Meiggelenstock ob Wassen


Publiziert von zur_flo , 18. Juni 2007 um 02:12.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:17 Juni 2007
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit SBB nach Erstfeld, dann Auto AG Uri bis Wassen
Kartennummer:LK 1211 Meiental

Wer auf der Gotthardautobahn nach Süden fährt, erspäht auf der rechten Seite ob Wassen ein feines Gipfelkreuzchen – dies ist der Meiggelnstock, ein nicht allzu häufig begangener Berg mit erstaunlich gutem Wegsystem und schönem Tiefblick auf das obere Reusstal. Wir starteten in Wattingen(etwas südlich von Wassen) und stiegen den steilen Weg im Bruchwald hinauf. Beim Häusschen Rüti (1540m.ü.M.) kommt man aus dem Wald heraus und schaut zum Meig-Stock hinauf und denkt, das kann nicht mehr lange dauern – dies täuscht. Der markierte Weg führt zuerst weiter ins Tal hinein bis zum „Grund“(1940m.ü.M.) Und es lohnt sich, den markierten Weg zu nehmen. Ich bin selten auf einem so stark unterhaltenen Weg mit so vielen Details unterwegs gewesen: Der Aufstieg zum Gipfel über die Nordwest-Flanke ist fast alle 5m mit weiss-rot-weissen Markierungen gezeichnet, alle ca dreihundert Meter ist auf einen Stein gepinselt, wohin man nun gerade unterwegs ist, bei der Verzweigung Grund(wie auch bei mehreren anderen Orten) ist ein Posten gesetzt, wo eine laminierte Karte mit Wandervorschlägen hier im Gebiete „Ror“ aufliegt, der Weg ist gut ausgebaut mit vielen Granitblocktreppen, teilweise sind sogar Tritte in den Stein gemeisselt... wirklich unglaublich. Dahinter steckt praktisch eine einzige Person, welche sich dieses Jahr wahrscheinlich wohl zum 600. Male im Gipfelbuche eintragen wird, seit anno 1961 das Gipfelkreuz erstellt wurde! Dieser Herr ist auf jeder Seite des Gipfelbuches präsent. Und wenn Kinder ausgelassen Zeichnungen anstatt Name und Datum ins Buch kritzeln, dann schreibt der Herr des Meiggelenstockes mit roter Farbe: „Das ist eigentlich ein Gipfelbuch und nicht ein Zeichnungsblock!“ Nach kurzer Gipfelrast zogen wir weiter, der Föhn brachte ziemlich viele dunkle Wolken von Süden heran. Wir stiegen auf den höchsten Punkt und dann über den Grat weiter, doch schon bald entschieden wir uns wieder zum Weg abzusteigen, denn der Grat ist relativ brüchig und es lohnt sich nocht oben zu kragseln, wenn unten ein liebevoll gepflegter Weg durchführt... Wir folgten dem Weg, welcher beim Bandlückli zur Salbithütte SAC führt weiter und durchwanderten die wunderbare Granitlandschaft der „Rorplatten“. Bei nässe ist hier höchste Vorsicht geboten! Dann der Gegenaufstieg zu Lang- und Gross See, beide noch mit Eis – also wieder nichts mit schwimmen... Dann abstieg zum Chli See, unter massiven Felstürmen zu den Lawinenverbauungen beim Nollen. Steiler Abstieg nach Wassen.

Tourengänger: zur_flo

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