Überschreitung Goggeien, Stock und Gulmen


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 13. Mai 2007 um 22:50.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:13 Mai 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Speer-Mattstock 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1480 m
Abstieg: 1080 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Stein SG
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Amden Arvenbühl

Die vier verwegenen Felszähne über dem Toggenburg habens mir angetan. Neben den Normalaufstiegen und einigen Varianten im T6-Bereich findet auch der eher alpin angehauchte Kletter seine Ecke. 

Nach einigen Besuchen Winters wie Sommers heute die "Gesamtüberschreitung" von Nord nach Süd mit Delta an einem föhnigen, heissen Frühlingstag. Föhnsturm wäre in der Wetterprognose wohl zutreffender gewesen, luftete es uns doch manchmal fast runter!

Start um 9 Uhr in Stein (SG). Über Fahrsträsschen mit Wiesenabkürzungen (Wanderweg) bis kurz vor den Steinbruch.
Dort hinauf durch eine Märchenlandschaft mit Wildwechseln und bemoosten Steinen auf den Nordgrat des Vorder Goggeien (1631m). Diesem bis zu einem Steilaufschwung folgend, östlich ausweichen und über eine kurze Kletterstelle in einer Rinne (II) auf ein Grasband. Dieses verfolgt man aufwärts, bis der Grat auf ca. 1600m wieder gewonnen werden kann. Der Grat kann auch direkt erstiegen werden, was uns aber wegen brüchigem Gestein zu riskant erschien (T6). Vom Gipfel hübscher Tiefblick nach Stein. Abstieg über den Normalweg (T3).

Unschwierig mit kurzer Drahtseilhilfe über den Nordgrat (T4+) auf den Mittler Goggeien (1655m). Abstieg über den wenig ausgeprägten "Südgrat", den man ca. 50m verfolgt, bis man rechts über eine Felsstufe (II) auf ein Rasenband absteigen kann. Auf diesem Band in den Sattel beim Jöggelisberg, (T6).

Über den reizend exponierten, bis auf eine Stelle unschwierigen Nordgrat (auch Ostgrat genannt) auf die Nordschär (1637m). Der kurze Aufschwung kann entweder direkt erklettert werden (III, Haken) oder ausgesetzt zwischen Legföhren in der SO-Flanke umgangen werden (T6). Abstieg über den Westgrat mittels luftigem Abseilen über das imposante Goggeiendach (30m). Weiter dem Grat folgend, evtl. nochmals abseilend bis in den Schärsattel (T6).

Vom Schärsattel dem Grat folgend (T5) bis ein markantes, exponiertes Band nach Norden unter den Gipfel der Südschär (nicht kotiert) führt. Vom Ende des Bandes über kurze Kletterstelle und über sehr steilen, felsdurchsetzten Grashang mit einigen Legföhren gerade hoch zum Gipfel (T6). Abstieg nach SW bis sich linkerhand ein offener Kamin  anbietet (T5).

Wir sind der Fortsetzung des Grates noch einige Minuten gefolgt, bis linkerhand bequem zum Schärsboden abgestiegen werden kann. Von dort zuerst querend und über Elmen  durch eine wüste Rinne mit wenig Altschnee in den Sattel zwischen Gulmen und Stock.
Kurzer Abstecher auf den Stock und durch eine einladende Rinne (T4), bald nach rechts ausquerend auf das Gipfeldach des Gulmen.
Gemütlicher Abstieg nach Amden Arvenbühl.

Fazit: Eine aussichtsreiche, ein wenig wilde & botansiche T6-Tour gewürzt mit einigen Kletterstellen und einer luftigen Abseilstelle im mediterranen Ambiente der Goggeien. Lohnende Verlängerung auf wenig begangenen Pfaden über den Wanderbuckel Gulmen. Und das fast vor der Haustür!

Tourengänger: Delta, Alpin_Rise

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