Hochkesselkopf SW Verschneidung


Publiziert von Martina , 17. Oktober 2010 um 18:32.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Dachsteingebirge
Tour Datum: 9 Oktober 2010
Klettern Schwierigkeit: V+ (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Filzmoos über Mautstr. zur Unterhoferalm (Maut EUR 4,50)

Und wieder steht ein herrliches Herbstwochenende bevor, wir beschliessen eine für uns neue Ecke des Dachsteingebirges zu erkunden und fahren zum Hochkesselkopf. Von der Ramsau ist man in wenigen Minuten in Filzmoss - von dort über eine Mautstraße zur Unterhoferalm (Maut EUR 4,5).

Der Zustieg ist landschaftlich sehr schön und auch nicht so steil, so kann man die schönen Almen und den Blick auf Bischofsmütze und Torstein auch noch geniessen. Der Zustieg verläuft zunächst Richtung Adamekhütte, wo der Weg nach links hinauf in eine Schlucht abzweigt, geht man gerade weiter unterhalb des Hochkesselkopfs vorbei, dort beginnt dann ein Steiglein mit roten Punkten und Steinmännern. Über ein Schuttfeld quert man von rechts nach links unterhalb der Verschneidung herein. Der erste Stand ist farblich markiert. Die ersten Seillängen waren schattig und kalt und die Kletterei über die glatten Platten war daher gar nicht so einfach, aber schöne Kletterei mit kleinen Griffen und Tritten. Die Route wurde an den Ständen und mit Zwischen BH super saniert, die Wegführung ein wenig begradigt.

Leider waren wir aufgrund einer unvorsichtigen Seilschaft vor uns andauernd heftigem Steinschlag ausgesetzt, das ständige Surren der Steine hat uns den Klettergenuß doch etwas vermiest. Und in dieser riesigen Verschneidung gibt es wenige Ausweichmöglichkeiten, aber wenn man aufpasst und dem Gestein angepasst klettert, löst man keinen Steinschlag aus.

Nach den ersten schönen Plattenlängen folgen leichte Rampen bis unterhalb eines steilen Doppelrisses, diese Passage ist besonders zu Beginn ganz schön brüchig. Danach gelangt man auf ein Band unterhalb der Schlüsselseillänge, diese ist extrem gut mit BH in engen Abständen abgesichert, was aufgrund der Felsqualität sehr beruhigend ist.
Auch der Rest der Route verläuft abwechslungsreich, sogar zwei riesige dolinenartige Schächte werden gequert. In einer der letzten Seillängen klettert man noch einen abgespeckte Hangelleiste, eine Verschneidung und eine großartige Querung an einer Riesenschuppe entlang.
Zum Gipfel gelangt man in wenigen Minuten über schrofige, einfache Kletterei.

Der Ausblick am Gipfel ist wunderbar, Torstein, Adamekhütte, Bischofmütze, Gosauseen alles liegt vor einem. Der Abstieg ist mit Steinmännern markiert bis man zum markierten Linzersteig gelangt über den man dann wieder zur Unterhoferalm absteigt. Auf dem Weg habe ich eine Softshelljacke gefunden und auf der Unterhoferalm abgegeben.

Fazit - eine schöne, abwechslungsreiche Tour mit herrlichen Ausblicken, trotz der guten Absicherung in der Schlüsselpassage, alpin und aufgrund des Gesteins mit Vorsicht zu klettern.

Zustieg: ca. 800hm, 2-2,5h
Kletterei: ca. 450hm

Tourengänger: Martina


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