Perchtenwanderung um den Grünen See


Publiziert von Herbert , 2. November 2010 um 12:32. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Hochschwabgruppe
Tour Datum: 1 November 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 100 m
Abstieg: 100 m
Strecke:4 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über die S6 nach Bruck an der Mur. Von dort nach Tragöß, und an den Grünen See.
Kartennummer:AMAP 1:50000; Kompass Steiermark

Tourcharakteristik:
Leichte Rundwanderung, auch sehr interessant und geeignet für Kleinkinder.

Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz beim Grünen See den Wegmarkierungen oder dem Lehrpfad folgen.
Landkarte empfehlenswert, aber nicht unbedingt nötig.

Eventuelle Herausforderungen:
Keine.

Stützpunkte:
Verschiedene Gast- und Almhäuser am Grünen See oder in Tragöß.

Tourenbericht:
Die Umwanderung des Grünen Sees ist eines jener beiden Ziele, welches unserer etwas über zwei Jahre alten Tochter besonders gut gefällt (das andere ist die Umwanderung des Leopoldsteinersees - sie ist halt ein "Wassermensch").
So war es wieder einmal Zeit, diese Wanderung in Angriff zu nehmen, wir wußten aber nicht, daß uns dort heute etwas ganz besonderes erwartete.

Unser Einstieg in die Wanderung beginnt meist mit dem Kreuzteich, da das ein schönerer Zugang ist als über die Straße:

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Der Weg durch die mitten im moosigen Waldboden entspringenden Quellen, über Holzbrücken und an Wasserrädern vorbei ist für Kinder natürlich ganz besonders interessant:

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Aber auch den Eltern gefällt die Landschaft durchaus: :-)

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Bald erreichen wir das im Herbst teilweise ausgetrocknete Becken des eigentlichen Grünen Sees. Schon von weitem hört man wüstes Geheul und lautes Getrommel:

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Dann nähern sich fürchterlich aussehende Gestalten:

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Fasziniert und völlig furchtlos werden sie von unserer Zweijährigen betrachtet, während unser "Schwiegerhund" Ben zittert wie Espenlaub und den Schwanz ganz zwischen den Hinterbeinen versteckt. Beides habe ich an ihm vorher so noch nie gesehen.

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Mit lautem Getöse und Gebrüll nähert sich nun die ganze Horde.
Den fast berührenden Moment, wo unsere Zweijährige, noch immer völlig angstfrei, "Grüß Gott" sagt und dem ersten der Krampusse die Hand gibt, kann ich leider fotografisch nicht festhalten, da mich Ben an der Leine fast zu Boden reißt.
Er will nur mehr so rasch wie möglich weg!

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Nun gibt es einen Konflikt:
Der Hund will weg und reißt mir mit seinen 45 Kilo fast die Hand aus, und unsere Tochter will da bleiben, die Krampusse anschauen.
Die zwei sind einfach nicht kompatibel! :-)
Nach einigen Minuten haben wir unsere Tochter überzeugt, daß es auch weiter hinten am See schön ist, und können endlich weiter gehen:

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Am Ufer findet sie dann ja bald viel Interessantes:

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Ben braucht einige Zeit, bis er sich von seinem Schrecken erholt hat, aber hier ist er wieder ganz der Alte, und scheint zu sagen: "Na wartet, ihr Krampusse, das nächste Mal zeig ichs euch!"

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Da entfernen sich Mutter und Tochter lieber von dem Angeber:

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Dort, wo die Krampusse noch immer lärmen, inzwischen am anderen Ufer, erzeugt die Sonne einen Reflex auf dem Wasser, wie ein Licht des Himmels, und mit diesem Lächeln des Herbstes geht die kurze, aber wunderschöne Wanderung zu Ende:

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Tourengänger: petz, Herbert


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Kommentare (2)


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mountainrescue Pro hat gesagt:
Gesendet am 3. November 2010 um 05:54
Genialer Bericht - besonders die Beschreibung des Konflikts zwischen Hund und Kind bei den Perchten - ich bin fast vom Sessel gefallen :-)))
LG
Erich

Herbert hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. November 2010 um 17:01
Danke Erich,
ich geb zu, unser Töchterlein überrascht uns immer wieder mit ungewöhnlichen Reaktionen - aber in diesem Fall auch der Hund.
Ich hätt nämlich angenommen, daß er wie verrückt bellt und aggressiv wird, aber nix - der hat mit seinen durchdrehenden Hinterbeinen weg von der Horde fast ein Loch in den Boden gegraben, der Arme, aber kein Laut ist ihm ausgekommen.
LG, Herbert


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