Pic de Néouvielle (3091m, Abbruch auf 2850m wg. Vereisung)


Publiziert von pame , 15. Oktober 2010 um 07:11.

Region: Welt » Frankreich » Pyrénées » Hautes-Pyrénées
Tour Datum: 5 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Lac d'Aubert Parkplatz (2130m) - Pt.2439m - NO-Flanke - Anciens Glaciers (2850m) - Hourquette d'Aubert (2498m) - Lac d'Aubert Parkplatz (2130m)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Tarbes - St-Lary-Soulan - Lac d'Aubert
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s.o.
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels in St-Lary-Soulan

Der Pic de Néouvielle (3091m) gilt als einer der leichtesten 3000er in den franzoesischen Pyrenaeen. Er kann bequem als Tagestour gemacht werden. Startpunkt ist der hochgelegene Parkplatz am Lac d'Aubert (2150m). Bei guten, sommerlichen Verhaeltnissen, sollte die Tour ohne weiteres in ca. 5-6h zu machen sein.
 

Ich wollte jetzt, Anfang Oktober, noch schnell einen 3000er machen. Nach einer Beschreibung im Internet klang es so, als ob man vom Start bis zum Gipfel bequem auf einem Wanderweg hochwandern kann. Dem ist nicht so! Nur auf den ersten 300Hm gibt es einen mehr oder weniger sichtbaren Pfad (T2). Der Rest ist zwar nirgends steil, geht aber ueber anstrengendes Blockgelaende (jedenfalls habe ich keinen Pfad gefunden), in dem man nur sehr langsam vorankommt (T3-T4). Ausserdem fuehrt diese "Normalroute" durch den "kalten" N-Kessel des Berges.
 


Der Wetterbericht jedenfalls war sehr vielversprechend: Mindestens 3 Tage durchgehend Sonnenschein bei sommerlichen Temperaturen (Nullgradgrenze auf 4000m). Leider hat es am Tag zuvor in Hoehen ueber 2500m den ersten Schnee gegeben. Zwar nur ein paar cm, aber genug, um das Vorankommen auf den Bloecken noch muehsamer zu machen. Ab ca. 2700m waren die Felsen schon etwas vereist, was nach oben hin natuerlich immer mehr wurde.
 

Kurzum, es ging nicht; es war zu riskant, allein und nur mit leichten Trekkingschuhen angesichts der vereisten Felsen unterwegs zu sein. Nicht so sehr wegen der Absturzgefahr; dafuer ist das Gelaende nicht steil genug. Aber wegen des Verletzungsrisikos. In Anbetracht der schon relativ kurzen Tageslaenge, und des nicht vorhandenen Handysignalempfangs, hab ich dann (fluchend) die Entscheidung getroffen, etwa 200Hm unter dem Gipfel abzubrechen. Auf dem Rueckweg war ich noch langsamer, da ich ueber die verschneiten Felsbloecke sehr vorsichtig absteigen musste.

Statt auf der Aufstiegsroute direkt zurueckzugehen bin ich allerdings auf der Hoehenlinie von etwa 2400m durch relativ leichtes, wegloses Gelaende (T3) hinueber zum kleinen Pass "Hourquette d'Aubert" (2498m) gegangen. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht nach N und es fuehrt ein leichter Wanderweg, ein Abschnitt des GR10 (T2), in etwa 1h zurueck zum Parkplatz.


Tourengänger: pame


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Kommentare (5)


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MicheleK hat gesagt: Der Bergruf...
Gesendet am 15. Oktober 2010 um 19:55
ist sicher der richtige Entscheid.. troztdem... der Berg rennt nicht davon....

... die Milliardenstadt ist 'too busy', man will weg und es soll sich lohnen ...

...N-Flanken sind tueckisch und in dieser saison, wenn mal geschneit hat kommt zu wenig Waerme rein...

...macht alles um was zu unternehmen, remote planning...

Noch schoene Touren.
Michele

pame hat gesagt: RE:Der Bergruf...
Gesendet am 15. Oktober 2010 um 20:08
Genau! Ich komme wieder!
Gruss
Patrick

Riosambesi hat gesagt:
Gesendet am 28. September 2014 um 15:12
wollte letzte Woche auch auf den Pic de Néouvielle, vor allem die Zeit hat mit einen Strich durch die Rechnung gemacht, es geht wirklich nur sehr schleppend voran (siehe mein Bericht). Was mir unklar ist: der Normalweg führt über die Einsattelung Brèche de Chausenque auf 2790m, die du auch passiert haben müsstest aber nicht erwähnst. Oder bist du eine andere Route gegangen? Gruß Michael

pame hat gesagt: RE:
Gesendet am 28. September 2014 um 20:36
Nein, ich bin unterhalb der Breche de Chausenque geblieben und wollte durch den Talkessel suedlich davon ueber den alten Gletscher aufsteigen. Dass es auch ueber den Grat geht wusste ich gar nicht. Ich hab im Wesentlichen versucht, diesem Bericht hier zu folgen: www.pyrenees-team.com/pteam/randos/neouvielle/1. Interessant: Dir kam die Route also auch genauso muehsam vor wie mir...:-)
Gruss,
Patrick

Riosambesi hat gesagt:
Gesendet am 28. September 2014 um 23:26
du hast Recht, auf meinem nicht sehr genauen Ausdruck sieht es so aus als müsse man über die Brèche de Chausenque und dann dem Grat folgend zum Gipfel, Aber deine Route scheint die wesentlich bessere zu sein. Wie auch immer, beim nächsten Mal bin ich klüger... Komme zum Glück alle 6 Wochen beruflich in die Gegend


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