu empfehlen. Die Silbersattelroute ist vereist und teils ausgeapert, dank den Fixseilen aber gut machbar.

Neue Monte Rosa-Hütte
Von der Gornergratbahn (Rotenboden) mit Skiern leicht abfahrend auf den Sommerweg. Dann alles aper bis etwas oberhalb der Leitern auf den Gletscher runter. Hier nochmals mit den Skiern bis zu den neuen Leitern, über diese auf den Gletscher runter. Auf dem Gletscher hat es nicht mehr viel Schnee. Der Weg zur Hütte ist mit Stangen markiert. Die neue Monte Rosa-Hütte ist eindrücklich und komfortabel, die Bewartung ist sehr gut.

Dufourspitze
Wir sind eine grosse Gruppe à drei Seilschaften. Das offizielle Ziel ist das Nordend. Ich kann meine Gruppe aber für die Dufourspitze motivieren, schliesslich darf es auch hie und da ein Prestige-Berg sein...
Von der Hütte geht es entlang der Sommerroute ohne Probleme zum Silbersattel. Kurz unterhalb des Silbersattels gibt es einen Gletscherspalt, der zu Fuss überwunden werden muss. In der Abfahrt kann er links haltend mit Skiern befahren werden. Vom Silbersattel über das Couloir, welches stark vereist und teilweise ausgeapert ist auf den Grat und von da in wenigen Schritten über leichte Felsen auf den Gipfel.
Die kalten Temperaturen machten uns allen etwas zu schaffen, so sind die Pausen unangenehm und man trinkt und isst schnell zu wenig. Zusammen mit meiner Akklimatisation auf Zürichseeniveau wirkte sich dies kurz unterhalb des Silbersattels negativ auf meinen Körper aus. Auf ein Schlag war des Saft raus, so waren die letzten Höhenmeter eine Lehrstunde für mich, das Ziel wurde nur noch durch meinen Ehrgeiz erreicht. Wenigstens sollte mir dies als Akklimatisation für das anstehende Aletschhorn etwas bringen...
Im Couloir kommen viele Bergsteiger nur sehr langsam voran, dies ergibt schnell Stau, das kreuzen ist teilweise mühsam. Wer weniger Prestige, dafür mehr Ruhe haben will, wählt das Nordend. Oder wie meine beiden Seilpartner, sie hängen das Nordend noch schnell an. An das war für mich in diesem Zustand leider nicht zu denken.

Gleichentags geht es noch via Rotenboden zurück nach Zermatt. Vier von uns fahren nach Blatten-Naters, wo wir im Hotel übernachten. Am nächsten Tag geht es in die Oberaletschhütten.

Fazit
Bereits der Besuch der neuen Monte Rosa Hütte lohnt sich. Abends toller Sonnenuntergang hinter dem Matterhorn. Oberhalb der Hütte immer noch super Verhältnisse. Leider für die Abfahrt nach Zermatt nicht mehr gut, so dass im Abstieg noch der Gegenanstieg zur Gornergratbahn gemeistert werden muss. Die Silbersattelroute scheint nun auch im Winter die Route der Wahl zu sein. Dies ermöglicht auch eine Besteigung des Nordend und der Dufourspitze in einer Tour, wofür mir leider die Kraft fehlte. Dafür kann schnell ein Gedränge im Couloir entstehen, will man nur die Dufourspitze besteigen, wäre sicherlich auch eine Alternative.
Dass man so einen Berg besser akklimatisiert besteigt, wäre ja eigentlich selbstverständlich. Doch in Reallität sieht es manchmal anders aus.

Hike partners: 3614adrian

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