Sustenhorn Ostgrat


Publiziert von nprace , 24. September 2010 um 21:46.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:23 September 2010
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-UR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 1800 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Göschenen, Postauto bis zum Wanderweg in das Voralptal
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Sustenpassstrasse Es gibt einen Bus aber er fährt selten
Unterkunftmöglichkeiten:Voralphütte 0418870420
Kartennummer:Meintal 1211

Nach einem Aufenthalt in Spanien und einem fast 4 monatigen Alpenabstinenz ging es endlich wieder richtig zur Sache...
Die Besteigung des Sustenhorn über dem Ostgrat war meine bis jetzt anspruchsvollste Sommertour: VIIIIEEEL gelernt und geübt und technische Grenzne wesentlich erweitert. Bref, einfach grandios.

Diese Tour ist schon von Bombo und Ironknee sehr gut beschrieben also ich schränke mich auf die Bedingungen und merkwürdige Passagen ein. Die gesamte Route ist sehr gut von der Voralphütte sichtbar, inklusiv den Einsteig in die erste Kletterlängen.
Ein klarrer Pfad führt auf der alte Moräne hoch von wo man sehr schnell den ersten Bohrhacken erkennen kann. Das Klettern heir verlangt 4 Seillängen und ist einfach sogar in den dunklen Morgenstunden: wir sind um 5:30 von der Hütte losgelaufen und waren gegen 6.15 beim Einstieg.

Die Scharte zum Einstieg auf den O-Grat selbst ist auch sehr gut erkennbar und unseren nord-west geneigten Gletscheraufstieg war auch problemlos. Die Bedingungen waren  Perfekt...am vielleicht den letzten Tag dieses Jahrs... Die erste 500hm bis zur Scharte machten wir in 2 Std.

Die Scharte ist als Schlusselstelle dieser Tour gennant aber wir fanden sie wesentlich einfacher als gewisse Kletterpassage auf dem Grat. 3 BH mit cir. 15-20 m Abstand sichern jetzt diese Passage und blaue Pfeilen sind nicht zu verpassen. Sonst, es gibt viele Möglichkeiten für alpin Sicherung auf Felzähnen.

Von der Scharte hat man fast 600hm im III-IV Gelände. Wir habe insgesamt gegen 12 Seilängen hier gemacht und nur wenige Stellen sind auf kurzem Seil begehbar - z.B. direkt nach der Scharte cir. 50hm. Der Felse ist sehr fest auf dem Grat selbst aber einige Stellen verlangen eine Querung in die nord Flanke wo es einige wacklige Blocken doch gibt. Es gibt in wenigen Stellen noch Bohrhacken aber die Route muss sonst alpin gesichert werden, für welche es gibt jene Menge von Möglichkeiten.

Nach 7 Std und 15 Minuten standen wir dann auf dem Gipfel in der Gessellschaft des fast gesamten Schweizer Alpenraums. Grand Combin bis Bernina und sogar der Ortler war gut zu erkennen. Der Abstieg zu der Tierberglihütte war dank noch mal hervorrangenden Bedingungen schnell auf dem Steingletcher erledigt aber nicht bevor wir schon die Winterplänne für die Befahrung des Gewachthorn via die Nordflanke gelegt haben :-)

Die Stimmung war erst-klassig - warmen Fels, riesige Gletscherspalten und Seraks und dieses ganz tolle Gefühl während einem Prachttag par excellence endlich richtig Bergen zu steigen. Diese Touren die, dank guter Plannung und Vorbereitung, Bedingungen und genau die richtige Mischung aus Ambition, (Wage)Mut und Erweiterung der Grenzen sind für mich die schönste Lebensmomenten und bringen mich enorm viel weiter in dieser wunderbaren Sportart. Ich wage die Aussage dass ich in dieser Interpretation nicht allein bin...
Jetzt kommt den Winter anscheinend und der Saison der hohen Gipfeln ist veilleicht damit zu ende...aber nur temporär.

Tour mit Dan von Birdos Freeride Skis in Andermatt ,der nächste woche seine Bergführerausbildung beginnt. Viel Erfolg!

Übringens, kann ich die Voralphütte nur empfehlen. Beste Grüsse an Anita und Bruno und ihre Hütteteam inklusiv die Berghühnentruppe.

Tourengänger: nprace


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