Ðerinski Vrh (1079m), Pestingrad (1011m)


Publiziert von Tef Pro , 16. September 2010 um 20:48.

Region: Welt » Montenegro (Crna Gora)
Tour Datum:30 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MNE 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:in Altstadtnähe sind alle Parkplätze gebührenpflichtig, kostenlose gibt es Richtung Muo und Vrmac Tunnel

Montenergro ist ein kleines Land mit einer unglaublichen Vielfalt an Natur auf engstem Raum.
Hatten wir die erste Urlaubswoche das bergige, abwechslungsreiche Landesinnere kennen und lieben gelernt, so warteten nun an der Küste gleich die nächsten Höhepunkte auf uns: der südlichste Fjord Europas an dessen Ende die malerische Stadt Kotor liegt, umgeben von Karstbergen.
Da kann ein richtiger hikr natürlich nicht nur am Strand rumliegen, sondern kombiniert zu  Berge - Kunst+Kultur - Strand+Baden - Kulinarische Meeresspezialitäten.
Als Auftakt wählten wir die Berge direkt hinter Kotor. Man beginnt auf Meereshöhe, geht durch die Altstadt und schraubt sich auf alten K+K Militärwegen immer höher und aussichtsreicher hinauf. Etwas aufpassen sollte man nun in Küstennähe auf Schlangen (wir haben bei jeder Tour immer mindestens zwei gesehen), denn sie gelten als die giftigsten in Europa. Auch sollten Menschen mit empfindlichen Haxen lange Hosen tragen, da die Pfade oft recht verwachsen sind und sich Gras und Gebüsch alles andere als kuschelig anfühlt.
Los geht es direkt in der sehenswerten Altstadt von Kotor. Man schlängelt sich durch die Gassen bis zum Nordtor, geht durch dieses, überquert die Brücke und biegt an der nächsten Kreuzung rechts ab. So kommen wir zu einem Taleinschnitt.
Rechts beginnt nun der Militärweg aus der K+K Okkupationszeit. In unzähligen Schleifen geht es den Berghang empor, langsam kommen wir auf gleiche Höhe des Burgberges. Bei einem Bauernhaus gibt es eine Möglichkeit, über das verlassene Dorf Spilijari durch ein Fenster in der Mauer ins Innere der Burg zu gelangen und dort nach Kotor zu gelangen.
Wir nutzen dies später als Abstiegsweg und da er schöner ist, empfiehlt es sich auch als Aufstiegsweg.
Weiter geht es in weiten Schleifen bergauf, die Ausblicke auf die Bucht und die Berge werden immer schöner. So auf circa 500 Meter Höhe lehnt sich das Gelände zurück und über eine Wiese gehen wir schräg nach links in von Kiefern bestandenes Tal hinein. Bei einer Verzweigung folgen wir dem Wegweiser Richtung "Pestingrad /  Krstac". Nach einer flachen Passage wird das Tal enger und der Weg steiler. Der Weg wechselt auf die andere Talseite und führt teilweise über Schotter bergan. Als plötzlich überall Müll rumliegt (von der Waschmaschine bis zum Strohhalm alles) wissen wir, daß es nicht mehr weit zur Straße ist. Straßenränder dienen hier im ganzen Land als Mülldeponie.
Wir gehen links und erreichen nach wenigen Minuten den Krstac-Paß (940m). Am bei der Hitze verlockenden Gasthof  vorbei folgen wir der Straße noch einige Meter weiter, bis und eine Markierung nach links auf einen Feldweg weist. Dieser bringt uns zu einem total heruntergekommenen Gehöft mit Sch..gestank. Schnell zwischendurch und der Straße gefolgt, die eine weite Schleife mach und uns zu einem Sattel bringt.
Hier geht nun nach links der Wanderweg weg. Nach einen kurzen geraden Stück knickt der Pfad nach rechts und wir kommen an einem verfallenen Haus vorbei. Dahinter weist ein Schild nach links mitten ins Gebüsch zum Ðerinski Vrh, eine Pfadspur oder Markierungen sind nicht zu erkennen. Also gehen wir erstmal durch dichtes Gestrüpp auf einem Pfad rechts um diesen Berg herum und kommen dahinter erneut zu einer Verzweigung.
Links geht es wieder zum Ðerinski Vrh, doch wir gehen erstmal zum anderen Gipfel. Dazu folgen wir dem Pfad geradeaus durch dichtestes, dorniges Gestrüpp einige Meter abwärts und dann eben schräg nach links, bis wir den Felskopf des Pestingrad sehen. Um zu ihm zu gelangen, geht es kurz steil über Felsstufen in eine Senke hinab und auf der anderen Seite wieder empor. Toll ist der Ausblick, vor allem auf die tief unten liegende Stadt Kotor.
Nach unserer Pause besteigen wir von der vorher beschriebenen zweiten Verzweigung den Ðerinski Vrh. Weglos geht es von dort in netter Kletterei über den Karstgrat empor, und auch von hier genießen wir den Rundumblick.
Weglos gestaltet sich auch der Abstieg. Wir haben grob die Richtung des verfallenen Hauses eingeschlagen. Das geht anfangs über den Karst sehr gut, weiter unten nimmt der Bewuchs zu und man muß sich seine Bahn suchen. Wir kommen fast ungestochen davon und ziemlich genau dort raus, wo das Schild steht.
Nun geht es auf gleichem zurück, am Gasthof am Paß kehren wir kurz auf ein Getränk ein, und über das verlassenen Dorf Spilijari betreten wir das Burggelände und steigen in die Altstadt von Kotor ab

Tourengänger: Tef


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