Kraxeln auf Holz (-und Leenflue)


Publiziert von Berglurch , 21. September 2010 um 21:41. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum:21 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 450 m
Abstieg: 450 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Oensingen oder Parken am Strassenrand in Leen, überhalb von Niederbipp cff logo Balsthal oder Parken an der Forststrasse Richtung Oberberg

Die Leenflueh - die Felsbastion überhalb Oensingen und die Holzflueh - das Wahrzeichen des Jura-Marktfleckens Balsthal: Beides schöne, ausgesetzte Juragrate, die man in jeweils knapp 2 Stunden (Leenflue-überschreitung oder Holzflue-Westgrat) überkraxeln kann.

Abermals inspiriert von einem Bericht aus der Zeit, in der Delta den Solothurner Jura seine Wahlheimat nennen durfte, machten sich Marc1317 und ich heute in Oensingen auf den Weg, die Leenflue zu überschreiten. Weils so schön war, überkraxelten wir im Anschluss noch den luftigen Westgrat der Holzflue überhalb Balsthal.

Leenflue: Wie in Delta s Bericht vermerkt ab Leen durch den Wald. Um die ganze Krete zu überschreiten blieben wir auf dem Wanderweg und starteten ab der Hinter Erlinsburg auf dem Grat, der mal breit und gutmütig zu begehen ist, aber auch zwei Schlüsselstellen aufweist: Eine zu Beginn (3 Meter abklettern, III) und die von Delta erwähnte, ausgesetzte Gratkante. Nach dieser in leichtem Auf und Ab (T3-4) zum Felsabbruch in die Klus, der wirklich einen Schlussstrich unter alle Gesamt-Überschreitungs-Ambitionen setzt. Aufstieg auf dem Weglein durch die Nordwand (Vorsicht bei Nässe) und an Oensingen vorbei zurück nach Leen.

Holzflue: Ab Balsthal zum "Brüggli" (unter Kletterern bekannt) in Richtung Oberberg. Unmittelbar nach der Brücke nach rechts. Zunächst über einen glatten Felsaufschwung (III) und dann durch dichtes Gestrüpp bis an den Beginn des Grates. Dieser ist meist stark überwachsen, manchmal ausgesetzt, aber oft auch gutmütig. Alle Schwierigkeiten können auf einer durchgehenden Wegspur umgangen werden (T4). Nimmt man alle Kraxelstellen mit, ist eine T5+ oder T6- gerechtferigt. Viele Klettestellen führen allerdings nur auf Türmchen, die auf der anderen Seite nur mühsam abzuklettern sind. Dass man nach der jeweiligen Strapaze nur immer 5 Meter vorangekommen ist, tut sein Übriges dazu bei, dass man nach einige Türmchen am liebsten zur Umgehungsvariante wechseln würde. Auf dem Gipfel der Leenflueh ist eine Hütte des ortsansässigen Vereins (kann man mieten), ein Brunnen und einige Bänke mit teilweise fantastischem Aus- und Tiefblick. Abstieg auf dem Wanderweg in 25min nach Balsthal.


Tourengänger: marc1317, Berglurch


Galerie


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