Oulankajoki NP - auf und abseits der Karhunkierros


Publiziert von cicindela Pro , 2. September 2010 um 00:40.

Region: Welt » Finland » Lappland
Tour Datum: 7 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: FIN 
Strecke:3.5 + 4 km

Das Oulanka Nationalpark dankt seine Existenz (und Name) dem Oulankajoki. Das Tal dieser stark meanderenden Flußes herbergt reiche Flora und Fauna, speziell daher, weil der Fluß über der Grenze nach Rußland fließt, und daher die Einwanderung von östliche Pflanz- und Tierarten ermöglicht. Wir besuchen das Park aus entomologische Interesse, machen dabei aber auch zwei kurze Wanderungen.

Im Oulanka Kansallispuisto (Nationalpark) befindet sich auch Finlands meistbegangene Fernwanderweg: der Karhunkierros ("Bärenkreis"). Den wird (laut Wikipedia) jährlich von 15.000 Wanderern besucht; Wikipedia erwähnt nicht ob die alle die ganze 80km vollenden, oder wie wir nur 2km. Trotz dem Namen ist die Route übrigens kein Kreis sondern eine Linie von Hautajärvi nach Juuma und Ruka. Wir starten etwa in der Mitte beim Oulanka Luontokeskus (Besucherzentrum), an der Straße 8693 von Käylä.

Westlich der Straße gibt es hier ein Campingplatz. Auf eine Karte im Besucherzentrum sehen wir aber, das es 2km östlich eine erlaubte Zeltmöglichkeit gibt (in Nationalparks ist Zelten nur an angewiesenen Stellen erlaubt). Das ist auch daher eine schöne Wanderung, weil der Oulankajoki hier ein Wasserfall, oder wenigstens eine Stromschnelle aufweist. Der Zeltplatz ist nicht erwähnt auf der Karteskizze die man vom Park-website (www.outdoors.fi) downloaden kann. Er befindet sich in der Nähe der erste Feuerstelle, namens Hiidenlampi, die auf der Skizze wohl erwähnt wird. Mehr genau: bei der Feuerstelle zweigt ein Pfad ab der an den Fluß-ufer absteigt. Es ist tatsächlich ein schöner Platz zum Zelten, und wir nehmen vor, hier später am Tag mit der Zeltausrüstung zurück zu kehren. Ob das Tösen der Stromschnelle, das jetzt noch romatisch wirkt, einem während der Nacht auf die Nerven fliegen wird, wird sich wohl herausstellen...

An der Überseite des Flußes machen viele Kanos, gerade unterhalb der Stromschnelle, Stapellauf. Hier ist der Anfang einer 20km lange Kanotour, stromabwärts bis fast auf der russischen Grenze. Wir wollen das Endpunkt der Kanotour aus entomologischen Gründe besuchen. Wir haben aber keinen Kano, und kein Zeit für die 20km lange Wanderung. Daher verwenden wir unseren Mietwagen um über eine Schotterstraße, die wohl für den Rückfahrt der Kanoer gedacht ist, vom Besucherzentrum nach Jäkälämutka zu fahren.

Die Straße hat dort auch Ende: weiter ist nur das 3km breite Sperrgebiet das uns noch von den russischen Grenze trennt. Einige hunderte meter weiter sind wir wieder am Fluß, wo tatsächlich das breite Sandstrand ist, das wir auf Google Earth gesehen haben und für die Insektenforschung besuchen wollten. Eine Überraschung ist das es hier auch ein Laavu gibt: drie Holzwanden mit Schutzdach, offen auf der vierte Seite wo sich eine Feurstelle aufweist. Bivakstellen wie diese findet man in alle Nationalparks (nebst auch mehr komfortabelen Päivätupa Schützhütten).

Diese Laavu hat neben der obligaten Plumpsklo sogar eine gedeckte Picknickstelle, und wir entscheiden hier zu übernachten, zwar nicht in der Laavu sondern in userem Zelt. Es ist hier wesentlich ruhiger als am eher am Tag erkundeten Zeltplatz: nicht nur weil es hier keine Stromschnelle gibt, sondern auch weil die Karhunkierros-route zwar zunächst auch den Fluß folgt, aber 6km westlich nach südwesten kehrt. Hier also keine andere Wanderer, lediglich ab und zu ein Kano die wie eine Krokodille fast lautlos durch den Fluß fließt.

Am nächsten Tag machen wir noch eine Wanderung entlang der Ufer. Scheinbar har ein Sturm vor wenigen Wochen mehrere Bäume entwürzelt. Im Walde kann man auch alle andere Stadien von Totholz sehen, von Baumstamm bis völlig von Moos überwachsen. Schön.

Tourengänger: cicindela

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Geodaten
 3311.kmz

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