Viel FREUD am LEIDbachhorn!


Publiziert von HADi , 13. September 2010 um 16:07.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Davos
Tour Datum:11 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m

Nord-Süd Überschreitung Leidbachhorn-
eine einsame Tour mit "Geburtstagskind" und Hund  :-)

Kaum verlässt man die Touristenhochburg Davos in Gebiete ohne Bahn und Beiz ist man fast alleine unterwegs.
Eine wilde, steile und zerklüftete Tour über dem Rinerhorn.

Gemütlich mit der Bahn hoch zur Station Jatzmeder und auf dem Wanderweg aufs Rinerhorn. Dort weiter Richtung Nord und wir erreichen nach etwa einer Stunde das Marchhüreli.
Das ist in etwa auch das Ende aller Wege- von jetzt an gilt es, mit viel Spürsinn (nein nein- wir hatten nicht deswegen den Hund dabei) die richtige Route über den Nordgrat zu finden.
Was zu Beginn eine einfache Blockkletterei ist, wird um 2700m zusehends schwieriger. Viele Türmchen und Aufschwünge müssen passiert werden. Auf der Westseite sind die Steine und Platten eisig überfroren, auf der Ostseite sonnenbeschienen, dafür steiler und ausgesetzter. Einige Male sind wir mit Halt suchen für uns und den Hund ziemlich gefordert und froh, dass der Border Collie sehr leicht und extrem bergtauglich ist. :-)
Zwei Schlüsselstellen sind zu meistern- ein kurzer Grat, den wir beinahe sitzend überqueren und einen plattigen Aufschwung bei P. 2880, den wir etwas östlich angehen und dann direkt zum Grat steigend überqueren.
In einigen Bereichen liegt viel kleines und grobes Geröll- Steinschlag ist kaum zu vermeiden- umso besser, wenn man alleine unterwegs ist.
Die letzten Meter zum Gipfel sind dann wieder einfacher und nach 3 Stunden freuen sich die einen über das fantastische Panorama und die anderen über das leckere Futter. :-)
Nach ausgiebiger Gipfelrast steigen wir über den Südgrat zur Leidbachfurgga ab- dieser Abschnitt ist um einiges einfacher als der Nordgrat- trotzdem ist konzentriertes Absteigen wichtig. Es liegt viel loses Gestein in den Abstiegsrinnen und Ausrutschen ist nicht erlaubt.
Vom Sattel geht es über Geröllhalden, Wiesen und kurzen Schneefeldern zum Wanderweg bei Nidel Löffel und von dort zurück zur Bahnstation Jatzmeder.

Eine empfehlenswerte Tour für alle, die gerne einsame Grate begehen.
Mit Bilderbuchwetter wie bei uns, (jaja, wenn Engel Geburtstag haben) :-) ein doppelter Genuss!

Auch ohne tierische Spürnase spannend und machbar. 


Tourengänger: HADi

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Kommentare (2)


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Gelöschter Kommentar

HADi hat gesagt: RE:
Gesendet am 13. September 2010 um 17:04
Naja, lag irgendwie auf der Hand. :-) Danke.


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