Basòdino 3272m


Publiziert von pizflora , 7. September 2010 um 09:31.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 5 September 2010
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   I   Gruppo Basodino   Gruppo Pizzo Castello   Gruppo Cristallina   Gruppo Pizzo San Giacomo 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m

Mit der letzten Bahn nach Robiei und zur Capanna. Morgens kurz nach 6h Abmarsch richtung Alpe Randinascia. Nach der Alpe, bei einer auffällig flachen Schwemmebene nach P.2220, nehmen wir den direkten Aufstieg richtung S, welcher uns etwas mühsame Geröllhalde und wahrscheinlich auch einigen Zeitverlust einbringt. Der auf der Karte eingezeichnete Weg (den wir im Runtergehen dann auch benutzten) wäre wohl sinnvoller und angenehmer gewesen.

Auf dem plattigen Gletschervorfeld kann man sich den Weg eigentlich gleich selbst suchen, da eine Armada von Steinmännchen rumsteht und dadurch eh nicht sehr klar ist, wo nun der beste Durchgang ist. Aber im Prinzip kommt man auf den gestuften, griffigen Platten mit etwas Reibungsklettern fast überall rauf...

Am Gletscherrand stellte sich dann heraus, dass die falschen Steigeisen den Weg in einen der Rucksäcke gefunden haben, und wegen verhockten Schrauben liessen sich diese nicht auf der Stelle anpassen. Wir teilten uns schliesslich ein Paar, was auf dem etwas angetauten, nicht sehr steilen Gletscher überhaupt kein Problem war. Wir hatten auch mit ein paar Leuten geredet, die sogar ohne Steigeisen runtergegangen waren. Spalten, die grösser als einige cm breit waren, haben wir keine bemerkt, und die einzwei Stellen, wo der Altschnee hätte eine Spalte verdecken können, liessen sich ohne Problem umgehen. Den Gletscher quert man ziemlich genau richtung S, im oberen teil etwas links haltend/hängend.

Auf Höhe ca. 3100m trifft man auf den O-Grat, der aus rauhen, festen Blöcken besteht. Nach all den Geröllhalden der letzten paar Wochen ein purer Genuss, auf, oder wenig neben dem Grat den Gipfel zu erklimmen! Technisch kein Problem und generell wenig ausgesetzt.

Rückweg mehr oder weniger gleich wie Aufstieg, abgesehen von dem Weg durch die unteren Geröllhalden/Moränen, den wir diesmal nicht verpassten. Artete etwas in einen Schlussspurt aus, da wir noch in der Hütte vorbei mussten und die vorletzte Bahn nicht verpassen wollten. So konnten wir das Schauspiel von den kämpfenden Steinböcken leider nicht lange beobachten.

Auch auf diesem Berg durfte die alpine Botanik nicht fehlen - auf Gipfel und Grat Aufnahme aller Pflanzenarten durch SW und CR, so wie es vor 100 Jahren schon J.Braun(-Blanquet) getan hatte. Damals gab es aber noch einiges weniger Platz für Pflanzen, "schwappte" doch der Basodino Gletscher gegen S ins nächste Tal, und der Grat unterhalb der Stelle, wo man heute losklettert, war durchgehend von Eis bedeckt (Info nach Siegfriedkarte).

Tourengänger: pizflora

Galerie


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