Aletschhorn 4193m - Überschreitung


Publiziert von Bombo , 15. April 2011 um 01:11.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 8 April 2011
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: ZS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   CH-BE 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 2790 m
Abstieg: 4470 m
Strecke:Jungfraujoch - Grosser Aletschgletscher - Konkordiaplatz - Mittelaletschgletscher - Mittelaletschbiwak - Aletschjoch - Aletschhorn - SW-Rippe - Oberaletschgletscher - Oberaletschhütten - Beichpass - Fafleralp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Interlaken Ost - Lauterbrunnen - Kleine Scheidegg - Jungfraujoch
Zufahrt zum Ankunftspunkt:von Fafleralp mit Shuttlebus nach Blatten, mit Postauto nach Goppenstein, mit Zug via Umsteigen in Spiez nach Interlaken Ost.
Unterkunftmöglichkeiten:Mittelaletschbiwak SAC, Oberaletschhütten SAC
Kartennummer:LK 1:50'000, Bl 264 S "Jungfrau"

Aletschhorn 4193m - ein Traum wurde wahr


Das Aletschhorn - bekannt als kältester Berg der Schweiz - gehört wohl zu den Hoch- oder Skihochtouren, wo schon manch einer kehrt machen musste. Sei es wegen klirrender Kälte, wegen Schneeverwehungen, wegen Blankeis oder ganz einfach, weil die Kondition oder Akklimatisation noch nicht gepasst hat. Wer aber die Ehre hat, auf diesem magischen Berg zuoberst zu stehen, der wird mit einem Erlebnis belohnt, welches so schnell ganz bestimmt nicht mehr vergessen geht. Dies will jedoch verdient sein, denn schenken tut dieser Berg einem gar nichts.

Während die meisten (Ski-)Hochtourer den Gipfel von den Oberaletschhütten via SW-Rippe erklimmen, wählten wir die Überschreitungsvariante vom Mittelaletschbiwak aus. Doch alleine schon diese Hüttenzustiegstour hat's in sich, vorallem bei den aktuell knappen Schneeverhältnissen und der schnell fortschreitenden Tageserwärmung. Die Spaltenrettungsmassnahmen sollten sitzen und eine Dreier-Seilschaft ist sicher nicht fehl am Platz.


8. April 2011, Tag 1

Mit den öffentlichen Verkehrsmittel reisen wir von Interlaken Ost aus via Lauterbrunnen und Kleine Scheidegg zum Jungfraujoch 3454m, wo uns nicht nur schönstes Wetter, sondern auch bereits eine ziemliche Wärme erwartet. Um 10.15 Uhr steigen wir in die Skibindung und fahren hinunter über den Jungfraufirn zum Konkordiaplatz und dort gleich weiter südwärts entlang dem Grossen Aletschgletscher. Wir wählen die westliche Gletscherseite, welche uns dann aber schon bald - bedingt durch die geringe Schneemenge - in eine tückische Spaltenzone bringt. Je weiter wir abfahren (und mangels Gefälle wir immer langsamer vorwärts kommen), desto mehr und öfters dehnt sich die Schneedecke unter unseren Skis und dann ist es auch schon passiert: es kracht und meine Beine samt Ski an den Füssen baumeln über der dunklen, gähnenden Leere. Zwar ist das Einsturzloch nur klein und ich kann dank gespannter Seilhilfe meiner Tourenkameraden die Gefahrenstelle gut verlassen, der Blick hinunter lässt jedoch jegliches Blut in den Adern gefrieren. Da wir aber nun mitten drin sind und es nur noch ein Vorwärtskommen gibt, folgen wir erneut den Spuren des Vortages und es dauert nicht lange, wo erneut die Schneedecke unter meinen Skis einbricht. Auch hier kann ich mich als "Seilmittiger" nur dank der Hilfe meiner Kameraden wieder aus der mieslichen Lage befreien - man kann sich vermutlich gut vorstellen, wie phyisch und psychisch am Ende man ist, wenn mal gleich zwei Mal mit diesem Erlebnis konfrontiert wird und man leider noch immer nicht am Ende der Spaltenzone ist. Einige motivierende Worte und "tausende" Liter von Schweisstropfen später erreichen wir aber dann doch den schneefreien Südostfuss des Olmenhorns, wo man nun nach Nordwesten zum Mittelaletschgletscher abbiegt.

Die warmen Temperaturen aus den Vortagen sowie die unterdurchschnittliche Schneemenge in diesem Jahr führen dazu, dass wir über eine längere Zeit die Skis tragen müssen und erst eingangs Mittelaletschgletscher diese wieder anschnallen können. Nun heisst es vorallem, mittig auf dem Gletscher aufzusteigen, denn anfänglich von links und später dann von rechts lösen sich Schneebretter sowie Steinschläge, welche nicht selten bis zum Gletscher hinunter reichen. Bald schon sieht man das Biwak und wer nun glaubt, in wenigen Minuten das Ziel erreicht zu haben, der täuscht sich vermutlich genauso wie wir, denn gerade die letzten steilen Aufstiegsmeter unterhalb der Serac-Zone nehmen nochmals viel Zeit und Energie in Anspruch. Entsprechend gross ist die Erleichterung und Freude, das "rettende" Mittelaletschbiwak 3013m erreicht zu haben und dank kameradschaftlicher Unterstützung einer weiteren bereits anwesenden Seilschaft brauchen wir nicht einmal selbst Schnee zum Schmelzen zu holen.

Ausruhen, schneeschmelzen, wasserkochen und abendessen und bald schon liegen wir in unseren  Schlafsäcken, welche heute aufgrund der warmen Temperaturen und folgedessen in der mässig kalten Hütte nicht notwendig gewesen wären.


9. April 2011, Tag 2

04.15 Uhr, der Wecker klingelt. Kur vor 05.00 Uhr verlassen wir die noch schlafende zweite Seilschaft (welche heute via Mittelaletschgletscher nach Hause fährt) und steigen steil und schweissfordernd zum Aletschjoch 3614m auf. Wichtig ist, dass man bei der grossen Felsinsel zwischen Biwak und Aletschjoch nicht zu hoch steigt sondern wirklich den tiefsten Punkt von dieser anpeilt. Sonst heisst es steil und nicht ungefährlich wieder absteigen, was zusätzliche mühsame Zeit kostet. Für den Aufstieg zum Aletschjoch müssen die Spitzkehren beherrscht werden, ansonsten kann's auch hier dann schnell einmal brenzlig werden. Am Grat angekommen - es ist beinahe windstill und der Tag erwacht in seiner schönsten Form - tauschen wir die Skis gegen die Steigeisen aus und folgen den guten Vortagesspuren über den schmalen, ausgesetzten Grat Richtung Vorgipfel.

Wir entscheiden uns, für die Strecke vom Gratende bis zum Aufstieg zum Vorgipfel weiterhin zu Fuss zu gehen - im Nachhinein wäre es vermutlich schneller und angenehmer gewesen, diese Etappe wie in der Führerliteratur erwähnt mit den Skis zu bewältigen. Gerade diese sehr kurze Strecke verlangt einem dann nochmals einiges ab, während die Uhr unaufhörlich weiter tickt. 

Der Vorgipfel präsentiert sich aktuell so, wie wir diesen schon am Vortag vom Konkordiaplatz aus beobachtet haben: Bis zum Bergschrund guter Trittschnee und dann bis zum Grat hoch Blankeis pur. Wir richten mit 2 Eisschrauben einen Stand ein - spätestens jetzt schnellt der Puls nochmals in die Höhe und als dann unser Vorsteiger beim ersten Versuch das Blankeis zu bezwingen beinahe eine Seillänge in die rettende Eisschraube fällt, liegen unsere Nerven auch fast schon blank (deshalb wohl "Blankeis"...). Beim zweiten Versuch klappt's jedoch und Joerg sichert uns nun vom Grat oben ebenfalls mit 2 Eisschrauben. Weil beim Sturz die Ski-Schlaufen am Rucksack rissen, müssen Schlumpf und ich am Seilende auch noch Joerg's Skis mithochziehen, was angesichts der heiklen Kletterei (und des enorm harten Eises) alles andere als ein leichtes Unterfangen ist. Angekommen beim Grat wenig unterhalb des Vorgipfels sind wir einfach nur froh, dass nicht mehr passiert ist und wir den Aufstieg fortsetzen können.

Wir erreichen nun den felsigen Nordwestgrat, welcher zwar ausgesetzt, jedoch mit guten Tritten und Griffen versehen ist. Auch kann hier das Seil bestens um Zacken gelegt werden, sodass die Gemüter wieder ein wenig beruhigt werden können. Die letzten Meter führen nochmals über Schnee und schon taucht das erlösende Gipfelkreuz des Aletschhorn 4193m auf, welches wir uns schon seit Stunden gewünscht haben. Nach all diesen Strapazen stehen wir endlich da, wo wir schon seit längerer Zeit stehen wollten - es herrscht Traumwetter, es ist windstill - ja, das Wort phänomenal gibt mindestens ein kleiner Teil von dem her, was wir fühlen und erleben. Den Gipfel geniessen wir für uns ganz alleine - eine 3er-Seilschaft von den Oberaletschhütten herkommend hat diesen längst schon wieder verlassen und zwei 2er-Seilschaften auf dem Weg zum Mittelaletschbiwak kreuzten wir auf dem Nordwestgrat. Heute liegt uns die Welt definitiv zu Füssen - auch wenn wir zeitweise eher dieser Welt zu Füssen lagen als umgekehrt... Wir sind uns einig, dass jeder von uns heute mehr als nur einmal Bedenken hatte, ob wir den Gipfel je überhaupt erreichen werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Fast eine Stunde geniessen wir die fantastische Aussicht, bevor wir uns an den Abstieg via Südwest-Rippe mit geschulterten Skis machen. Wegen den von der Sonne vollends aufgeweichten steilen Schneefelder benützen wir die zahlreichen in regelmässigen Abständen gesetzten Sicherungsstangen. Das kostet zwar immens Zeit und Energie, hinterlässt jedoch ein sicheres Gefühl. Irgendwann sieht man im ersten Moment keine Sicherungsstangen mehr, dafür aber wenige Meter weiter unten zur rechten Hand ein Abseilring. Hier folgt nun ein steiles, felsiges Couloir, welches direkt in eine weitere steile Schneeflanke führt - was wir aber erst im Nachhinein gesehen haben leider ohne Sicherungsstangen. Erst später, wo wir die heikle Flanke zu Fuss abgestiegen sind, sehen wir, dass es tatsächlich in Abstiegsrichtung links weitere Sicherungsstangen gehabt hätte, deshalb hier nochmals der Hinweis: Sieht man diesen Abseilring und gleich darunter das Couloir (und möchte man sich an den Stangen sichern), so muss man zwingend links absteigen (wenig oberhalb des Abseilringes). Beide Varianten vereinen sich am Schluss wieder, wo man dann auch die Möglichkeit hätte, die Skis anzuschnallen und infolge der Tageserwärmung die folgende heikle Flanke abzufahren. 

Es folgen nun noch die letzen einfachen Meter auf dem felsigen Ausläufer der SW-Rippe, bevor man endlich und definitiv die Skis wieder anziehen kann. Die nun folgende Abfahrt ist heuer infolge der hohen Temperaturen alles andere als ein Genuss - immer wieder bricht man vollständig durch die schwere Nass-Schneedecke ein - nach ca. 12 Stunden Bergsteigerei nicht gerade das, was man sich wünscht. Die Spaltenzonen können jedoch gut umfahren werden, einzig eine kurze Abfahrt durch ein breites Couloir unterhalb eines mächtigen Eisabbruches mahnt zur grossen Vorsicht. Wir fahren nun auf den Oberaletschgletscher ab und erreichen - wir glauben es kaum - nach 13 Stunden das Skidepot unterhalb den Oberaletschhütten. Was in der Hütte nicht gebraucht wird, lassen wir hier und kämpfen uns erneut zu Fuss durch die total aufgeweichte Schneedecke, welche mehr als nur einmal uns bis zum Oberkörper einbrechen lässt.

Wir sind dermassen am Ende, dass wir für die 150 Höhenmeter, welche fast ausnahmslos über Treppenstufen und Leitern führen, geschlagene 30 Minuten benötigen. Es ist kurz nach 18.30 Uhr, 13 1/2 Stunden nach unserem Start im Mittelaletschbiwak, wo wir die Oberaletschhütten 2640m erreichen und von der sympathischen und hilfsbereiten Hüttencrew empfangen werden. Eine so grosse Erleichterung wie soeben gerade habe ich wohl nur selten im Leben erlebt. Überraschenderweise ist auch Sputnik hier zu Gast, welcher heute Nacht zur gemeinsamen Tour mit Eugen aufbricht.

Das Abendessen ist ausgezeichnet, die Hüttenzimmer gut ausgebucht. Irgendwann um 02.00 Uhr klingeln wieder die Wecker der Aletsch- und Breithorn-Aspiranten und wir geniessen es förmlich, dass wir bis um 05.15 Uhr "ausschlafen" dürfen.


10. April 2011, Tag 3

Um 06.00 Uhr verabschieden wir uns von den Hütten, steigen auf dem vereisten "Hütten-Klettersteig" - gesichert mit Bandschlinge und Karabiner - zum Skidepot hinunter und nehmen die letzte Etappe unter die Skis. Auf dem sanft ansteigendem Beichgletscher passieren wir das Südende des Torberges und erreichen bereits schon wieder im wolkenlosen Sonnenlicht die steile Aufstiegsrampe auf ca. 2750m, welche den schnellsten Weg Richtung Beichpass vermittelt. Die Skis erneut an den Rucksack, dieses Mal jedoch ohne Steigeisen dafür aber wieder mit Pickel und einem Skistock, und hoch geht's. Oberhalb davon lässt's sich prima pausieren - die Sonne scheint, die Stimmung ist gut.

Eine knappe Stunde später exakt um 10.00 Uhr erreichen wir den Beichpass 3128m, welcher uns nochmals 2 Hürden in den Weg stellt: Einerseits ist der Schnee bereits schon wieder dermassen weich und ohne Unterlage, sodass die letzten Aufstiegsmeter zur Markierungsstange hoch nur noch mit den Skis in den Händen - quasi als Pickel - klappen und dann folgt andererseits noch der steile Fussabstieg - am besten mit Steigeisen - runter zum Dischlig Gletscher, bei welchem man sogar noch eine kurze, etwas ausgesetzte Felsstufe abklettern muss. Endlich können wir nun aber wieder die Skis anschnallen und über die anfänglich sehr steile Gletscherrampe fahren. Später dann, wieder im sonnigen Teil angelangt, geniessen wir für einen kurzen Moment perfekte Sulzbedingungen und erreichen den Grundsee, welcher das ungefähre Ende der diesjährigen Skiabfahrt darstellt. Noch 10 Minuten Fussmarsch und schon stehen wir kurz vor der Fafleralp bei Gletscherstafel 1771m beim grossen Parkplatz, wo dank des gewichenen Schnees ein Shuttle-Bus für CHF 8.00 pro Person die Leute alle 30 Minuten nach Blatten 1540m fährt, wo auch wir das Postauto nach Goppenstein nehmen. Wer gut und währschaft einkehren und essen möchte, dem sei das Restaurant auf der gegenüberliegenden Seite das Bahnhof Goppenstein empfohlen - grosse Portionen, preiswert, sehr sympathisch und freundlich.


Fazit:

Ich bin sehr stolz auf diese Tour. Das habe ich so noch nie geschrieben, aber jetzt im Nachhinein, nach all dem Erlebten und Gefühltem, empfinde ich dieses Gefühl. Das Aletschhorn muss man sich wie eingangs im Bericht erwähnt regelrecht verdienen. Es wird einem kein Meter geschenkt - vermutlich auch im Sommer nicht. Wer ein tolles, alpinistisches und anspruchvolles Ski- und Felsabenteuer erleben möchte, dem sei unsere Überschreitungsvariante empfohlen. Mit dem heutigen Wissen würde ich jedoch die Tour nicht mehr "spät" vom Jungfraujoch her starten, sondern mittels einer Übernachtung in der (von mir gehassten) Mönchsjochhütte sehr früh von dort aus angehen. Gerade aktuell bei den schneearmen Bedingungen wird man bitter für einen zu späten Start büssen. Die Blankeis-Kletterei am Vorgipfel des Aletschhorn dürfte momentan die Schlüsselstelle der Tour sein - hier braucht der Vorsteiger einiges an alpinistischer Erfahrung.


Info zum Mittelaletschbiwak SAC:

Das Biwak ist eine Selbstversorgerhütte ohne Strom, ohne Wasser, ohne Heizkörper sowie ohne Vorräte. Irreführende Aussagen über die Einrichtung im Biwak machen die Vorbereitung nicht einfacher, weshalb ich hier nun Klartext sprechen möchte: Für die Essenszubereitung muss der Kocher selbst mitgenommen werden, es empfiehlt sich auch Geschirr mitzunehmen, obwohl dieses in sehr kleinem Umfang zwar vorhanden ist, bei mehreren Besuchern jedoch schnell einmal besetzt ist. Es stehen ca. 4 hochwandige Pfannen zur Verfügung, welche sich bestens zum Schneeschmelzen, Wasser- und Teigwarenkochen eignen. Kerzen (Teelichter) sollten ebenfalls mitgenommen werden, auch wenn aktuell einige Exemplare vorhanden sind. 13 Betten stehen zur Verfügung, Wolldecken sind vorhanden. Desweiteren gibt es noch 3 oder 4 weitere Matrazzen, welche notfalls auf den Boden gelegt werden könnten. Wir hatten die eigenen Schlafsäcke dabei, was bei kälteren Temperaturen sicherlich empfehlenswert ist. Bei unserem Besuch jedoch hätten die Wolldecken längstens gereicht. Hüttenschuhe gibt's auch keine, wer gerne die Füsse entspannen möchte, muss selbst für dafür schauen. Dass der Abfall wieder zu Tale mitgenommen wird, sollte selbstverständlich sein, leider aber zeigen die zahlreichen leeren Gaskartuschen, dass diesem Punkt nur wenig Beachtung geschenkt wird. Und zu guter letzt ist es mehr als beschämend, wenn man als Biwakbesucher nicht einmal bereit ist, die minimale Übernachtunspauschale von CHF 10.00 pro Nacht / Person zu bezahlen.


Material:

- komplette Gletscherausrüstung
- Pickel / Steigeisen
- 50m Einfachseil
- genügend Eisschrauben (5 bis 6 --> je 2 an den beiden Ständen plus 2 für Zwischensicherungen)
- Schlingen für Stände
- Expresse werden nicht benötigt
- bei kalten Temperaturen Schlafsack
- Proviant, Kocher (Schneeschmelzen) und evtl. Hüttenfinken für's Biwak


Für mich ging mit dem Aletschhorn ein weiterer Traum in Erfüllung. Dies jedoch nur, weil ich mit meinen beiden Seilpartnern Joerg und Schlumpf tolle Vor- und Nachsteiger hatte, welche nicht nur zum Gelingen dieser Tour beigetragen haben, sondern auch verhinderten, dass ich bei den Spaltenstürzen nicht tiefer gefallen bin und so Unglücke verhindert werden konnten. Dafür, aber auch für die gesamten 3 Tage, ein herzliches Dankeschön!


SLF: "Gering"




Route Nr. 61a, 453e, 453a, 442a, 442c - SAC Skitouren Berner Alpen Ost
Route Nr. 56, 331, 331a, 328, 328a - SAC Die schönsten Skitouren der Schweiz



Tourengänger: Schlumpf, joerg, Bombo

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Kommentare (16)


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alpstein Pro hat gesagt: Spannende Morgenlektüre
Gesendet am 15. April 2011 um 06:49
Hallo Bombo

Du und Deine Mitstreiter haben allen Grund auf diese Leistung stolz zu sein. Gut, dass die Spaltenstürze glimpflich abgegangen sind. Da kriegt man schon beim Lesen Gänsehaut.

Beste Grüße
Hanspeter

TomClancy hat gesagt: Mann, oh Mann!
Gesendet am 15. April 2011 um 07:34
Hallo Bombo, da hab ich beim Lesen ganz schön mitgefiebert und mich in meinen sicheren 2.Klass-SBB-Sitz geklammert :-)

Zum Glück ist alles gut ausgegangen! Von dieser Tour kannst Du in 50 Jahren noch Deinen Urenkeln erzählen! Danke für's Mit(teilen).

En schöne Tag!

TC

alpinos hat gesagt: Gratulation!
Gesendet am 15. April 2011 um 07:58
Moin Dominik!

Herzlichen Glückwunsch euch dreien zu dieser grandiosen alpinistischen Leistung! Was für ein Erlebnis! Ja, ihr könnt wirklich stolz auf euch sein, diese Tour - trotz der Zwischenfälle - erfolgreich durchgeführt zu haben.

Viele Grüße,
A&R.

xaendi hat gesagt: Gratulation!
Gesendet am 15. April 2011 um 08:04
What is hard to endure is sweet to remember!

Herzliche Gratulation zu eurer grossen Tour - die wird dir/euch bestimmt noch sehr lange in Erinnerung bleiben!

Grüsse
xaendi

ADI hat gesagt:
Gesendet am 15. April 2011 um 08:18
Alles gut gegangen!
Da kann man nur gratulieren!

Schöne Bilder, Dankeschön!

VLG, ADI

Aendu hat gesagt: Gute Schutzengel
Gesendet am 15. April 2011 um 10:31
Interessanter Bericht und Gratulation zum Aletschhorn. Aber ein Vorstiegssturz im Eis (eine Seillänge?) endet nicht selten im Helikopter...zum Glück gibt es noch aktive Schutzengel!

Gruss, Aendu

Sherpa hat gesagt: Gratulation!
Gesendet am 15. April 2011 um 15:00
Herzliche Gratulation zu den tollen Touren. Ganz spannender Bericht mit tollen Bildern.

Gruss Sherpa

skiboy1969 hat gesagt:
Gesendet am 15. April 2011 um 16:15
Congratulation guys!!
stunning tour!!!
Marco

Alpenorni Pro hat gesagt:
Gesendet am 15. April 2011 um 16:29
In 6 Monaten von K1 auf ZS ! ;-)
Gratulation zu diesem Abenteuer !
Martin

Jackthepot hat gesagt: Gratulation.
Gesendet am 15. April 2011 um 18:08
Hallo Bombo,
ich kann mich den vorangegangenen Lobreden nur anschließen. Deine "Spaltensturz"-Raten solltest du aber besser noch optimieren. Ich freue mich auf weitere, derartig tolle Tourenberichte.

LG Harald

Alpin_Rise hat gesagt: Gratulation zum Aletsch!
Gesendet am 15. April 2011 um 19:02
Ja, das Aletschhorn hat schon manchem zugesetzt...! Da hattet ihr wirklich Glück, den Gipfel bei diesen Verhältnissen zu erreichen.
Bei unserem Versuch im Sommer hatten wirs wohl etwas leichter ;-)
G, Rise

Bombo hat gesagt:
Gesendet am 15. April 2011 um 21:28
Liebe Hikr's

Herzlichen Dank Euch allen für die Rückmeldungen. Das mit den Spalten war ja eigentlich wirklich nur "halb so wild" - auch wenn's in diesem Moment überhaupt nicht hätte sein müssen. Es zeigt einfach umso mehr, dass man in dieser Jahreszeit der Tageserwärmung grosse Beachtung schenken sollte.

Mit der Bildqualität der von mir geschossenen Fotos mit dem neuen Fotoapparat bin ich noch nicht wirklich zufrieden, hoffe deshalb, dass ich für die künftigen Touren noch Verbesserungen anstreben kann (vermutlich Auswahl eines anderen Modus).

Euch allen einen tollen Frühling und weiterhin unvergessliche Touren!

Bombo

Fenek hat gesagt:
Gesendet am 16. April 2011 um 09:47
Ein wahrlich tolles Abenteuer! Herzliche Gratulation Domi zu diesem grossen Berg!!

LG vom Fuchs

Felix Pro hat gesagt: auch meinerseits:
Gesendet am 22. April 2011 um 06:31
Hut ab, Gratulation!

lg Felix

MicheleK hat gesagt: respect !
Gesendet am 22. April 2011 um 22:11
Hallo Bombo,
ein grosses alpinistisches Abenteuer hab Ihr da erlebt. Man merkt das bei jedem Wort deines Berichtes. Congratulations !
Schoene Gruesse.
Michele

DHM123 hat gesagt: Sagenhaft
Gesendet am 20. Februar 2012 um 17:03
1a-Tour. Respekt. Ganz schön eisig. Hätte nicht gedacht, dass man da so ein Tooling braucht.
LG aus M.


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