Duttenberg Ostwand "Moospolster"


Publiziert von Bergmax , 27. September 2010 um 21:12.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Tour Datum:26 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 170 m
Abstieg: 90 m
Strecke:5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus bis Bad Säckingen Gewerbeschule
Zufahrt zum Ankunftspunkt:PKW zum Parkplatz am Seeufer

Ausgefallene Nachmittagstour im südlichsten Schwarzwald.

Diese Tour ist freilich nichts, was man nachzumachen braucht oder gar gemacht haben muss. Aber was soll man sonst tun, wenn Sonntag Nachmittag die Berge rufen und man nicht in die Alpen fahren will?
Freilich sind hier die Bergriffe "Wand" und "Felsen" etwas übertrieben verwendet, aber sonst macht es ja gar keinen Spaß, darüber zu schreiben.

Von der Bushaltestelle Gewerbeschule in Bad Säckingen gibt es viele Wege zum Bergsee. Lohnend ist es "oben rum" zu gehen, an den Kuranlagen vorbei und die Alte Bergseestraße entlang. Nach dem Ortsende kann man auch nach rechts auf einem Pfad zum See spazieren.
Der Seerundweg ist viel begangen und ich kenne ihn gut von vielen Spaziergängen, aber auch als Laufstrecke im Stortunterricht. Zur Abwechslung ging ich im Uhrzeigersinn zum nördlichen Seeende. Dort gibt es einen "Geheimpfad" über den Hügel nach Norden hinab ins Haselbachtal. Dem Fahrweg folgte ich nun Abwärts bis ca. 100 m vor die Rechtskurve, um dann über Pfadspuren (!) nach links durch Springkraut und Gras an den Fuß der "Duttenberg-Ostwand" zu gelangen.  Am linken Rand vorstehenden Felsen stieg ich nun über moosige und dreckige Felsen die knapp 25 m hohe "Wand" hinauf, in der Hoffnung, nicht mit einer Tonne Moos mehr oder weniger sanft in die Dornen am Wandfuß abzurutschen!
Bald war meine neue Route "Moospolster" erfolgreich durchstiegen!
Oben trifft man auf eine Pfadspur im lichen Wald. Südlich der Spur verläuft eine Forststraße, der ich noch schnell einige hundert Meter nach rechts zum (fast) höchsten Pukt des Duttenbergs (429 m) folgte. Nach links hingegen erreicht man über verschiedene Pfade wieder das Seeufer.

Am östlichen Seeufer gibt es noch einen Felsen mit südexponiertem Kamin von vielleicht zehn Meter Höhe, den ich zum Abschluss trotz der Gefahr, von den Leuten auf dem Weg (waren nicht so viele) für einen Spinner gehalten zu werden, erklomm, wobei man eher auf Erde als auf Fels klettert.

Anmerkung: Die Tour ist vor allem als Jux zu verstehen. Das Gelände ist von Pflanzen überwuchert. Schwierigkeit ist knapp. T4 / I, aber die "Wand" ist sehr kurz. Der Kamin ist etwa  I-II, aber sehr unlohnend, weil voller Dreck und wohl auch nicht zum Beklettern gedacht. Die Ernsthaftigkeit fällt recht gering aus, weshalb ich abschließend mit T3+ bewertet habe, was nicht heißt, dass man nicht abstürzen könnte!


Tourengänger: Bergmax


Galerie


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