Schächentaler Höhenweg; von Biel zur Balm


Publiziert von Felix Pro , 23. September 2010 um 21:17. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:19 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 625 m
Abstieg: 475 m
Strecke:Biel - Gangbach-Tobel - Schnäbeli - Älpeli - Hegerwald - Mettenen - Heidmanegg - Vorderen Rustigen - Untere Balm
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW über Luzern, Seelisberg-Tunnel, Flüelen und Bürglen bis nach Brügg; Luftseilbahn nach Biel
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto ab Untere Balm nach Bürglen (Brügg)
Kartennummer:1172, 1192

Nach einem Höhenweg im Lauterbrunner Tal folgt - diesmal in meiner ehemaligen "Heimat" - ein weiterer Schonungstag; auch wenn er sich dann längen- und höhenmässig doch von etwas grösserem Kaliber präsentiert ... Heute steht erst einmal die rechte Talseite des Schächentals auf dem Programm; im Verlauf der Wanderung beschliessen wir, diesem bald einmal noch einen Teil des Naturkundlichen Höhenweges im Schächental folgen zu lassen.

Einzige Gäste der LSB in Brügg (Bürglen) nach Biel sind wir - wir stellen uns auf eine eher "einsame" Wanderung ein. Der Start an der Bergstation bestätigt uns: teilweise dichte Wolken- und Neblfelder hüllen uns ein, nur ein kurzer Blick zu den Urner Bergen ist uns möglich - wir schreiten allein via Rämsenberg dem Gängbachweg hinunter zu dessen Taleinschnitt. Gelegentlich bricht die Sonne für kurze Momente durch - doch es wird ein langer "Kampf", bis gegen Ende der langen Wanderung schönstes Herbstwetter herrscht. Dafür werden wir mit einigen "mystischen" Stimmungs- und Landschaftsbildern belohnt, wenn Wolkenbänke sich auflösen und Berge oder Hangabschnitte sich im Sonnenlicht zeigen.

Die etwas wildere Variante zum offiziellen Höhenweg via Gangbachtobel ist sehr empfehlenswert: auch wenns da etwas feuchter ist - und bestimmt steiler, der Weg um einiges schmaler - empfiehlt sich diese Wegwahl. Lange genug werden wir ab Obflüe, mit dem Erreichen de Strässchens, zahlreichen Höhenwanderern begegnen ... Doch noch vorher, den markierten Weg zum Ratzi gegen links, hangaufwärts verlassend, dürfen wir den erhofften "Hit" des ersten Wegabschnittes geniessen: das "Schnäbeli" erweist sich als äusserst hübsches, einfach und sauber eingerichtetes Hüttchen an schöner Aussichtslage, welches den Wanderern offensteht, und wo man sich mit Getränken eindecken kann - und zur Not auch auf einem Holzherd warme Speisen zubereiten könnte. Danke den umsichtigen Hütten-Abwarten und -Versorgern!

Fortan wandern wir, in sanftem Auf und Ab, mehrheitlich auf breiten Wegen oder Fahrsträsschen, über Riedtlig und Älpeli Richtung Äbnet.  Hier geniessen wir doch bereits herrliche Blicke - zwischen den letzten Wolkenresten hinduchr auf die Pfaffentürme, und unverhüllt zu den Urner Bergen und gegen die imposante Kette von der Gross Windgällen über Gross Ruchen zu Schärhorn und Chammliberg hin. Nach einer kurzen Rast, uns stärkend für den noch beachtlich weiten Weg, wandern wir weiter - immer häufiger geniessen wir die Sonne und begegnen Gleichgesinnten - nach Mettenen (die Alp liegt ca. 30 Meter unterhalb des Wanderweges, welcher mit dieser Kote ausgezeichnet ist (diese Problematik wurde detailliert im letzten ALPEN beschrieben).

Nach dem einzigen etwas anspruchsvolleren Teilstück (steil und nass) vor P. 1808 gehts wiederum gemächlich (nur auf die Biker ist auzupassen) zur Heidmannegg (gemütliches Alpbeizli) nach Chäseren. Hier gönnen wir uns endlich die ausgiebige Mittagsrast - und sind nach einem kurzen Marsch über Vorderen Rustigen sekundengenau bei der Postaustohaltestelle resp. beim Postbus bei Untere Balm, welcher dort Dutzende von Wanderern aufnimmt. Die dadurch entstehende Verzögerung lässt uns den Blick zum Chlausenpass - mit dem Märcher Stöckli (links) und dem Gemsfairen - gebührend geniessen.

Fazit: dieser meist südseitig angelegte Höhenweg war genau richtig für uns (und für viel andere ...): einfach und doch sehr abwechlungsreich zu begehen, mit schönen Ausblicken auf firnbedeckte Urner Berge gleich vis-à-vis - wir sind gespannt auf die Fortsetzung ab Wannelen bis zum Chlausenpass!




Tourengänger: Ursula, Felix


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Kommentare (2)


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Henrik hat gesagt: ....weitere
Gesendet am 23. September 2010 um 22:11
> Schonungstage

wünsche ich Euch in analogen Landschaften ....

Steiss und andern Blessuren gute Besserung!

Liebe Gruess

silberquäki


Felix Pro hat gesagt: RE:....weitere
Gesendet am 24. September 2010 um 19:52
Danggschön!

Wir hoffen das Beste - und solches auch für dich, ganz generell!

lg Felix


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