Über den Deister : Von Bredenbeck nach Bad Münder


Publiziert von Alpenorni Pro , 3. Oktober 2010 um 11:44.

Region: Welt » Deutschland » Westliche Mittelgebirge » Weser-/Leinebergland
Tour Datum:22 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:20 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bredenbeck, Bus ab Wennigsen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bad Münder, Bus nach Springe
Kartennummer:Offizielle Wanderkarte "Wandern im Deister" ( 1:25.000)

Der Deister (405m), nördlichster Höhenzug Deutschlands, bietet dem Tourengänger eine große Auswahl an Waldwanderungen. Der Klassiker darunter ist die Kammwanderung, die man auf bis zu über 30 Kilometer ausdehnen kann :
Norddeutscher Wanderklassiker: Die komplette Deisterkammwanderung [hikr.org] .

Ein gewisses Manko ist aber, dass Aussichtspunkte dabei eher rar gesäet sind. Annaturm, Nordmannsturm, Rodenberger Höhe wären da vor allem zu nennen. Speziell bei den Anstiegen von Norden auf den Kamm befindet man sich aber fast ausschließlich mitten in ausgedehnten Waldungen, die kaum einmal eine Fernsicht zulassen.
Paradox, aber die "Waldgrenze" liegt hier auf ca. 100 bis 150m Höhe - die "untere Waldgrenze" ist gemeint ! Auf der sonnigen Südseite aber reichen Felder und Wiesen bedeutend höher hinauf und bieten Aussichtspunkte bis in knapp 300m Höhe.
Die hier vorgestellte Möglichkeit, den Deister von Nord nach Süd zu überschreiten, führt dementsprechend zunächst durch Nadel- und Pilzwälder empor zum Übergang des Taternpfahl, einem historischen Ort, mussten doch einst die Zigeuner ( = Tatern ) hier gemäß den Vorschriften eine mehrtägige Rast einlegen, bevor sie weiter nach Süden in den Springer Raum ziehen durften.
Bilder aus dem Innern des Waldes z.B. hier: Spätsommertage im östlichen Deister [hikr.org]
Vom Taternpfahl lohnt sich der Abstieg zum Waldrand oberhalb von Springe, wo sich die Aussicht auf das Leinebergland und bei klarer Sicht bis zum Harz mit dem Brocken ( 1142m, ca. 80 Km entfernt ) öffnet.
Wiederaufstieg dann jenseits des Springer Kessels zum Fahrenbrink, wo sich alte, aufgelassene Steinbrüche zum Stöbern anbieten. Leider ist das Gestein sehr zerrüttet und brüchig, sonst könnte man hier durchaus ein paar Klettergartentouren eröffnen.
Man kann den Steinbruch an seinem Grund, nach Norden hin, durchwandern und dann an seiner nördlichen Kante direkt die Höhe des Fahrenbrink gewinnen ( T2/T3 auf 20m ). Hier angelangt, folgt man dem Forstweg absteigend zur Hillerhütte ( auf den Karten meist mit "Bühringbuche" bezeichnet ), einem sehr schönen Rastplatz mit Blick ins Land.
Weiter geht es nun nach Westen, das Wiesental bei der Domäne Dahle umrundend, zum Mesenstein, wo der Blick ins Weserbergland frei wird. Abstieg dann über Ziegenbuche nach Bad Münder.
Mit der Deister-Wanderkarte 1:25.000 findet man sich gut zurecht und kann im Detail auch etwas variieren.
Wichtig ist, dass man vorab den Busfahrplan zu Rate zieht : Von Bad Münder aus fährt schon um kurz nach 18.00 Uhr (!) der letzte Bus nach Springe, wo man Anschluss an den Regionalzug hat.
Dies war eine der letzten Spätsommertouren dieses Jahres, mittlerweile hat der Laubfall ( und in den Alpen ja auch der Schneefall) eingesetzt und es wird definitv Herbst mal wieder.
Obwohl ich hier im weitgehend flachen Norddeutschland wohne, bin ich doch bei meinen "Heimatwanderungen" in 2010 bislang auf über 1000 Wanderkilometer bei über 26.000 Höhenmetern gekommen. Es läppert sich zusammen !   :-) 






Tourengänger: Alpenorni


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Kommentare (1)


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BaumannEdu hat gesagt:
Gesendet am 4. Oktober 2010 um 11:58
Mal etwas ganz anderes. Hat auch seinen Charme. Es muss ja nicht immer steil sein wie am Mättenberg.


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