Heute hat meine Frau mich freundlicherweise mit dem PW von unserem Feriendomizil nach Claro gefahren. So konnte ich bereits kurz nach sieben Uhr bei der kleinen Kapelle bei P412 losmarschieren.
Zuerst ein kurzes Stück entlang der Strasse und dann bald auf einfachem Wanderweg gemächlich ansteigend via Censo nach Moncrino. Weiter Richtung Bens, wobei ich mir bei der kleinen Siedlung zwischen Guèr und Bens einen kurzen Verhauer geleistet habe, indem ich im Wald geradeaus Richtung Troncoi gelaufen bin. Glücklicherweise hab ich das jedoch bald realisiert und bin zu der Waldlichtung zurückgekehrt. Dort führt der richtige Weg zwischen zwei Häusern am Rande der Lichtung durch. Die Markierungen waren für mich im ersten Moment nicht sichtbar. Ist man wieder auf der richtigen Spur, gehts problemlos und gut markiert weiter nach Bens. Ab P1274 dann durch dichten Nadelwald bedeutend steiler weiter zur Alpe Peurett. Beim dortigen Rifugio habe ich dann eine Pause eingelegt um mich mit einem Jäger zu unterhalten. Dieser hat mir dann für den Aufstieg zum Pizzo di Claro die "Via Lumino" empfohlen.
Froh aus dem düsteren Nadelwald herauszusein, gehts durch bedeutend schönere Landschaft gut markiert weiter, bis man bei der Alpe Canee die Waldgrenze erreicht. Weiter durch grasiges Gelände, wo man nach den Markierungen teilweise ein bisschen Ausschau halten muss, zum wunderschönen Lago di Canee. Hier habe ich nochmals eine Verpflegungspause genossen.
Beim Wegweiser in der nähe des Sees sieht man in südlicher Richtung einen Steinmann. Zu diesem bin ich Aufgestiegen und dann weiter, weglos in südöstlicher Richtung zur Krete von Pienloscion. Dort sieht man zuerst einen grossen, und später einen kleineren Steinmann. Ist man beim oberen Steinmann angekommen, trifft man auf die Wegspur die zu P2362 führt. Kurz vor P2362 sieht man linkerhand einen kleinen Steinmann in der Geröllhalde. Weglos weiter durch gröberes Geröll in nördlicher Richtung. Bald findet man dann den auf einem Fels den mit weisser Farbe aufgemalten Einstieg in die Via Lumino. Die ganze Route ist mit weissen Punkten und Pfeilen gut markiert. Sie führt durch felsiges, mit Schrofen durchsetztes Gelände. Einige kurze, ausgesetzte Stellen müssen erkraxelt werden und erfordern vollen Handeinsatz. Bei Nässe nicht unbedingt empfehlenswert. Schon bald ist dann auf dieser abwechslungsreichen Route der Gipfel erreicht.
Abgestiegen bin ich zuerst entlang dem rot-weiss markierten Normalweg durch die Schutthalde. Da ich zeitlich gut unterwegs war, beschloss ich während dem Abstieg nicht wie ursprünglich geplant nach Claro, sondern via Capanna Brogoldone abzusteigen. So habe ich dann unterhalb der Felsstufen den Weg verlassen und bin wiederum weglos nach Pienloscion gequert. Kurzer Gegenanstieg zum Wanderweg und via Passo Gagern zur wunderschönen Capanna Brogoldone.
Nach ausgiebiger Rast in der Hütte dann noch kurzer Abstieg auf dem schönen Hüttenweg nach Monti di Savorù und mit der Seilbahn nach Lumino. Die Seilbahn hat je nach Saison einen unterschiedlichen Fahrplan. Die Hüttenwartin weiss jedoch immer Bescheid.
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