Mittagstöckli und Schijenstock


Publiziert von justus Pro , 24. September 2010 um 00:23.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:19 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Schilt-Mürtschengruppe   Oberseegruppe 
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m

Spätaufstehertour auf zwei Gipfel im Grat Fronalpstock Nüenchamm. Die Gipfel dieses Grats gehen meistens gegen den dahinterliegenden Mürtschenstock unter oder sehen neben dem klotzigen Fronalpstock etwas kleingewachsen aus. So ist man meist alleine unterwegs.

Nach langem Frühstück erst nach 11 aufgebrochen. Von Näfels auf dem Wanderweg Richtung Mulleren und weiter hinauf zur Fronalpscharte. Wenn man nicht den Gemsspuren folgt sondern etwas weiter rechts hinaufsteigt findet man ein massives Stahlseil, an dem man mit Vertrauen rupfen kann.

Leider drängen von Westen Wolken über den Grat, was aber einige wunderschöne Effekte zeigt. Zuerst mehrheitlich auf dem Grat bis unter das Mittagsstöckli. Auf dieses erst etwas links des Grats und dann oberhalb der kleinen Felswand auf einem Gemspfad nach rechts querend und dann unschwierig zum Gipfel. Der Grat ist nun erstaunlich breit und grasig.

Hier habe ich die Sonne im Rücken und den Nebel unter mir, was dieses Phänomen ergibt. Das sieht man ja manchmal auch aus dem Flugzeug, aber kann mir das jemand erklären? Habe wohl alles aus der Physik schon gut vergessen :(

Vor einer markanten Scharte wird der Grat wieder ziemlich dünn und ausgesetzt. In die Scharte bin ich zuerst ein Stück in die Ostflanke abgestiegen und dann traversiert. Der Aufschwung, unter dem man nun steht, sieht ziemlich eindrücklich aus. Ich umgehe jedoch die Schwierigkeiten, denn auf Gemspfaden kann man  in der Ostflanke des Schijenstocks eher abwärtshaltend bis zu einem breiten Couloir wandern. Durch dieses erreicht man in Schrofengelände den Vorgipfel und über einen kleinen Grat leicht den Hauptgipfel. Leider gibt es Aussicht nur in Richtung Mürtschen. In einem Bogen durch die grasigen Nordghänge des Schijenstocks hinunter und wieder auf den Grat, der nun in wenigen Zacken bis zum Fedensattel führt. Hier könnte man sich den Grat auch sparen und direkt zum Fedensattel steigen.

Auf dem Wanderweg hinunter nach Mulleren und zu einem schon fast Sonnenuntergangsbier im Restaurant Alpenrösli bevor es auf dem wieder weiter geht.

Tourengänger: justus


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