...... nur mittwochs!


Publiziert von Henrik Pro , 2. Oktober 2010 um 14:34.

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum:26 Oktober 2005
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-SO 
Zeitbedarf: 3:30
Abstieg: 900 m
Strecke:Untergrenchenberg - Stallflue - Ruine Schauenburg – Lommiswil
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:Jura Blatt 2 1 : 50 000

.... die Konsultation mit diesem Fahrplan ist absolut zwingend! Es gibt ja beileibe viele Einschränkungen, wer ÖV-mässig unterwegs  - gewollt und ungewollt.  Dass aber z. B. auf dieser Linie nur an Mittwochen gefahren wird, monatsabhängig, ist auch für die CH eher eine Rarität.
 

 .... ich begebe mich nach Grenchen. Diesmal über Olten – am Jurafuss entlang, es ist sonnig und herbstlich warm. Am Bahnhof in Grenchen Süd entledige ich mich meiner Fleece-Jacke, sehe das Poschti nicht sofort und stutze ein wenig ....der Fahrplan ..., Unsicherheit kommt auf – es ist Mittwoch! Der Bus nähert sich beinahe geräuschlos der Haltestelle – ich steige ein, und bin bis auf den Unteren Grenchenberg allein.
 

 .... ohne hier gleich zu rasten, starte ich meine Herbst-Wanderung – entlang des Jurakamms mit noch nicht ganz festgelegtem Ziel. Das offene Gelände und die sofort wahrzunehmende Weite nach allen Richtungen begeistert immer wieder – werfe ich den Kopf zurück, schaue nach oben, Blau mit Schlieren, drehe ich mich um die eigene Achse, sehe ich Kämme, Kreten und noch undeutlich gen Süden hin Schemen, die Alpen. Zauninstallationen, die teils windschief einen begrüssen und auch manchmal Kopfschütteln nach sich ziehen, zeigen auf, dass wohl nicht nur das Vieh vor Gefahren geschützt werden will – Wandabruch beim Ängloch. Hier verläuft der Kretenweg oberhalb der Wandflue, später die Küferegg und schliesslich die Stallflue mit ihrem markanten Holzkreuz sowie der wettergegerbten Holzbank.
 

 .... es ist nicht die grosse und lange Wanderung, fast wäre es als Schichtdienstleistender ein Vorhaben z. B. vor dem Spät- bzw. Nachtdienst. Ich bin zügig unterwegs, begegne lediglich an einer Hand abgezählt weniger als fünf andern Individuen, obgleich die Sonne uns an diesem Tag durchaus spätherbstlich verwöhnt.
 

 .... die Hochfläche der Stallflue mit den südwärts ausgerichteten Fall-Terrassen verheisst eine kleine Sitzpause – mit einem mitgebrachten Landjäger. Im Rücken die ganzjährig bestehende Schneeverwehungsstaffage, teils umgeweht. Die Alpen sind nicht deutlich zu erkennen, auch die mäanderte Flusslandschaft im Mittelland nicht, doch von hier oben wirkt sie intakt ...
 

 .... „Was, du warst nicht auf der Hasenmatt?“ – nein, war ich nicht, ich hatte einfach keine Lust. „Aha!“. Ich stieg beim Geländeeinschnitt Müren die Serpentinen hinab (obwohl die Karte eine Direttisma zeigt) zum Naturfreundehaus Schauenburg, das nicht geöffnet hatte! Kaum sichtbar, aber auf der Karte vermerkt die Ruine Schauenburg, geht der Weg rechts davon nach Lommiswil: Auf gut beschilderten Wegen kommt man dann nach ca. 1 ½  h am kleinen Bahnhof an. Die neuen Kompositionen der MB halten hier auch ohne "Halt auf Verlangen". Leider vermisste ich eine Bank zum Ausruhen - die fand ich dann zurückversetzt in der Waldecke gegenüber der Station!
 
 
 
 
 
 
  

 


Tourengänger: Henrik


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