Brunnistöckli und Rigidalstock


Publiziert von Greg , 19. September 2010 um 20:41. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:19 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Ruch- und Walenstockgruppe   CH-OW   CH-NW 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 733 m
Abstieg: 733 m
Strecke:Brunnihütte SAC, Brunnistock KS Einstieg, Brunnistock KS Ausstieg, Rigidalstock KS Einstieg, Rigidalstock KS Ausstieg, Brunnihütte SAC
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Auto oder öV bis Engelberg Brunnibahn Talstation
Unterkunftmöglichkeiten:Brunnihütte SAC

Was gibt es schöneres, als eines Sonntagmorgens der Stadt zu entfliehen um sich zwei Stunden später bei schönstem Wetter auf Klettersteigen turnend über Engelberg wiederzufinden?

Mit dem Auto fuhren wir nach Engelberg und konnten dieses direkt neben der Talstation der Brunnibahn auf den Parkplatz stellen. Egal wie lange man parkt, die Kosten belaufen sich pauschal auf 5 Franken. Danach geht es mit der modernen Gondel-Bahn hoch bis nach Ristis, und dort nach 3 Minuten Spaziergang mit dem Sessellift schlussendlich zum Härzlisee hoch. Die Temperaturen sind morgens nun schon relativ tief, gut anziehen auf dem Sessellift! Oben angekommen kann man sich mit einem Kaffee o.ä. in der Brunnihütte SAC erst mal wieder aufwärmen.

Klettersteig Brunnistöckli
Die ersten Sonnenstrahlen berührten unseren Klettersteig Brunnistöckli etwa um zehn Uhr, womit wir dann auch bei diesem starteten. Der Klettersteig ist leicht, beim Einstieg wurde aber der eine oder andere nützliche Tritt weg gelassen - vermutlich um Unwissenden den Mut zu nehmen, was auch okay ist.

Nach etwa 20 Meter ist die erste Wand überstanden, und man gelangt an einem kleinen Gipfelchen vorbei auf einen begrasten Grat. Danach folgt die Hängebrücke, welche allerdings eher als "3 Seile" zu bezeichnen wäre. Diese ist aber leicht zu überwinden. Danach geht's nochmals etwa 30m rauf, immer schön gemächlich und nicht zu steil, dann gelangt man zum Gipfelkreuz. Dies wird offenbar der Brunnistock sein. Jedenfalls geht es von diesem über eine zweite Hängebrücke weiter Richtung Ausstieg, zuletzt aber noch über eine Aluminiumleiter hoch, und das war's dann auch schon. Ein idealer Einstiegs-Klettersteig...

Klettersteig Rigidalstock
Vom Ausstieg des Brunnistöckli gelangt man in ca. einer Stunde Wanderung auf einem blauweiss markierten Bergeweg zum Einstieg des Rigidalstock. Ich belächelte die blauweissen Wege in Engelberg immer ein wenig, aber dieser hat es - vor allem bei Nässe - in sich! Es kann sehr rutschig sein, und das Geröll ist auch nicht griffig. Aber das Ganze ist gut zu überwinden. Ich empfehle dennoch wenigstens einen Wanderstock für den zusätzlichen Halt (vor allem dann für den Abstieg)!

Der Einstieg in den Klettersteig gestaltet sich gemächlich. Man kommt relativ leicht rauf, es gibt ein zwei Stellen, wo grosse Tritte notwendig sind. Beim Aufstieg ist immer darauf zu achten, dass man den genau gleichen Weg wieder runter muss! Wer hier unsicher ist, sollte es evtl. bleiben lassen.

Nach dem ersten Aufschwung und ein bisschen ein Geknorz nach etwa 50m (ein grosser Schritt notwendig) gelangt man dann auf einen kleinen Wiesengrat. Hier führt ein kleiner Weg an eine zweite Wand, welche auch wieder einfach emporzuklettern ist. Bald darauf, nach einer kleinen Querung (aber absolut unproblematisch) erreicht man nun den steilen Aufstieg, der durchgängig mit Eisenbügeln versehen ist. Das erleichtert einem das Stehen enorm und man braucht praktisch keine Kraft beim Umhängen. Hier geht es also eine handvoll Bügel rauf, bis man auf einen Weg gelangt. Dort hört dann auch das Fixseil auf, und der Weg ist einfach zu begehen. Es geht dann wiederum ein wenig rauf, es startet ein neues Fixseil, und das sind dann die letzten 50-100m bis zum Gipfel.

Nach einem verdienten kurzen Gipfelrast geht es nun denselben Weg wieder hinunter. Es sind hier keine Alternativen verfügbar. Dies ist aber unproblematisch, denn die Fixseile sind gut gespannt und wo nötig kann man sich hinein lehnen. Auch das Kreuzen der Personen, welche im Aufstieg sind, ist kein Problem. Es gibt überall wieder stabile Stellen, wo man sich auch mal kurz aushängen kann. Ich persönlich empfand den Abstieg als einiges einfacher als den Aufstieg, aber das wird von Person zu Person wohl verschieden sein. Mit dem Fixseil aber klappt das dann doch ganz gut.

Auch nach dem Ausstieg unten folgt man nun den gleichen blauweissen Weg wie rauf, um wieder runter zu gelangen. Auch hier gibt es keine Alternativen. Vorsicht noch bei feuchtem Boden, das kann recht mühsam sein.

Tourengänger: anles, Greg


Galerie


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T4- WS
19 Sep 10
Via Ferrata Brunnistöckli · anles

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