Wiss Platte via Partnunsee und Gruobenpass


Publiziert von fricktaler , 16. März 2011 um 18:50.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:15 März 2011
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Küblis mit dem Auto bis Parkplatz Nr. 5 oberhalb St. Antönien
Kartennummer:Montafon 238s

Vom Parkplatz 5 bei St. Antönien auf dem breiten Weg nach Partnun. In nördlicher Richtung rechts vom Partnunsee bis zur ersten kurzen Steilstufe. Bei wenig Schnee sind die Ski kurz zu tragen (so wie heute). Jetzt in nordöstlicher Richtung, in eher flachem und leicht hügeligem Gelände, zum Aufstieg auf den Gruobenpass. Ab der Landesgrenze (schwarzeTafel) auf dem Felsrücken, dem Verlauf der Landesgrenze folgend, zum Gipfel Wiss Platte aufsteigen.

Ein leidenschaftlicher Skitüüreler und zwei erfahrene Schneeschuhläufer starteten gemeinsam mit dem gleichen Ziel. Viel Spass zu erleben und die Aussicht auf der Wiss Platte geniessen.  Vom Autoparkplatz Nr. 5 oberhalb von St. Antönien starteten wir auf dem breiten Weg nach Partnun. Nach knapp einer Stunde konnten wir der Sonnenterasse vom Alpenrösli nicht wiederstehen und so genehmigten wir uns eine erste Stärkung.  
In nördlicher Richtung passierten wir nach kurzer Zeit den Partnunsee welchen wir auf der rechten Seite passierten.  Bei leichter Steigung  schritten wir zügig bis zuhinderst ins Tal.  Nun standen wir vor einer kurzen Steilstufe die es zu überwinden galt. Je nach Schneemenge müssen die Skis hochgetragen werden (so wie heute).  Wir entschieden uns auf der rechten Seite, also am Fuss der Wiss Platte aufzusteigen, da die Schneeverhältnisse im Schatten bedeutend einladender waren als auf der Südhangseite.  
Auf dem hügeligen Plateau zogen wir eine einsame neue Spur Richtung Gruobenpass. Diese Route am Nordhang der Wiss Platte  ist nur bei absolut sicherer Lawinensituation zu wählen. Die offizielle, nach Skitourenkarte eingezeichnete Route führt am Südhang beim Tilisunafürggli entlang und ist distanzmässig etwas weiter. Beim Aufstieg zum Gruobenpass vereinen sich dann alle Ruten wieder und auf der Passhöhe gelangt man zum zentralen Wegkreuz aus fünf  Richtungen. Die schwarze Tafel mit der Aufschrift Österreich markiert deutlich die Landesgrenze. Der Föhn blies uns jetzt kräftig um die Ohren und so trotteten wir freiwillig weiter Richtung Gipfel. Dem Verlauf der Landesgrenze folgend, stiegen wir auf dem Felsrücken hinauf Richtung Gipfel zur Wiss Platte. Obwohl alle  Aufstiegsspuren verblasen waren, konnten wir uns auf dem Kamm problemlos orientieren.  Einzig die unterschiedlichen Schneearten überraschten immer wieder. Von Pickelhart bis zu knietiefen Triebschneeansammlungen war alles anzutreffen. Ausser zwei, drei Spitzkehren unterhalb des Gipfelhangs ist der ganze Aufstieg ab Gruobenpass bis zum Gipfel problemlos mit den Skis oder Schneeschuhen zu bewältigen.
Der starke Föhn liess die Gipfelrast kürzer ausfallen als üblich. Während für René und Stefan der Abstieg mit den Schneeschuhen  bereits  die Körpertemperatur wieder auf angenehme Werte anstiegen liess, verweilte ich noch auf dem Gipfel und genoss die Einsamkeit. Mit den Skis hatte ich meine Kollegen schnell wieder eingeholt und auf der ganzen Talabfahrt genoss ich die Wartepausen in der schönen Natur.
Beim Abstieg wählten wir die steilere Variante vor dem Gruobenpass und kürzten diese Ecke etwas ab.  Für Schneeschuhläufer mit Ideen gab es eine lange Schnee-Rutschbahn auf dem Hintern. Da werden selbst Erwachsene wieder zu Kindern.
Jetzt wurde der Schnee langsam weicher und für meine beiden Schneeschuhwanderer wurde es zunehmend anstrengender. Beim See eine richtige Schnee-Pappe und René verschwand bis zum Bauchnabel in einem Schneeloch. Beinahe wäre die Schneeschaufel noch zum Einsatz gekommen.  Skitüüreler haben schon viele Vorteile gegenüber Schneeschuläufern.
So kamen wir gemeinsam beim Restaurant Alpenrösli an,  der Skifahrer wie erholt die anderen beiden ziemlich erschöpft.  Ein kühles Bier und schon sieht die Welt wieder ganz fröhlich aus. Die vielen positiven Eindrücke der Tour und die vollbrachte Leistung heiterte uns in kürzester Zeit wieder auf. Ein Sprudelbad im Hot-Pot lockerte nicht nur die Muskeln von der anstrengenden Tour. Anschliessend ein kühles Glas Weisswein zum Fondue und alle Sorgen auf dieser Welt waren wie weggeblasen. Es war einfach gemütlich und die Zeit verflog viel zu schnell. Draussen war es bereits dunkel, als wir uns schliesslich doch noch für den Marsch zum Auto entschlossen. Mit einer Stirnlampe ausgerüstet, folgten wir dem Fahrweg welcher uns von Partnun hinab zum Auto bei St. Antönien führte. Ein super Tag den wir erleben durften. Für die vollbrachte Leistung ein grosses Kompliment  an Stefan und René     .......... 
 


Tourengänger: fricktaler


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