Spilauer Grätli


Published by Freeman , 27 March 2011, 23h29.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:23 March 2011
Snowshoe grading: WT4 - High-level snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR   CH-SZ 
Time: 6:00
Height gain: 587 m 1925 ft.
Height loss: 677 m 2221 ft.
Route:Chäppeliberg - Gitschen - Spilauersee - Spilauer Grätli - Chinzig-Chulm - Biel
Access to start point:cff logo Riemenstalden, Chäppeliberg
Access to end point:cff logo Brügg (Bürglen UR)
Accommodation:Lidernenhütte SAC
Maps:1:25'000 Blatt 1172 Muotatal, 1:50'000 Blatt 246S Klausenpass

Die Tour vom Chäppeliberg auf das Spilauer Grätli ist eine beliebte Skitour aber auch für Schneeschuhtouren geeignet und lässt in Punkto Abwechslung fast keine Wünsche offen.

Wir fahren mit Zug und Bus erst einmal ins Riemenstaldner Tal und lassen uns hochseilen zum Chäppeliberg. Eigentlich wären wir gerne noch schnell bei Pius dem Hüttenwart in der Lidernenhütte Hallo gesagt und einen heissen Kaffee getrunken. Leider war er aber am Mittwoch nicht auf der Hütte und wir zogen vom Chäppeliberg gleich los in Richtung Spilauersee.

Der See ist bestimmt zugefroren, wir wählen aber trotzdem die Spuren am rechten/westlichen Ufer entlang. Eine zauberhafte Landschaft erwartet uns. Keine Spuren in Richtung Spilauer Grätli, alles unberührt und wunderschön.

Wir geniessen es durch den Schnee zu stapfen. Aus der Distanz sieht der Aufstieg recht steil aus und ich suche mit den Augen einen geeigneten Verlauf. Zu nahe an den Felsen die sich zum Rossstock hochziehen möchte ich nicht gehen, da sind schon einige Nassschneelawinen heruntergekommen. Also schlängeln wir uns zwischen den Felsbuckeln irgendwo durch die Mitte. Aus der Distanz sah es etwas steiler aus als es dann in Wirklichkeit war.

Die Sonne wärmte schon ganz schön, als wir den höchsten Punkt erreichten. Der Wind jedoch blässt unablässig und nach den obligaten Gipfelfotos verkrümmeln wir uns auf der Südseite an eine windstille Stelle um uns zu stärken.

Wir äugen umher und suchen nach einer geeigneten Route zum Chinzig Chulm. Spuren hat es keine. Seite dem letzten Schneefall sind wir die ersten hier oben. Wir stapfen über Ober Frutt und Lang Egg durch diese unberührte Winterlandschaft. Bei der Alphütte bei Punkt 2025m sehen wir unzählige Spuren von Hasen. Hier oben muss es nur so wimmeln von denen. Die Sonne brennt nun unablässig und wir spüren eine gefühlte Temperatur von über 30 Grad.

Wir steigen nochmals auf und überschreiten den Punkt 2107m da wir den Steilhängen rundherum nicht trauen. Beim Chinzig Chulm sehen wir uns noch kurz die Kapelle an und schreiben uns im Buch ein bevor wir uns an den Abstieg machen.

Da uns der Abstieg in direkter Linie nach Hinter Wissenboden doch etwas steil erscheint, wählen wir die Route des Sommerweges nördlich durch den Talkessel. Zum nachhinein muss ich sagen, dies war keine gute Wahl. Das Gelände ist steil und man bewegt sich nahe am Abgrund. Ein Ausrutscher wäre fatal. Deshalb entscheiden wir uns die Schneeschuhe abzuschnallen um mehr einzusinken und dadurch besseren Halt zu haben. An einigen Stellen war der Schnee jedoch hart gefroren und es war heikel vorwärts zu kommen.

Besser wäre der Abstieg kurz nach Chinzig Chulm gegen Süden einzuschlagen und durch weniger steiles Gelände via Steinboden gegen Hinter Wissenboden abzusteigen. Dies haben wir jedoch erst von unten erkannt. Auf der Karte ist dies nicht klar ersichtlich, da ebenfalls Felsen eingezeichnet sind.

Also stapfen wir nun gegen Hinter Wissenboden und ein seltsames Geräusch irritiert uns, ja fast erschreckt uns. Nicht ein Wumm-Geräusch, nein etwas anderes... Es kam jedoch ganz eindeutig aus der Schneedecke. Es hörte sich an wie ein Schlag mit einem Metallgegenstand gegen ein Drahtseil. Ich kann es mir nicht anders erklären als dass sich die Spannung im Schnee durch unsere Schritte entladen hat. Trotz dem nicht mehr allzu steilen Gelände war es uns doch etwas mulmig und wir schauten zu Land zu gewinnen...

Im Berggasthaus bei Biel gönnten wir uns noch allerhand flüssige Köstlichkeiten um bald darauf mit der Seilbahn ins Tal zu schweben.

Es war eine wunderschöne Schneeschuhtour durch eine unberührte Winterlandschaft. Einfach genial an einem so schönen und sonnigen Tag unterwegs zu sein. Herzlichen Dank Bea für deine Begleitung.



Hike partners: Freeman

Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Post a comment»