Piz Mirutta


Publiziert von matt , 7. Oktober 2010 um 18:55.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum: 6 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1560 m
Abstieg: 1200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW bis Fidaz/Waldrand, mit ÖV bis Bargis
Kartennummer:Lk 247 - Sardona

Der Piz Mirutta ist ein eher unscheinbarer Gipfel, da er von wesentlich "prominenteren" Gipfeln umgeben ist und daher oft nicht beachtet wird.
Bei meiner Tour auf den Crap Mats und Tschep haben mich die langen Grate am Tristelhorn und am Pt.3074 beeindruckt. Den Piz Mirutta habe ich aber ehrlich gesagt auch nicht als Gipfel wahrgenommen. Erst ein hier kürzlich veröffentlichter Bericht hat mich auf diesen Gipfel aufmerksam gemacht.

Mit dem Auto nach Fidaz/Waldrand (ab hier Zufahrt nur mit Bewilligung resp. ÖV bis Bargis). Da der erste Bus erst nach 09.00 Uhr fährt, mache ich mich zu Fuss auf den Weg nach Bargis. Dort kommt der Gipfel zum ersten Mal ins Blickfeld. Von Bargis wird nach Lavadignas aufgestiegen, bevor es jedoch ins Val Lavadignas hinein geht, bin ich geradeaus um den Bergrücken nach Culm da Digg weitergegangen.
Von hier aus erfolgt der Gipfelaufstieg weglos über die Alpweide. In Richtung Westen öffnet sich nun der Blick zum Trinserhorn, Piz Sax, Fuorcla da Raschaglius u.s.w.
Auf dem Gipfel angekommen zeigt sich ein eindrückliches Panorama (Tristelhorn, Glaserhorn, Ringelspitz, Tschep, ...). Da ich noch den Grataufstieg zum Pt. 3074 erkunden wollte, bin ich dann dem Fil da Mirutta nach Norden hin gefolgt. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass man nicht den Pt. 2680 anpeilt sondern linkerhand eine etwas tiefere Route wählt. Da ich das natürlich nicht gewusst habe, stehe ich plötzlich an einer Kante welche fast senkrecht zum Fil da Mirutta abfällt. Also umkehren und wie oben beschrieben weitergehen.
Auf dem Fil da Mirutta ist durch den Regen des Vortages und der Schneeschmelze der Schieferschutt recht tief und rutschig. Ich steige noch bis auf 2850m auf. Die fortgeschrittene Zeit und der tiefer werdende Schnee lassen mich umkehren.
Auf dem Fil zurück bis unter den Pt. 2680, dort besteht die Möglichkeit  auf  Wildpfaden vom Grat nach Lavadignas Sura abzusteigen. Direkt  beim Einstieg ist noch ein altes Stahlseil vorhanden welches die ersten Meter etwas erleichtert. Allerdings ist auch hier der Schieferschutt sehr schmierig und erfordert höchste Aufmerksamkeit. Anschliessend geht es über Alpweiden und Schneefelder nach Mirutta, Lavadignas Miez und schliesslich zurück nach Bargis.
Diesemal bin ich genau rechtzeitig da um den Bus nach Fidaz zu nehmen.

Fazit: eine lohnende Rundtour mit wirklich wunderschönen Ausblicken. Das Gebiet der Tektonikarena Sardona ist wirklich einzigartig und wer sich die Zeit nimmt wird immer wieder neue Naturschönheiten und spannende Blickwinkel entdecken.
Will man aber Gipfel wie das Tristel- oder Glaserhorn von Süden her besteigen, würde ich im Val Lavadignas/Val Camutschera aufsteigen und über die Geröllfelder auf den Grat aussteigen. Ich denke das diese Varianten bedeutend schneller und effizienter sind.

Tourengänger: matt


Galerie


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