Alpbichl (1477m) und Aubachwasserfall


Publiziert von Tef Pro , 3. November 2010 um 20:43.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Salzkammergut-Berge
Tour Datum:24 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:An der Straße Golling - Abtenau kurz vor Volgau links über eine Holzbrücke nach Pichl. Der straße bergauf Richtung St. Koloman folgen, bis man zum Jagdhaus kommt, wo es rechts in das Aubachtal hinein geht. Vis-a-vis des Hauses an der Straße Parkmöglichkeit
Kartennummer:Kompass Nr.15

Das Lammertal trennt in West-Ost Richtung das Tennengebirge von der kleinen, aber feinen Osterhorngruppe. Hier finden wir immer wieder überaschend schöne und abwechslungsreiche Touren auf einsamen Pfaden.
So auch heute auf den Alpbichl von Pichl, wo wir keine Menschenseele trafen. Unsere Rundtour ist sehr empfehlenswert, hatte aber überaschenderweise eine erfrischende Komponente (was ja im Sommer durchaus gewollt sein kann) parat. Unbedingt sollte man die Tour noch mit dem Besuch des Aubachwasserfall erweitern, einer der schönsten Wasserfälle der Nordalpen!
Los geht es beim Forsthaus von Pichl links auf breiter Straße in das schöne Aubachtal hinein. Bald kommt nach links eine Brücke. In diese Richtung ist auch die Alpbichlalm ausgeschildert, aber da wir eine Rundtour machen wollen, gehen wir erstmal geradeaus weiter.
Nach einigen hundert Meter weiter knickt das Aubachtal nach rechts (Ost), von Nord kommt der Marbach hinzu. Kurz nach dem Knick nach rechts sollte es laut Wanderbuch (und, nach nachträglichen Recherchen, auch auf allen Internetwanderplattformen - da sieht man mal, wie oft hier jemand vom anderen kopiert) nach links über eine Brücke über den Aubach gehen.
Doch es gibt keine Brücke!
Es liegen zwar noch einige verrostete Eisenträger rum, doch das wars. Wir gingen noch etwas weiter flußaufwärts, doch keine Brücke weit und breit.
Da wir zum Zurückgehen keine Lust hatten, stiegen wir an geigneter Stelle in das tiefeingeschnittene Tal hinab und suchten eine seichte Stelle.
Dann hieß es, Schuhe und Socken aus und, so schnell es die Steine zuließen, hinüber (und nicht daran denken, daß wir kurz zuvor noch wegen Frost die Autoscheiben hatten kratzen müssen). Obwohl es etwa nur 30 Sekunden dauerte, waren unsere Zehen zunächst mal taub, aber sie tauten so nach und nach wieder auf.
Der Hang auf der drüberen Seite war recht steil, doch sich an Bäumen und Wurzeln festhaltend gelangten wir zu einem quer zum Hang verlaufenden Waldweg.
Wir können hier keine exakte Stelle zur Überquerung empfehlen, es gibt bestimmt einige mögliche. Nur sollte es nicht zu tief sein und man auf der anderen Seite wieder raus kommen.
Oben gehen wir nach links leicht bergab wieder zurück bis zum Eck, wo früher die Brücke rüberkam und der Marbach (dieser ist übrigens noch tiefer eingeschnitten, weswegen eine Überquerung von dieser Seite noch schwerer sein dürfte) mündet.
Wir gehen einge Schritte ums Eck (ins Marbachtal hinein) und entdecken eine alte Pfadspur, die nun in Serpentinen die bewaldete Geländekante hochzieht. Verständlicherweise wird sie kaum noch begangen, weswegen sie schon an einigen Stellen von jungen Bäumen überwachsen ist. Wir verlieren die Spur mehrmals oder gehen freiwillig wegen des dichten Bewuchses daneben.
Generell sollte man zunächst immer an der Geländekante bleiben, später führt der Pfad auf einer Lichtung eher links der Kante, danach quert er nach rechts. Ab und zu gibt es gar Steinmanndl.
Schließlich flacht das ganze etwas ab und wir erreichen die auf einer Lichtung liegende Salzgföllalm. Man geht über die Wiese bis zum oberen Rand und folgt dann dem nun markiertem Pfad. Ab hier ist die Orientierung unproblematisch. Bald kommt von links der Normalweg hinzu (ihn gehen wir im Abstieg), wir gehen weiter den Rücken bergan. Zweimal wird die Almstraße tangiert und gleich wieder verlassen. Dann geht es durch Laubwald zur Alpbichl-Jagdhütte.
Dahinter kommt man auf freies, kupiertes Wiesengelände. Der Weg quert den Hügel durch die rechte Flanke und führt dann auf den Rücken, der nach Osten zum Gipfelkreuz hochzieht.
Schön ist der Rundumblick von hier, doch viel bekommen wir nicht mehr mit, denn nach sonnigem Aufstieg kommt nun aus Nordwest die angekündigte Kaltfront und während unserer Pause werden wir plötzlich von Wolken umhüllt. Also geht es wieder zurück auf gleichem Weg bis zum vorher beschriebenen Abzweig des Normalweges (der fehlt in der Literatur und auch in den Karten). Er folgt dem alten schönen Almweg der Salzgföllalm erst nach rechts, dann links hinab in den Marbachgraben, wo wir wieder auf die Forststraße treffen. Und dieser folgen wir nun talaus zunächst auf der östlichen Seite, später, oberhalb eines sehenswerten Wasserfalles, auf der westlichen Seite, bis wir über die einzige Brücke über den Aubach wieder auf den Anstiegsweg treffen.
Nun wollen wir noch den Aubachwasserfall besuchen. Dazu gehen wir vorne nach links ein kurzes Stück an der Fahrstraße, bis rechts ein Wanderschild zum Aubachfall weist. Kurz in den Wald hinab zum Fluß, gehen wir erstmal nach links vor zur Oberkante des Falls. Äußerste Vorsicht ist hier geboten, denn der Fels ist rutschig und es geht steil hinab.
Danach gehen wir wieder flußaufwärts zur Straße und auf dieser über eine Brücke über den Bach. Gleich dahinter wieder links und nun auf der anderen Seite flußabwärts der Straße folgend, bis links der Wanderweg weggeht. Bald kommt eine Verzweigung. Links geht es zur Aussicht von oben, rechts über 200 Stufen und 50 Hm steil, aber gut mit Geländer gesichert, hinab in die unglaublich beeindruckende Schlucht, die von Wasserrauschen erfüllt ist.
Ein echter Geheimtip, denn außer uns ist niemand hier.

Tourengänger: Tef


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