Direkter Pfeiler am Chluser Roggen


Publiziert von ossi , 7. Juni 2007 um 20:59.

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum: 5 Juni 2007
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: 6c (Französische Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO 
Zeitbedarf: 1 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug ZH-Oensingen. Dann mit dem Zügli Richtung Balsthal bis zur Haltestelle Klus (eine Station).
Kartennummer:Plaisir Jura

Ausnahmsweise nicht in der Ostschweiz unterwegs. Zum Trost habe ich etwas Appenzeller Käse mitgenommen, der riecht so schön nach Hundwiler Höchi. Die Tour auf den Chluser Roggen hat uns -den Alpin_Rise und mich- positiv überrascht: Abwechslungsreich und gut abgesichert führt die Route über acht Seillängen einem Pfeiler entlang auf den Roggen. Die Schwierigkeiten sind eher einfacher als im Plaisir angegeben, jedenfalls ist das unsere Einschätzung. Das Ganze nun im Detail:

1. Seillänge 6a+: Sehr schöne Kletterei über eine Platte. Kleine Käntchen bieten Griffe und Tritte. Ein Sanduhrstand kann ausgelassen werden, denn etwas weiter oben links folgen zwei Bohrhaken.

2. Seillänge 5c+: Nach dem Stand einige Züge aufwärts und linkshaltend über eine Platte. Am Ende der Platte rechts hoch über einen steilen Aufschwung zum Stand. Nach der Platte kann Stand gemacht werden, ist aber wenig sinnvoll.

3. Seillänge 6c oder 5c+ A0: Zuerst ein Stehproblem, dann über ein Schüppeli und zwei Fingerlöcher hoch. Der Rest geht dann einfach. Alpin Rise ist um Haaresbreite am on sight vorbeigeklettert...gut gemacht!

4. Seillänge 5b: Wie die vorherigen beiden Längen in unseren Augen etwas zu hoch bewertet. Nette Kletterei über Fels, dem man kaum traut. Er hält aber fast überall.

5. und 6. Seillänge 5a bzw. 6b: Die beiden Längen hängt man am besten zusammen. Zuerst durch eine einfache Verschneidung. Auf dem Grasband rechts senkrecht hoch in Richtung einer kleinen Tanne und direkt hinein in den 6b-Quergang. Zuletzt klettert man auf ein Podest: Ein herrlicher Standplatz!

Anstelle dieser beiden Längen könnte vom Stand aus einige Meter nach rechts gequert und der Stand auf dem Podest direkt durch eine Verschneidung erreicht werden (6b).

7. und 8. Seillänge 6b bzw. 5b: Auch diese beiden Längen werden am besten kombiniert. Die 6b-Länge bietet wieder sehr schöne Kletterei mit vielen kleinen Griffchen und Tritten. Zuletzt durch eine kurze Verschneidung auf den ruhmreichen Gipfel.

Abstieg: Beinahe gefährlicher als der Aufstieg. Man folgt dem Wanderweg ein Stück weit hinunter und biegt dann linkshaltend einem Weglein entlang steil ab in Richtung Einstieg. Einige Stellen sind mit Seil gesichert (T4 mit Seilbenützung).

Anschliessend haben wir uns im Klettergarten am Wandfuss an einigen Routen die Zähne ausgebissen. Hier war die Bewertung dann nicht mehr ganz so moderat.........ein spassiger Tag, der zur Nachahmung empfiehlt!


Tourengänger: Alpin_Rise, ossi

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