Der vergessene Berg über dem Schliersee-Hirschgröhrkopf(1271m)


Publiziert von trainman , 3. April 2011 um 01:49.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum: 2 April 2011
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:Fischhausen Neuhaus Bf-Probstboden-Hirschgröhrkopf-Fischhausen Neuhaus Bf
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug(Bayr.Oberlandbahn BOB) nach Fischhausen Neuhaus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthöfe und Hotels in Schliersee und Umgebung
Kartennummer:Kompass 008 Bayrischzell-Schliersee

Er ragt 500m hoch über dem Schliersee auf und er hat von Schliersee aus gesehen eine schöne dreiecksförmige Silhouette.Dennoch interessiert sich niemand für den Hirschgröhrkopf.Das liegt natürlich an seinen viel attraktiveren Nachbarn Brecherspitze,Jägerkamp und Aiplspitze,die fast 500m höher sind.
Hinzu kommt,dass es keinen offiziellen Weg auf seinen Gipfel gibt und dass der höchste Punkt wegen starker Bewaldung fast keine Aussicht bietet.Wer will da schon hinauf? Dieser Berg hat aber den Vorteil,dass man selbst an Wochenenden mit Traumwetter alleine unterwegs ist in einer Umgebung,die sich seit König Ludwig kaum verändert hat.
Start am Bahnhof Fischhausen-Neuhaus auf bezeichnetem schönen Weg Richtung Probstboden.Auf ca.1000m auf sehr schwacher Spur nach links den Hang steil hinauf,man findet zwei alte rote Markierungen und ein gelbes Plastikband an einem Zweig.Bei Verlust der Spur einfach weiter nach oben,bis man auf einen Pfad trifft,der nach Westen führt.Dieser Pfad ist teils bequem,teils aber auch erheblich durch Erosion beschädigt und hat einige heikle Stellen,wo Vorsicht geboten ist.Die gequerten Hänge sind erstaunlich steil und das viele Laub erhöht die Ausrutschgefahr..Man erreicht eine Rippe,wo es um die Ecke geht.Man verlässt den Pfad hier und steigt auf dieser gratartigen Rippe nach oben.Dieser Abschnitt ist schönes freundliches Wandergelände mit wenigen leicht ausgesetzten Stellen(die Ausgesetztheit bemerkt man erst abwärts)Weiter über viele umgestürzte Bäume durch wildes Gelände pfadlos zum Gipfel,wo es weder Gipfelkreuz noch Buch gibt,nicht einmal eine Markierungsstange.Außer einem kleinen Blickfenster nach Nordosten hat man keinerlei Aussicht.
Abstieg auf demselben Weg bis zum Ende der Rippe an der besagten Ecke.Ich habe den Weg nach der Ecke noch mehrere hundert Meter weit verfolgt,um nach einem Abstieg nach Schliersee zu suchen.Es gab komfortable breite Abschnitte und immer wieder unfreundliche Passagen nahe T5,am Ende war die Spur weg.Da ich nicht wußte,ob es ein Durchkommen gibt und ich ohnehin spät dran war,drehte ich um und ging auf dem Anstiegsweg zurück nach Fischhausen-Neuhaus .
Fazit: Eine Tour für Freunde einsamer Ziele,"Genusswanderer" werden am Hirschgröhrkopf wenig Freude haben.Daher wird dieser Berg trotz meines Berichts auch weiterhin ein Schattendasein führen.

Tourengänger: trainman


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