Muttler (3294m) von Samnaun


Publiziert von Kris , 14. September 2010 um 02:38.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:28 Juli 2006
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Muttler Gruppe   CH-GR 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Samnaun - Val Maisas - Rossboden - Rotes Seeli - Rossbodenjoch - Muttler - retour (ab Rossbodenjoch alternative Abstiegsvariante unterhalb des Piz Motnair)

Von Samnaun (1828m) aus starteten wir gegen 8:30 Uhr zum allseits bekannten Muttler (3294m).
Unsere Route verläuft durchs Val Maisas zum Rossboden, dann aufsteigend zum Roten Seeli und zum Rossbodenjoch. Von dort geht es über die Nordwestflanke zum Gipfel des riesigen Schutthaufens, dem höchsten der Samnaungruppe.

Zügig gehts zuerst auf breitem Fahrweg voran, bis man an eine Almhütte gelangt (ca. 2050m). Ab der Hütte geht es nun auf gut markiertem Steig wenig steil in Richtung des Rossbodens. (T2)
Nachdem man eine Weile lang in das Tal hineingelaufen ist, verläuft der Weg nach dem Rossboden (2300m) nun langsam nach links und beginnt steiler zu werden. In Serpentinen gelangt man zum Roten Seeli, der gar nicht so rot war, wie er eigentlich angeprisen wurde ;)

Kurz nach dem Roten Seeli gelangt man an das Rossbodenjoch (2757m) - der Gipfel des Muttlers sieht noch sehr weit entfernt aus und ist aus unerfindlichen Gründen den gesamten Anstieg lang kaum "näher gekommen". Nun warten also noch etwa 550m Aufstieg durch streckenweise ungewohntes und nicht immer angenehmes Schiefer-Schuttgelände. Kleine Kraxelstellen sind mitinbegriffen - allerdings wird nicht einmal der erste Grad erreicht. Allerdings sollte sich dieses harmlose Gelände bei großer Nässe noch als deutlich unangenehmer herausstellen, wie wir beim Abstieg erfahren mussten. Kurz vor dem Gipfel wirds dann auch nochmal steiler (T3+) und vor allem eins - brüchig wie nix.

Schon bevor wir am Gipfel standen sahen wir das Unheil auf uns zukommen - dunkle Gewitterwolken. Somit setzten wir zum Schlussspurt an und konnten die Gipfelaussicht freilich sowieso nicht genießen - die Sicht wurde immer schlechter. Wir machten uns schnell an den Abstieg, da die Gewitterwolken bedrohlich nah kamen. Als wir etwa 100 Höhenmeter abgestiegen waren, schlug der Blitz in den metallbestückten Gipfelbereich ein - Glück gehabt - dort oben möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gestanden haben.

Es fängt an in Strömen zu regnen - das sowieso brüchige Schiefergelände wird extrem rutschig unangenehm (T4) - jeder Schritt fordert vollste Konzentration, da man auf unberechenbarem Grund lief. So war dann die Erleichterung dementsprechend groß, als wir den brüchigen Teil der Begehung hinter uns ließen und wieder am Rossbodenjoch standen. Von dort aus wählten wir eine andere Abstiegsvariante die nicht über den Rossboden lief, sondern die Flanke unterhalb des Piz Motnair querte. Die beiden Wege trafen sich kurz vor der anfangs beschriebenen Almhütte wieder und von dort aus ist's ja nur noch ein Katzensprung bis nach Samnaun. Das Wetter besserte sich leider nicht mehr - so wurde die Tour zu einer ziemlich nassen Angelegenheit.


  • KONDITION 3/5
  • ORIENTIERUNG 2/5
  • TECHNIK 1,5/5
  • EXPONIERTHEIT 2/5

Tourengänger: Kris

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