Ahorn 1139,6m, Gume 1166m, Ober Scheidegg 1249m, Höchänzi 1368m und Napf 1407,6m


Publiziert von Sputnik Pro , 18. März 2007 um 09:19.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:17 März 2007
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-LU   Napf 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 850 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Olten mit der Bahn nach Langenthal, von dort weiter mit der Regionalbahn nach Hüswil (hierher auch von Luzern). Ab Hüswil fährt ein Postauto nach Luthern. Vorsicht: Das Postauto hat fährt nicht regelmässig!
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von Olten mit der Bahn nach Langenthal, von dort weiter mit der Regionalbahn nach Hüswil (hierher auch von Luzern). Ab Hüswil fährt ein Postauto nach Luthernbad. Vorsicht: Das Postauto hat fährt nicht regelmässig!
Unterkunftmöglichkeiten:Berghotel mit Massenlager auf dem Napf, 100 Plätze. Tel.: 034 495 54 08; sehr gute Homepage: www.hotelnapf.ch

EINDRÜCKLICHE GRATWANDERUNG AUF DEN NAPF,  EINEM KLEINEN EIGENSTÄNDIGEN GEBIRGE IM MITTELLAND.

Meine LU-Gipfel Nummer 6 bis 9.

Die eindrückliche Tour startet in Luthern, einem ursprünglich gebliebenem Bauerndorf im Luzerner Hinterland. Man steigt von dort auf den Ahorn und folgt dem Grat bis auf den Napf. Dabei steigern sich die Gipfelhöhen und die Steilheit stets ein wenig. Die Gratwanderung ist maximal T4 abseits der Wanderwege, wenn man auf den Wegen bleibt, dann beträgt die Schwierigkeit lediglich T2. Die Gipfel:

Ahorn (BE/LU; 1139,6m): Von Luthern wandert man über Schwarzenbach den Grat zum Halschnubel hoch. Der auf der 1:25000 Karte eingezeichnete Weg ist am Halschnubel allerdings kaum mehr vorhanden oder durch wucherndes Gebüsch versteckt. Über die Wernisegg geht es dann auf den Grat zwischen Gume und Ahorn hoch. Der Ahorn selbst ist ein Grashügel mit guter Aussicht, man erreicht den Gipfel weglos über einen Grashang. Unter dem Gipfel befindet sich das gleichnamige Bergrestaurant.

Gume (BE/LU; 1166m): Vom Ahorn wandert man wieder auf dem gleichen Weg zurück in die Lücke zwischen Ahorn und Gume. Dann folgt man aber dem Gratweg in Richtung Napf. Vor dem Hof Chatzerschwand steigt man dann weglos in einer Minute auf den Gumen, leider muss man aber einen Stacheldrahtzaun überwinden (ich hasse diese Dinger!). Vom Gumen ist die Aussicht ähnlich wie vom Ahorn, doch einige Bäume versperren die Sicht nach Osten. Interessanterwiese ich südlich vom Hof Chatzerschwand ein höherer Gipfel ohne Namen. dieser P.1196m ist nur 500m vom Gume entfernt, so dass der Gume also ein nur wenig selbtständiger Gipfel ist.

Ober Scheidegg (BE/LU; 1249m): Über den Hof Chatzerschwand und P.1158m wandert man auf einem guten Weg zum Naturfreundehaus (Bergbeiz und Massenlager). Danach geht es weiter auf dem Wanderweg in Richtung Napf. Aber schon bald steht man unter dem Kreuz der Oberen Scheidegg, man verlässt dem Wanderweg und steigt die 20m steil über Gras zum Kreuz hoch (P.1234,9m). Dies ist aber nicht der Gipfel der Oberen Scheidegg, denn man muss dem flachen Bergrücken nach Süden folgen bis es an einem Buchenhain mit Steinmäuerchen nicht mehr weiter nach Oben geht. Hier steht man auf dem schönen und aussichtsreichen Gipfel der Ober Scheidegg.

Höchänzi (BE/LU; 1368m): Von der Ober Scheidegg steigt man kurz über einen Grashang nach Osten wieder auf den Wanderweg ab und folgt diesem weiter meist auf dem Grat in Richtung Napf. Man kommt so beim Eggstall borbei wo man eine herrliche Sicht auf die steilen Nordflanken von Höchänzi und Napf hat. Vom Eggstall geht es dem Wanderweg entlang bis unter die Nordwestflanke des Höchänzi. Man steigt dann etwa 40 Höhenmeter weglos direkt die bewaldete, mässig steile Flanke hoch (T3). Von dort geht es noch etwa 50m über einen kurzen und wenig Grat auf den höchsten Punkt. Die Aussicht ist dank Holzschlag prächtig - auch hatte ich Glück und konnte eine Gams sehen,  leider hatte ich aber den Fotoapparat nicht gerade zur Hand.

Napf (BE; 1407,6m): Vom Hochänzi steigt man nach Osten über Matten rasch wieder auf den Wanderweg ab. Der Wanderweg führt dann steil in den Änzisattel hinunter. Auf der anderen Seite des Sattels geht es dann über den Hof Nideränzi zur Eyflue dem Napf entgegen wieder hinauf. Von der Eyflue hat man eine schöne Sicht zum Napfgipfel mit seinen Nordabstürzen. Man folgt weiter dem Wanderweg und umrundet so die Napfflue. Um den Napfaufsteig schneller und interessanter zu machen, verliess ich den Wanderweg unter der Lücke zwischen Napfflue und Grüebishengst und stieg durch steilen Wald in die Lücke zwischen den beiden kleinen Gipfel. Auf einem grasbewachsenen sehr steilen Grat (T4; bis 55°) stieg ich nun auf den Minigipfel Grüeblishengst. Danach wurde das Gelände bald wieder einfacher und ich erreichte den Wanderweg wieder der auf den Napf leitet. Der flache Napfgipfel hat zwei Vermessungspunkte: P.1405,9m auf der Grenze BE/LU und etwa 100m südsüdöstlich auf reinem BE-Gebiet ist P.1407,8m - also genau genommen ist der Napf somit ein reiner Berner Berg! Nach einem wohlverdienten Bier im Bergrestaurant wanderte ich dann hinunter nach Luthernbad... nur fuhr dort in den nächsten 3 Stunden kein Postauto, doch dank freundlichen Leuten die mich nach Hüswil mitnahmen, kam ich dann doch schnell anch Hause! ;-)

Genaue Route: Luthern - Schwarzebach - Halschnunel - P.1020m - Munibode - Ober Wernisegg - Wernisegg Weidli - Ahorn - Gume - Chatzerschwand - P.1158m - Naturfreundehaus - P.1234,9m - Ober Scheidegg (P.1249m) - P.1227m - Eggstall - Rotschwandflue - Höchänzi (P.1368m) - P.1328m - Änzisattel - Nideränzi - Eyflue -Austieg ab Wanderweg in die Lüke zwischen Napfflue und Grüeblihengst - Grüeblihengst - Napf Westgrat - P.1405,9m - Napf - Trachselegg - Miller Ei - Vorder Ei - P.893m - Luthernbad.

Tour im Alleingang.

Link zur Karte Projekt LU: http://www.hikr.org/files/101894.jpg


Tourengänger: Sputnik

Galerie


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Kommentare (2)


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Fenek hat gesagt: :-)
Gesendet am 18. März 2007 um 13:13
Schöne Tour vor meiner Haustüre. Freut mich, dass dir meine Gegend gut gefällt. Am Napf hat es übrigens auch Gämsen.....

Sputnik Pro hat gesagt: Gämsen
Gesendet am 18. März 2007 um 19:31
Auf dem Höchänzi habe iche eine Gams gesehen. Leider hat sie den "Pips" vom Fotoapparat gehört und war dann schnell Weg. Schade, hätte ein schönes Foto gegeben...


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