Trio Grande :-) Girenspitz, Gauschla, Alvier


Publiziert von HADi , 23. September 2010 um 15:24.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:22 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Mountainbike Schwierigkeit: ZS - Fahrtechnisch anspruchsvoll
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alvier Gruppe   CH-SG 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 2400 m
Abstieg: 2400 m
Strecke:Azmoos, Pt. 1597, Pt. 1821, Girenspitz, Gauschla, Alvier, Palfries, Pt. 1597, Azmoos

Eine lange und eindrückliche Tour im Alviergebiet.
 
Schon zig-mal bestaunten wir die Gauschla von der Autobahn Chur in Fahrtrichtung Sargans. Auf zwei herrlichen Skitouren in diesem Jahr entdeckten wir den eigentümlichen Girenspitz an der Südkante dieses Massivs.
Inspiriert von einigen HIKR Einträgen kehrten wir dem Büroalltag den Rücken um eben diesen Zapfen zu besteigen.
 
Gestartet sind wir mit dem Bike und schwerem Rucksack in Azmoos. In knapp 2 Stunden kurbelten wir uns hoch zum Pt. 1597.
Dort rüsteten wir uns hikemässig um und folgten dem Wanderweg in Richtung Palfries. Auf etwa 1700 m schlugen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Büsche und durchquerten den Wald Richtung Nordost bis wir in die Geröllhalde unter dem Schafbödili gelangten. Mit unserem überraschenden Erscheinen haben wir ein grosses Rudel Gämsen aufgescheucht. Etwas neidisch verfolgten wir die 30 bis 40 Tiere bei ihrem leichtfüssigen Sprint über das lose Geröll. Nach der Querung des Schuttkegels gegen Osten stiegen wir im steilen und von felsigen Rippen durchzogenen Gras hoch zu Pt 1821.
Weiter ging es auf dem Rücken in Richtung Girenspitz, zu dessen Fuss wir über ein steiles Grasband gelangten. Auf den ersten Blick sieht der Gipfel nicht sehr einladend aus- steil und brüchig.
„Uii…. das ist aber ein steiler Zahn“! „Hmm…. ich finde, er sieht gar nicht so schlimm aus!“ „Warte nur, bis wir da sind“. „Meinst du?“ „Hmm... weiss auch nicht......“!
Wer nichts weiss, muss alles glauben- so gingen wir fest entschlossen darauf zu und merkten bald, dass das Gras recht gut gestuft und der Fels doch ziemlich fest ist.
Die letzten zwei Meter sind etwas steiler und ziemlich ausgesetzt, mit etwas Mut jedoch problemlos zu meistern. Nach zwei Kletterzügen standen wir auf dem Gipfel und genossen die imposanten Tiefblicke.
Der Abstieg erfordert bei der ersten Stelle vollste Konzentration, danach geht es etwas einfacher zurück zum Steinmännchen. Von dort stiegen wir nochmals einige Meter ab und drehten südwärts in Richtung unseres nächsten Gipfelziels.
Durch steile Rasenbänder und Traversen stiegen wir zur Gauschla hoch. Obwohl perfekte Verhältnisse herrschten, setzten wir ab und zu unsere Pickel ein. Das sehr lange Gras in den Schattenrinnen war ziemlich rutschig und einen Sturz hätten wir kaum mehr bremsen können.
Eine Stunde später standen wir auf der Gauschla, hielten eine ausgedehnte Gipfelrast und bewunderten vor allem die „Abgelöste“! Für uns fast unvorstellbar, da hinauf kraxeln zu können- aber wir kommen wieder! :-)
Auf Pfadspuren verliessen wir den Gipfel gegen Nordosten und stiegen bei etwa 2070 Meter wieder hoch zum Sattel und von dort weiter zum Alvier, wo wir uns verdientermassen bei einem kühlen Getränk erfrischten.
Für den Rückweg über das Chemmi nach Palfries hielten wir uns an den Wanderweg, die letzten Meter zu unserem Bikedepot durften wir uns noch auf die Ladebrücke eines Lieferwagens setzen.
Mit unseren Bikes fuhren wir über die Wanderwege zurück nach Oberschaan.
Wurzeln, verblockte Passagen, Wiesenwege und Asphalt nahmen wir unter die Räder- froh, dass wir das nicht zu Fuss machen mussten.
Mit einem Lächeln im Gesicht erreichten wir Azmoos- ein weiterer toller Bergtag findet hier sein Ende!
 
 
 


Tourengänger: HADi


Galerie


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