Roa Bianca (1960m), Zoldaner Dolomiten


Publiziert von Tef Pro , 4. November 2010 um 18:54.

Region: Welt » Italien » Venetien
Tour Datum:27 Oktober 2010
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:aus dem Valle di Zoldo Richtung Passo Staulanza. Nach den Serpentinen hinter Pecol kommen links Parkplätze beim Rifugio Pala Favera
Unterkunftmöglichkeiten:sehr schön im Valle di Zoldo in Fornesighe: http://www.dormiedisna.it/
Kartennummer:Tabacco 025

Rund um das Valle di Zoldo in der Provinz Belluno erheben sich die wohl eindrucksvollsten Berge der Dolomiten. Wir waren vorher noch nie in dieser Gegend, obwohl mit Pelmo, Antelao und co einige unserer Wunschberge stehen.
Daß sich diese diesmal nicht ausgehen würden, war uns vorher schon bewußt, doch mit solchen Schneemassen im Oktober hatten wir hier nicht gerechnet. So vermissten wir auch recht bald bei der heutigen Tour unsere noch zu Hause im Keller liegenden Schneeschuhe.
So wurde wegen der Schneewühlerei - teilweise bis zur Hüfte- aus unserem großen Plan ein kleiner Gipfel, der Roa Bianca. Wenn hier drumherum der Skibetrieb läuft, dann kann man den Gipfel nicht mehr empfehlen.
Die Umgebung zwischen Civetta und Pelmo ist einfach grandios.
Los geht es beim Parkplatz des (momentan geschlossenen) Rifugio Pala Favera (1520m). Wir gehen ein Stückchen nach links (Süd) und treffen bald auf eine Almstraße. Dieser folgen wir nun im weiten Schleifen durch lichten Lärchenwald empor. Die Straße ist anfangs von einer Schneeraupe befahren und deswegen recht gut zu gehen, doch nach einer Kurve endet diese. Ab nun heißt es Stapfen und schon bald vermissen wir unsere Schneeschuhe, denn die Schneehöhe steigt schnell an. So kommen wir nur langsam voran.
Bald verflacht der Weg und wir queren zur Malga  Pioda (1815m) hinüber. Noch vorher wenden wir uns nach links dem Civettamassiv zu. Nun sinken wir teilweise bereits bis zur Hüfte in den weichen, schweren Pulverschnee ein. Ziemlich direkt suchen wir uns nun einen Weg durch den steiler werdenden, mit Lärchen durchsetzten Hang, doch schon bald wird uns klar, daß wir hier auf keinen Gipfel kommen würden.
Nach kurzer Beratung entscheiden wir uns, wieder zur Malga abzusteigen und den kleinen Gipfel nördlich davon anzusteuern. Wir suchen uns einen Weg auf der Südseite über eine schwach ausgeprägte Rippe. Links davon ist Vorsicht geboten, denn in den steilen, grasigen Südflanken sind schon einige Schneebretter abgegangen. Auf der Rippe mit seinen Bäumen herrrscht keine Gefahr.
Nach oben hin flacht das Gelände ab. Über einen breiten Rücken geht es nun äußerst mühsam - bei manchen Verwehungen bleiben wir richtig stecken - links hinauf zum höchsten Punkt der Roa Bianca. Wir treten uns einen Pausenplatz fest und genießen die trotz bescheidener Höhe grandiose Rundumschau.
Danach geht es über die Rippe wieder hinab und links an der Malga vorbei zu unserer Aufstiegsspur zurück.
Wie anfangs bereits erwähnt, hat uns das Valle di Zoldo sehr gut gefallen. Grund sind neben der Naturschönheit die recht vielen, gut erhaltenen alten Holzhäuser. Am schönsten wohl im Dorf Fornesighe. Und hier haben wir mit der Unterkunft einen Glücksgriff getan, denn dort kann man genau in solchen Traditionshäusern wohnen, zudem hilft die Vermieterin Anna mit Rat und Tat

Tourengänger: Tef


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Kommentare (1)


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alpstein Pro hat gesagt: Fast unglaublich,
Gesendet am 5. November 2010 um 06:47
diese Winterlandschaft im Oktober.

Gruß
Hp


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