Kulinarisch aufgewertetes Wochenende zwischen Genfersee und Saanenland


Publiziert von Zaza , 20. September 2010 um 20:20.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Saanenland
Tour Datum:19 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VD 
Zeitbedarf: 3 Tage

Bergsteigen ist wie Schach, nur ohne Würfel

In Anlehnung an dies weise Wort von Lukas Podolski verbrachten wir ein verlängertes Wochenende mit regelmässigen Anpassungen der Tourenziele. So erlebten wir letztlich mehrheitlich kulinarische statt alpine Höhepunkte.

Am Freitag war es am Genfersee so verhangen, dass wir Plan B aus dem Ärmel schüttelten und in Vevey das Alimentarium anschauten. Ein sehr interessantes Museum zu allerhand Aspekten der Ernährung. Danach war es immerhin aufgehellt genug für die kleine Wanderung von Montreux durch die Gorge du Chauderon nach Les Avants. Freilich wäre es ein Sakrileg, eine Tour in Montreux zu starten, ohne zuerst feinen Käse in der Laiterie an der Rue de l'église catholique einzukaufen. Besonders gut ist die Auswahl an Geisskäse, aber auch die Gruyère-Auslage lässt sich sehen.

Die Wanderung durch die Gorge de Chauderon beginnt in der hübschen Altstadt von Montreux und dauert etwa 2 Stunden. Les Avants, das Ziel für heute, ist ein ziemlich verschlafener Ort, der einst als Kurort gewiss bessere Zeiten erlebt hat. Ein Relikt daraus ist das faszinierende und altmodisch eingerichtete Buffet de la Gare, dessen Raum ideal für einen Tango-Anlass wäre. Danach tuckerten wir mit der MOB nach Gstaad und beziehen Quartier im Rifugio Zaza.

Am Samstag war eine kühne Tour zur Pointe d'Aussel geplant. Aber ach, die Berge waren auch heute verhangen und die Wolken wollten sich nicht verziehen. So wanderten wir halt gramgebeugt von Les Diablerets zum Col de la Croix und von dort weiter nach Taveyanne. Das Refuge de Taveyanne ist eine sehr lauschige Alpbeiz und ein idealer Ort, um sich innerlich und äusserlich aufzuwärmen. Nach dem Mittagessen schlendern wir zur Passstrasse und nehmen dort den Bus nach Les Diablerets - der Busbetrieb über den Col de la Croix endet übrigens bereits am 20. September.

Am Sonntag morgen war es abermals bedeckt, so dass wir das Aufstehen vertagten und damit auch die geplante Tour am Sanetschpass aufschoben. Doch schon zwei Stunden später waren praktisch alle Wolken verschwunden. Naja, was soll's, so blieb uns immerhin noch Zeit für einen Besuch bei der Hornflue mit leichtem Rucksack. Diese felsige Ergebung kann man auf einem etwas ruppigen Pfad überschreiten (Anmarsch via Stutz), um danach zum Restaurant Hornberg zu gehen und via Eige wieder ins Tal zu steigen.

Blieb noch die Heimreise - das herbstliche Wetter am Samstag hatte bereits den Appetit auf nahrhafte Käsespeisen geweckt und so machten wir einen Stopp in Fribourg, wo sich mit dem Midi eine der besten Fondueadressen weit und breit befindet.




Tourengänger: Zaza, stretta


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