Emme, Emmentaler Hügel - und Ämmitaler Ruschtig


Publiziert von Felix Pro , 3. März 2011 um 17:21. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Emmental
Tour Datum: 2 März 2011
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 450 m
Abstieg: 450 m
Strecke:Zollbrück - Blindebach - Schlosshüsli - Ruine Wartenstein - Burgchnubel - P. 947 - Birrhulle - Schulhaus Moosegg - Moosegg - Waldhäusern - Egguriedegg - Erdburg - Blasenegg - Blase - Emmenmatt - Emmeuferweg - Zollbrück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW über Ramsei, nach Zollbrück
Kartennummer:1168

Reha-Wanderung 4 während der Ellbogen-Schienen-Phase

Oft haben wir die Moosegg ausgeschildert gesehen auf unseren Durchfahrten; wir sparten sie auf auf einen Mittwoch (Restaurant geöffnet); meine jetzigen Möglichkeiten kommen da gerade richtig, um sie endlich zu besuchen: und den Geburtstags-Gutschein zweier Arbeitskolleginnen von Ursi einzulösen: herzlichen Dank an Astrid und Annerös!

Schnee nur noch in den höchsten Lagen unserer Rundwanderung, vor und nach der Moosegg; eine Hochnebeldecke beim Start, Auflockerung der Bewölkung während des delikaten Mittagessens im Restaurant Moosegg, recht viel Sonne auf dem Abstieg und der Emme nach - die Bedingungen entsprachen in etwa unseren Vorstellungen. Und zweierlei begeisterte uns besonders: einmal waren die Wege ab Zollbrück, ab Blindebach, beinahe durchwegs von äusserst hübschem Charakter - gut angelegt, durch stilvolle Buchenwälder führend oder an tiefblickreichen Waldrändern; bei P. 947 sogar ein beinahe winterlicher Tannenwald!

Ein erster Blickfang stellte die Ruine Wartenstein dar: bereits vom Tal aus war deren im Wind flatternde Fahne zu sichten; die Ruine selbst besteht aus wenigen Mauern, einem sehr tiefen Wasserloch - und einer grossen Picknickstelle. Wegen des zügiggen, sehr kühlen Windes (Bise sei Dank) hielten sich unsere Pausen in zeitlich sehr beschränkten Rahmen - es wartete ja sowieso die warme Gaststube und eine wohl feines Mittagessen (die Speisekarte hatten wir zuvor im Internet studiert ...). An einigen grösseren Höfen vorbei, welche oft gut herausgeputzt und sogar erneuert sind (nicht selten jedoch mit einer unglaublichen Unordnung ums Haus aufwarteten), strebten wir unserem Zwischenziel zu. Kurz davor überraschte uns das einladende "Aussenquartier" der Moosegg (um das alte und neue Schulhaus herum): sehr gepflegt und stilvoll angelegt, mit bester Aussichtslage.

Nach wenigen Minuten stehen wir endlich vor unserem lange erwarteten Restaurant; die Schilder beim Eingang weisen auf eine sehr gehobene Küche und Ambiance hin - 15 Punkte im GaultMillau versprechen doch einiges ...
Und unsere Vorfreude war sehr berechtigt; mit einem sehr zuvorkommenden Service (wir hätten trotz unserer Wanderer-Aufmachung sogar im feinen Teil des Restaurants mit den zum Boden reichenden Fenstern Platz nehmen können) und leckeren Fischplättchen wurden wir im Restaurant Moosegg verwöhnt (der Bündner Riesling passte hervorragend dazu!)  Ausserdem legt der Betrieb Wert auf die sogenannte Ämmitaler Ruschtig - dazu mehr unter
http://www.aemmitaler-ruschtig.ch/ 
Unsere köstlichen Fischgänge sind auf den Fotos beschrieben - und werden doch bestimmt gluschtig machen ...

Nicht genug der Genüsse: während des Mittagessens lockerte die Bewölkung auf und liess die ersten Sonnenstrahlen zum Fenster herein. Derart war es ein hübsches Weiterwandern, erst kurz zum Restaurant auf Waldhäusern, dann wieder ins Tal hinab. An etwas versteckten Villen und beachtlichem neuem Emmentaler Bauernhof vorbei gelangten wir auf wieder genussvollen Wegen zur Erdburg bei Ägerte. Wenig ist festzustellen auf dem kleinen Plateau; immerhin wurden wir hier, wie beim Direktaufstieg zur Ruine Wartenstein T2-mässig gefordert: weglos, steil, leichte Schneeauflage auf Laub ...

Ein beschauliches Abwärtswandern, an unzähligen Rastbänklein vorbei, oberhalb der kleinen Ferienhäuschen-Ansammlung und der grossen Pferde-"Siedlung" (vielleicht Ferien- und Dressur-Einrichtung), wo wir ein einzelnes Tier sichteten, welches keinen glücklichen Eindruck machte (legte sich immer wieder auf den Boden und war von zuletzt vier Betreuern nicht zum Aufstehen zu bewegen ...).

Schliesslich gelangten wir am riesigen Gut bei Blase vorbei bei Emmenmatt zum Emmeuferweg. Ein weiteres Stück des Flusses durfte ich hier kennenlernen: Nicht nur konnten wir die verschiedenartigen Methoden zur Reduzierung der Hochwasser-Gefahr erkennen ("Ihänke", "Trumschwelis"), und beobachteten, dass eben die mächtigsten, den Fluss säumenden, Tannen gefällt worden sind - ein älterer Herr, welcher die Aufräumarbeiten beendete, erzählte uns noch von früher - der "Eggiwil-Fuerme" war ihm ein Begriff (Danke laponia41!)
Ein gemütliches Auslaufen der Emme nach zurück nach Zollbrück - mit der Sicht auf das immense Sägewerk am gegenseitigen Ufer beendete die vergnügliche Rundwanderung um und ob des von uns oft durchfahrenen Dörfchens.

Tourengänger: Ursula, Felix

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Kommentare (3)


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bidi35 hat gesagt: auch die Moosegg...
Gesendet am 3. März 2011 um 20:42
...ist iimmer eine Wanderung wert. Sehr schön.
Ich nehme an, ab morgen ist fertig mit Reha-Wanderungen...
LG. Hz

Felix Pro hat gesagt: RE: auch die Moosegg...
Gesendet am 3. März 2011 um 20:49
Leider nein, lieber Heinz:

bis nächsten Mittwoch trage ich die Armschiene noch - dann ist eh weitere Schonung angesagt ... es dauert.

lg Felix

bidi35 hat gesagt: RE: ...tut mir leid, Felix...
Gesendet am 3. März 2011 um 21:00
...hört denn deine Leidenszeit nie auf...Gut Mut...
LG Heinz


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