Hoher Freschen - Extended Version ;-)


Publiziert von MunggaLoch , 5. Oktober 2010 um 07:18.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum: 2 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Strecke:Bad Innerlaterns - Strasse Richtung Furkajoch - Neugerachalpe - Gerenfalben - nordseitig runter - P.1788 - Matona - Hoher Freschen - Freschenhaus - Untere Saluveralpe - P.1577 - Nob - P.1663 - Gapfohl - P.1753 - Bad Innerlaterns
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz gleich bei der Brücke bei Bad Innerlaterns

Um den Hohen Freschen zu besteigen gibt es verschiedene Varianten. Ich wählte bestimmt eine einfachere, hielt mir dort jedoch ein paar Möglichkeiten offen, je nach dem wer mich auf die Tour begleiten würde. Die "Begleitung" blieb jedoch aus und so machte ich mich alleine auf den Weg. Dies auch im Wissen, dass ich so alle meine Umwege probieren konnte ;-)

Gerenfalben
So parkte ich in Bad Innerlaterns. Der Gerenfalben liegt nicht ganz auf dem Weg zum Hohen Freschen, aber der Umweg ist auch nicht gross. Die ersten paar Meter wollte ich mir ersparen und per Anhalter Richtung Furkajoch fahren. Aber das mit dem Anhalter am Furkajoch ist so eine Sache... Mir sind auf diesen drei Kilometer sieben Autos begegnet:
- 2 Autos gleich ganz zu Beginn, als ich noch meine Schuhe schnürte. Also zu früh...
- 2 Autos kreuzten meinen Weg, aber diese fuhren in Richtung Tal. Auch nicht das, was ich wollte...
- 2 Autos "überholten" mich tatsächlich. Das eine war mir fünf Leuten schon voll und das andere mit einer Person im Kofferraum sogar schon überladen...
- 1 Auto als ich gerade bei der Abzweigung Neugerachalpe die Strasse verliess. Also zu spät...
So bin ich halt alles zu Fuss auf der Strasse gelaufen. Dann gings von der Neugerachalpe mehr oder weniger dem Wanderweg entlang rauf bis zum Gerenfalben. Ab und zu hatte ich das Gefühl, es beginne gleich zu regnen. Aber mehr als so Niesel bekam ich nicht ab. Dafür war auf dem Gipfel nichts von Buchelis Warmfront zu spüren. Somit war auch meine Gipfelrast nicht sehr lange ;-)
Weiter Richtung Gäviserhöhe versuchte ich direkt auf dem Grat abzusteigen. Das empfehle ich absolut nicht weiter. Denn ich musste mich durch Stauden kämpfen und trotzdem viel von der Höhe "einbüssen"! Diese "Abkürzung" schätze ich so mit T4 ein... Dafür hätte ich die Gemsen hinten nicht gesehen ;-)
Ich würde den Wanderweg wieder zurück nach Süden empfehlen und dann über die Göfisalpe zur Gäviserhöhe. Dies wäre viel einfacher und zeitlich wohl nicht mal länger gewesen.

Hohe Matona
Bis kurz vor Matona war es dann eine Fleissarbeit. Es war etwas rutschig, aber recht flach, nichts gefährliches. Zum Gipfel von Matona führt dann eine Wegspur mit einem weiss-blau-weissen Wegweiser. Der Weg führt ziemlich genau auf dem Grat rauf. Ich selber schätze es nicht sehr schwierig ein (T3). Oben darf man für ein paar Meter schon nicht ausrutschen, aber es gibt auch keinen Grund dafür!
Vom Matona runter wählte ich den selben Weg wie rauf. Vielleicht könnte man ganz am Nordende runter, was sich aber jetzt mit etwas Schnee und alleine nicht als Alternative anbot!

Hoher Freschen
In schönem eher flachem Wandergelände gehts weiter Richtung Hohem Freschen. Die Wanderwege sind etwas ausgelatscht und durch den Schnee, der hier auf knapp 2000m liegt, recht flüssig und matschig. Aber dafür hat man ja gute Wanderschuhe an ;-)
Auf dem Hohen Freschen bin ich dann das erste Mal nicht mehr alleine. Hier kommt eine richtige kleine Völkerwanderung zusammen. Die meisten vom Freschenhaus aus, ein ganz Verwegener auch über den Binnelgrat.

Das Wetter besserte sich von Stunde zu Stunde. Mein Weiterweg führte mich am Freschenhaus vorbei bis zur Unteren Saluveralpe. Hier war die Entscheidung fällig, ob durchs Garnitzatal runter und zurück zum Auto oder noch weiter auf den Grat der anderen Seite. Ich entschied mich, wegen der "guten Zeit" und meinen erst ein wenig schmerzenden Beinen für das erweitern der Tour ;-)

Nob
So wanderte ich Richtung Gapfohlalpe. Auch hier wollte ich zur Nobspitze abkürzen und direkt von Norden über den Grat oder von nordosten rauf. Aber der Grat schaute mir zu aufwändig aus und bei der Direttissima ich war mir nicht sicher, ob es gut klappen würde. Von Osten würde es sicher besser gehen, was dann auch tatsächlich so war. Dem Doppellift entland ist es "nur" wandern, nicht klettern ;-)
Auf der Nobspitze hat man dann nochmals eine sehr gute Aussicht zum Matona und Hohen Freschen. Und natürlich in die Schweiz!

Gapfohl
Und da ich jetzt schon hier war, das Wetter immer besser wurde und ich noch ein kleines bisschen Kraft hatte, überschritt ich den Gapfohl auch noch. Zu meiner Überraschung war hier oben beim Gipfelkreuz eine ganze Gruppe von Jugendlichen mit Leiter am Rast machen. Ein ganz anderes Bild im Gegensatz zur "Einsamkeit" der restlichen Tour.

Abstieg nach Bad Innerlaterns
Das letzte Teilstück hatte es dann nochmals in sich! Kurz nach Gapfohl, bei P.1753, hörte ich Hirsche röhren. Und sie schienen so nahe... Einige sah ich dann auch, wirklich so nahe... ;-) Ein paar Hirschkühe "verscheuchte" ich wohl dabei noch. Der Hirsch-"Opa" röhrte jedoch weiter... Ich war froh, als ich ihn sah. Denn er war doch ein paar Meter weiter weg, als es schien. Er war riesig: Ein Dreizehnender? Gibt es das?
Und ich wusste nicht recht, wie viel Freude er hatte, wenn er merken würde, dass ICH seine Ladys eben vertrieben habe ;-)
 


Tourengänger: MunggaLoch


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Geodaten
 3714.gpx Hoher Freschen

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Kommentare (2)


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--- hat gesagt:
Gesendet am 8. Oktober 2010 um 11:36
Hallo munggaloch! genau ein Tag später stand ich oben auf dem Hoher Freschen und Hohe Matola :-) das Wetter war wunderschön, aber dafür gab es viele Meschen in diesem Gebiet..

glg montain_spirit


MunggaLoch hat gesagt: Lustig...
Gesendet am 8. Oktober 2010 um 11:46
Ha, so ein Zufall. Ich warte sowieso noch auf den Moment, wo ich mal einen Hikr per Zufall treffe. Aber ich würde ihn wohl nicht erkennen ;-)


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