selten begangene Wege am Chli und Gross Aubrig


Publiziert von Felix Pro , 8. September 2010 um 09:34. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 4 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Etzel-Aubrig-Kette   Zürcher Hausberge 
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:P. 1087 - Dorlaui - Plangg - Gross Aubrig - Nüssen - Altenberg - Chli Aubrig - P. 1437 - Unterer Alten - Chratzerlibach - P. 1058 - P. 1087
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Siebnen nach Sonne (Vorderthal) und auf der Sattelegg-Passstrasse bis P. 1087
Kartennummer:1133, 1153

Auf dem Weg zu einem (weiteren) runden Geburtstag am Zürichsee konnten wir (endlich) die Aubrig-Runde einbauen - im Gegensatz zum prächtigen Wetter während des Festes begleiteten uns dicke Nebel- und Wolkenfelder beinahe während der ganzen Tour ...

Diese begannen wir beim Abzweiger auf der Passstrasse zur Sattelegg auf 1087 m.ü.M., dort verunmöglicht ein Verbotsschild die Weiterfahrt zur Alp Dorlaui: so ergibt sich ein gemächliches  Einlaufen mit Auf und ab ohne grossen Höhengewinn durch zahlreiche Bäche und Wasserrinnen aufweisendes Wiesen- und Waldgelände. Steiler wirds ab der Alp; gerade zwei Markierungen weisen auf einen erst kaum sichbaren Pfad zur Plangg hinauf; zum und im Waldstück wird er jedoch sehr ausgeprägt und leitet auf den sehr steilen, zum obersten Felsband führenden Grashang. Vor uns rennt ein grosses Rudel Gämsen den Hang hoch - wir plagen uns um einiges mühsamer hoch, weglos, im ersten Teil bis auf 1440 Meter dank Schaftritten doch recht gut machbar. Nach dem Schafhag wird es unwegsamer, gleichbleibend steil - und nun hüllt uns der Nebel vollends ein. Da sind wir dankbar, bald einmal die im SAC-Führer beschriebene Relais-Station erkennen zu können. Ab hier verengt sich der Grashang, flacht etwas ab und leitet klar erkennbar zum engen Durchgang zum Gipfelgrat des Gross Aubrig. Der Nebel bleibt unser Begleiter, nur kurz können wir einen Blick auf das Wiesengelände unterhalb des Nüssen und auf ein für Sekunden glitzerndes Stück des Wägitalersees werfen - der Gipfelznüni ist von entsprechend kurzer Dauer. Der Weg führt uns nun wieder zurück zum Aufstiegscouloir und zu einem westlich Vorgipfel, dann anschliessend etwas ruppig hinunter und mit einer geringen Gegensteigung zum Nüssen.

Sanft abwärts, zu Beginn durch anmutiges Moorgelände - und teilweise von der Sonne beleuchtet - folgen wir dem Wandeweg weiter, passieren rechts der bekannten Wildegg und nehmen den deutlich weniger steilen und gut erkennbaren Weg über Weidegelände zum Gipfel des Chli Aubrig. Wir freuen uns, dass die sonnigen Abschnitte hier immer länger werden und können so eine adäquate Gipfel-Mittagsrast einschalten. Zeitweise ist sogar der Sihlsee sichtbar; auch der Blick zur Sattelegg hin wird deutlicher. Wir können hier gut beobachten, wie die Bise die Wolken an die Voralpen herandrückt und von der Wägitalerseite her aufsteigende und über den Südkamm fliessende Nebelbänke von ihr zurückgedrängt werden.

Der ebenfalls im Führer angegebene Abstieg über den NW-Grat ist schlecht erkennbar - es findet sich weder ein Durchlass im Weidehag, noch sind im ersten, wiederum sehr steilen Abschnitt deutliche Spuren erkennbar. Doch der Verlauf ist vom Grat und Gelände gut vorgegeben, der Sattel bei P. 1437 auch bald erkennbar, so dass der Abstieg problemlos zu bewältigen ist.
Im Gegensatz zum weiteren Wegverlauf ... Erst einmal queren wir zwischen Schneeloch und Unterer Alten tiefes Sumpfgelände, und auch der Weiter"weg" bis zum Chratzerlibach ist von grösserer Nässe geprägt. Spannend jedoch gestaltet sich das Abwärts"gehen" dem Bach nach (oder teilweise im Bach): einsame, wildromantische Bachabschnitte mit kleineren und grösseren Felsbrocken, hübschen kleinen Stufen mit den entsprechenden Überläufen ergeben einen stilvollen Schlussgang. Die einen Schuhe können dann bei einem weiteren Bächlein nach P. 1058, wo wir wieder auf die Fahrstrasse gelangen, gewaschen und gesäubert werden: durch und durch nass sind sie eh schon ... 

Tourengänger: Ursula, Felix

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