Mönch, 4107 m


Publiziert von Bergmax , 6. September 2010 um 14:43.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum: 4 September 2010
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m

Traumhafte Tour auf meinen 2. Viertausender.

Nachdem ich ein Jahr zuvor auf dem Gipfel des Weissmies (4017 m) stand, wusste ich, dass dies nicht mein einziger Viertausender bleiben sollte. Nun erfüllte ich mir den Traum, den Mönch zu besteigen, einen wahrhaftig großartigen Berg, den ich sogar von daheim aus bei guter Fernsicht sehen kann.

Bei dieser Tour hat alles auf Anhieb geklappt. Mit der ersten Bahn fuhr ich früh morgens mit klopfenden Herzen von Grindelwald über die kleine Scheidegg auf das Jungfraujoch. Nun ging es mit Bergführer zum Grateinstieg und dann über Fels und Firn den Normalweg hinauf. Immer höher stiegen wir und ich konnte den Aufstieg, wie auch später den Abstieg bei besten Verhältnissen so richtig genießen. Besonderen Spaß bereiteten mir die Kletterstellen und auch der luftige Grat vom Vorgipfel zum Hauptgipfel, der sich irgendwo zwischen Himmel und Erde befinden muss... Auch einige durchziehende Wolkan konnten das Gipfelglück nach gerade einmal zwei Stunden Aufstieg dann nicht trüben.
Der Gipfel ist ganz so, wie ich mir einen Viertausendergipfel vorstelle: kleinräumig, firnig, kalt und windig. Und mit herrlicher Aussicht auf nahe und ferne Punkte. Von hier aus wirkt sogar der mächtige Eiger klein und niedrig!
Im Abstieg galt es besonders vorsichtig zu steigen und nun verschwanden die Wolken ganz, sodass die Ausgesetztheit erst richtig zur Geltung kommen konnte.Zum Glück war der Grat gar nicht sooo überlaufen, sodass wir den entgegenkommenden Seilschaften gut ausweichen konnten.

Schon zur  Mittagszeit ging eine herrliche Tour viel zu schnell zu Ende, die mir immer in guter Erinnerung bleiben wird! In der angegebenen Gehzeit von 3:45 sind die Pausen und Gipfelrast schon enthalten, ich begreife immer noch nicht, warum ich (unakklimatisiert) so schnell war!

Auf der kleinen Scheidegg schließlich machte sich der Höhenunterschied doch mit etwas Kopfschmerzen bemerkbar, die meine Freude aber auch nicht mehr trüben konnten.

Ich danke meinem Bergführer Martin für die gelungene Tour!

Tourengänger: Bergmax

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