Val Grande: Aktion 4/2007


Publiziert von Zaza , 21. Mai 2007 um 10:56.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum:20 Mai 2007
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 4500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug nach Domodossola, Circolare-Bus nach Bèura (ab 08.30 alle zwei Stunden)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Centovallibahn nach Domodossola oder Locarno.
Unterkunftmöglichkeiten:Biwakhütten: Pozzolo, Ragozzale, Borgo delle Valli, In la Piana, Bocchetta di Campo, Scaredi (Schlafsack und Matte stets notwenig)
Kartennummer:285

Überraschung...am Auffahrtsmorgen schifft es in Domodossola genau so wie auf der Alpennordseite. Der Einstieg in die Schlucht und ins Val Cauri scheint unter diesem Umständen nicht ratsam, also kommt Plan B zum Zug:

Am ersten Tag mit dem Bus bis Bèura und auf dem markierten Pfad bis zum schönen Rifugio Pozzolo (der Regen endete zum Glück schon nach einer Stunde). Nach einer ausgiebigen Pause weiter nach Corte Vecchio, zur Porta di Ragozzale und zur Testa di Menta. Ein kurzer Abstieg führt zum Bivacco Ragozzale, dem Platz für die erste Nacht. Die Hütte ist für Val Grande Verhältnisse recht gut ausgestattet, sie bietet einen tollen Blick zum Lago Maggiore. Und am Horizont sieht man schon die Hütte in der Bocchetta di Campo, eines der nächsten Ziele...puah, sieht weit aus!

Am Freitag ging es über die Punta Pozzolo zum P. 1952 (einige Kraxelstellen, meist umgehbar) und von dort weitgehend weglos über den markanten Rücken bis Borgo delle Valli (offene Hütte, bescheiden ausgestattet). Nun auf dem schönen Pfad Richtung In la Piana, bis nach der Überschreitung des Rio Ragozzale. Hier findet sich links ein anfangs recht guter Pfad (auf der neuen LK nicht mehr drauf), der bis Casarolo (Ruinen) führt. Oberhalb Casarolo quert man auf die nächste Rippe nach rechts und folgt dieser aufwärts, bis man rechts das prächtig gelegene Bivacco Mottàc sieht. Gepäckdepot und kurzer Abstecher zum Mottàc: ein herrlicher Aussichtspunkt im Zentrum des Nationalparks. Der Abstieg erfolgte zuerst auf dem Normalweg bis Monticello, dann mit einer Querung in wildem Gelände (T5) bis Alpe Ceresa. Von da auf recht gutem Pfad nach Basciot und (nun wieder markiert) bis In la Piana. Hier war recht viel Betrieb, allesamt Schweizer (Auffahrt ist in Italien kein Feiertag). Um In la Piana finden sich einige schöne Badeplätze, das Wasser war aber noch recht kalt.

Am Samstag zuerst auf der Normalroute bis Portaiola. Kurz nach den Ruinen überquert man den Bach und steigt im Wald auf bis kurz vor Campo di Sotto (markiert mit roten Punkten). Von hier in verbuschtem Gelände auf den Spuren des Wegtrassees bis Campo di Sopra. Ein Abstecher zum Motta di Campo lohnt sich wegen des eindrucksvollen Blicks aufs Pedùm-Massiv. Von der Alp hält man gegen die Felswand zu und findet eine Wegspur, die an P. 1810 vorbei in die Ebene unterhalb des Pedùm führt. Der Gipfel ist relativ einfach zu besteigen (T4, Weglein), die Aussicht ist packend, besonders in die enorm steile Südflanke. Vom Gipfel ging es dann zum Bivacco Bocchetta di Campo und von da an auf markiertem Pfad über Scaredi ins Val Loana. Der Rufbus ist leider nicht sehr brauchbar, da man 48 Stunden im Voraus reservieren muss; also wie üblich zu Fuss nach Malesco. Dort muss man den Bahnhofsvorstand beschwätzen, damit er den sog. Schnellzug nach Domodossola halten lässt.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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