Rund um die Faldumalp mit Niwen und Loicherspitza


Publiziert von akka , 7. September 2010 um 13:07.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 4 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 2060 m
Abstieg: 2060 m
Strecke:Goppenstein 1216m - Faldumalp 2037m - Horiläge - Stritungrat - Niwengrat - Niwen/Einigs Alichji 2770m - Niwenpass 2602m - P.2441 - Faldumpass 2640m - Loicherspitza 2843m - P.2617m - Faldumgrund - Faldumalp - Goppenstein

Zunächst war geplant, das ich mir von Axi die Vorzüge des Oberhasli zeigen lasse. Die Wuschtour liessen wir aber wegen befürchteten Restschnee in den Schlüsselpassagen dann lieber sein.
So einigten wir uns, ein bisschen in meinem "Revier", dem Wallis zu wildern. Der Niwen (Einigs Alichji) ist ein Berg, an dem ich schon so manchen Anlauf zum Gipfel nicht beenden konnte. Da diese Versuche ausschliesslich im frühen Winter vonstatten gingen, war häufig das für mich zu grosse Lawinenrisiko der Grund für`s Nichterreichen des Gipfels. 

Im Sommer ist dies eher eine gemütliche Angelegenheit und so legten wir uns mal die Loicherspitza als weiteres Ziel auf die  hohe Kante. Eine kurze Anreise hatten wir aus dem Kandertal nach Goppenstein 1216m. Dort marschierten wir den steilen und kurzweiligen Weg hinauf zur Faldumalp 2037m.
Viele dynamische Mountainbiker, eine hübsche Kapelle und ein schöner Blick ins Lötschental erregen Aufmerksamkeit.

Ueber den langen und breiten Nordrücken (Stritungrat) führt dann ein unerwartet guter Wanderweg (T2) bis zum Gipfel des Niwen. Lediglich kurz vor dem letzten Anstieg über den Niwengrat könnte man bei ungünstigen Verhältnissen ein T3- gelten lassen. Der Gipfel des Niwen/Einigs Alichji 2770m bietet dann eine ungestörte Sicht auf sehr viele 4000er der Walliser Alpen und der Mont Blanc Gruppe. Im Norden dann sehr interessante Einsichten auf manch kühnen Zacken, wie das benachbarte Faldumrothorn oder das formschöne und schwierge Restirothorn. 

Einfacher ist die Loicherspitza zu erreichen und wir entscheiden uns für einen Nachschlag. Zunächt steigen wir ein Stück den Südwestgrat ab (bis T3+), der etwas schwieriger ist, als der Niwengrat. Bald schon stechen wir kurz einen Hang nach Norden hinab (T4-) und erreichen den Niwenpass (2602m). Weiter gehen wir ins Tal nach Osten Richtung Faldumalp, bis P.2440m. Nun führen teilweise Pfadspuren zum Faldumpass 2640m  zwischen Faldumrothorn und Loicherspitza. Zuletzt geht es über den Südrücken auf den höchsten Punkt der Loicherspitza 2843m (T3).

Axi hatte erbarmen mit dem nackten Gipfel und schenkte ihm zumindest einen kleinen Steinmann.
Für den Abstieg wählten wir die Westflanke, die uns mehrheitlich weglos (teilweise Pfadspuren) über Geröll und Gras zurück in den Faldumgrund bringt (T3). Ab hier sind wir in wenigen Minuten wieder an der Faldumalp, von der wir an der Steilheit des Wanderweges nach Goppenstein zumindest durch eine kurze Abstiegszeit profitieren.

Herzlichen Dank lieber  Axi für die kurzweiligen Gespräche. Beim nächsten Mal lass ich mich gerne ins Oberhasli entführen.
   

Tourengänger: akka, Axels

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