Rundtour über die Haglere und seine Vasallen


Publiziert von bulbiferum Pro , 1. Oktober 2010 um 18:38.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:29 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hagleren und Giswilerstöcke   CH-LU   CH-OW   Entlebucherflühe - Fürstein 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:17,7 Km; Bunihus - Bleikenkopf - Haglere - Nünalpstock - Haldimattstock - Bärenturm - Sattelpass - Holzhack - Chessiloch - Chragen - Bunihus
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW zum Schiessstand bei Bunihaus

 Die Planänderung wegen des Wintereinbruchs in den höheren Lagen brachte mich wieder einmal in das Gebiet zwischen Sörenberg und Giswil.
Den PW parkte ich beim Schiessstand bei Bunihus. Unter der Woche geht das gut. An Wochenenden wahrscheinlich nur, wenn kein Schiessbetrieb ist. Zuerst geht es bis zum Hof Oberflüeli der Strasse entlang. Gleich nach dem Hof verlässt man die Strasse und geht dem Zaun entlang hoch. Die Route ist durchgehend gut markiert und nirgends zu verfehlen.
Der Bleikenchopf ist der erste schöne Aussichtspunkt. Beim Anblick der verschneiten Haglere wusste ich plötzlich, du hast die Sonnenbrille zu Hause liegengelassen. Das Zwischenhoch markierte Präsenz, der Himmel war fast wolkenlos. Mir schwante nichts Gutes für meine Augen. Umkehren mochte ich deswegen aber auch nicht.
So genoss sich zuerst einmal die wunderschöne Passage durch das Hochmoor. Gerade im Herbst gefallen sie mir besonders gut. Das Gras ist golden und man riecht den Herbst förmlich. Auch hier hatte es schon Schnee. Die Birkhühner haben viele Spuren gelegt und ich habe auch einige entdecken können. Für Fotos war ich aber zu weit weg. Stören wollte ich sie nicht und so verliess ich den Pfad auch nicht.
Im Aufstieg zur Haglere lag noch viel Schnee. So zwischen 10 und 30 cm waren es noch. Vor allem das rechte empfindlichere Auge machte mir nun ohne Sonnenbrille Probleme. Ich musste es mit einem Stirnband abdecken. Dadurch war das räumliche Sehen stark eingeschränkt, was das Gehen ein wenig mühsam machte. Auf dem Gipfel ein prächtiges Panorama mit einer weiten Sicht. Ich hatte wieder einmal einen super Tag erwischt. 
 
Auf dem Grat hinauf zum Nünalpstock lag auch noch reichlich Schnee. An einer Stelle war ich ganz froh um das vorhandene Seil. Auf diesem Gipfel verweilte ich nicht lange. Von hier konnte ich das lange Wegstück bis zum Bärenturm gut einsehen. Auf diesem Stück quert man ein zweites Hochmoor. Die gurrenden Lauten der Birkhühner war die ganze Zeit über zu hören. Auf dem Bärenturm ein Blick zurück. Von hier kann man das ganze Wegstück zwischen Bleikenchopf und Bärenturm einsehen.  
 
Nun geht es steil, nass und morastig hinunter zum Sattelpass und dann weiter zum Hof bei Schaftelenmoos. Hier könnte man die Strasse nehmen um einfach wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. Ich wollte aber unbedingt  noch beim Chessiloch vorbei schauen. Gemäss der Karte müsste das ein interessanter Ort sein. Ich würde dann allerdings auf der falschen Seite des Rotbaches unten ankommen.
 
Über den Hof bei Holzhack, ein eigenartiger Name, ging es auf einem abwechslungsreichen Weg hinunter zum Eggli. Unten rauschte der Rotbach in seinem breiten Bett. Dort unten muss es, den Spuren gemäss, bei starken Gewittern heftig und gewaltig zugehen. Ein Besuch des Chessiloch lohnt sich. Es handelt sich um eine enge Schlucht mit einem schönen Wasserfall. Dank des vielen Schnees und des Tauwetters führt er heute viel Wasser.
 
Nach Chrachen kam dann bald einmal der Punkt, wo ich den Rotbach überqueren wollte. Auf der Karte war eine Verbauung eingezeichnet und ich hoffte, trockenen Fusses hier hinüber zu kommen. Ein Augenschein machte aber bald klar, dass das zu gefährlich war. Das Wasser floss ca. 30 cm hoch über das Wehr und stürzte dann flussabwärts ca 3-4m in das Bachbett hinunter. Ein Ausrutscher auf den nassen Steinen und einen Sturz wollte ich nicht riskieren. Die Alternative 800m weit zur Brücke hinunter zu gehen und auf der anderen Seite wieder hinauf  war aber auch nicht nach meinem Gusto. So watete ich 30m weiter flussaufwärts durch den Bach. Stellenweise stand ich, Schneeschmelze sei Dank, bis knapp unter die Knie im Wasser. Die Schuhe habe nicht mehr ausgezogen, ich hatte ja nur 5 Min. bis zum Auto.

Es war ein toller, schöner Tag. Die Batterien sind wieder aufgeladen. Am nächsten Samstag muss ich noch eine Sektionswanderung durchführen. Vielleicht kann ich meine Kameraden ja auch für diese Tour begeistern. Dann aber mit einem Abschluss ohne Fussbad.

Tourengänger: bulbiferum


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