Zwischen Pomonte und dem Monte Campanne


Publiziert von ossi , 12. November 2010 um 14:17.

Region: Welt » Italien » Toskana
Tour Datum:10 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Linienbus bis Pomonte, PW bis Pomonte
Unterkunftmöglichkeiten:Pomonte

Von Pomonte -gelegen in einer malerischen Bucht am mittelländischen Meer- führt ein ausgeschilderter, auf den Wanderkarten bezeichneter Weg durch einsame Tallandschaften zum höchsten Berg Elbas, dem Monte Campanne. Mein väterliches Verantwortungsgefühl verbot mir die Besteigung des Berges aus Zeitgründen, für eine ausgedehnte Erkundungstour reichte es aber allemal.

Der Wanderweg startet zuhinterst im Dorf beim Mehrzweckgebäude, rot-weisse Markierungen weisen den Weg durchs Tal. Bald schon gelangt man und frau in unbesiedeltes, recht dicht bewaldetes Gelände. Immer wieder wird der Blick frei aufs Meer und Pomonte, das sich kleiner und kleiner werdend um die Bucht schmiegt. Einzelne alte, teils verfallene Steinhäuser im hinteren Teil des Tals zeugen von der Vergangenheit und man fragt sich zurecht, ob Napoleon hier hinten seinen Cervelat gegessen hat (war der eigentlich Vegi?).

Natürlich leistete ich mir einen engagierten Kurzausflug ins mediterrane Dickicht. Ich war erstaunt, wie dicht und vor allem hoch die Bäume wachsen; von weitem sieht die Landschaft eher buschig aus, in Wahrheit säumen hohe Bäume die Wegstrecke. Kurze Hosen sind im Elbadickicht übrigens eine denkbar ungünstige Bekleidung. Zum Glück war ich mit T-Shirt und langer Hose einigermassen vernünftig ausgerüstet.

Um Elbas Höhepunkt zu gewinnen, wechselt man übrigens im hinteren Teil des Tals auf die eine oder andere Flanke aus, zuletzt erreicht man den Gipfel gemäss Karte über den Grat. Wer denn möchte, kann bereits von Pomonte aus auf gut angelegtem Weg den Monte San Bartolomeo besteigen und dem eigenen Rhythmus angepasst zum Höhepunkt gelangen. Auch auf der andern Seite -über den Monte Schiappone- müsste gemäss Karte eine Route machbar sein. Meine Besteigungversuche endeten beide Male aber irgendwo im Dickicht des Schiappone, eine ortskundige Person zu fragen könnte hilfreich sein.

Am Monte Schiappone wurden übrigens auch einige gut eingerichtete Seillängen über eine kompakte Platte gebohrt. Allerdings braucht's dann schon etwas Engagement, das ganze Kletterzeugs durch den dichten Wald an die Wand zu tragen, um dann einige Klettermeter zurückzulegen. Der Kletterführer zur Region "Toscana-Elba" gibt Auskunft.

Tour im Alleingang

Tourengänger: ossi


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»