"Arniseerunde": Auf den Spuren von chaeppi und Delta


Publiziert von 360 Pro , 23. August 2010 um 15:01.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:22 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 

Die blau/weiss markierte Tour vom Sunnig Grat via Grossgander Stock, Ruchälplistock, Jakobiger zur Leutschachhütte wurde kürzlich von chaeppi's begangen und beschrieben. Letzten Herbst hat sich schon Delta's dieser Tour angenommen, und hat dabei auch noch den Ruchen mitgenommen. Eigentlich hätte ich heute gerne Delta's Tour inklusive Ruchen wiederholt, allerdings war ich mir nicht ganz sicher, ob das zeitlich auch wirklich drin liegen würde, denn ich musste spätestens um 14h den Bus in Intschi nehmen, um anderen Verpflichtungen am späten Nachmittag nachzukommen. Da die erste Verbingung mit öV einen Start vor 8h beim Arnisee jedoch nicht zulässt blieben mir maximal 6h für dieses Unterfangen.

Beim Arnisee laufe ich effizient dem markierten Wanderweg entlang via Riedboden und Sunniggrätli Hütte zum Sunnig Grat. Nach kurzer Foto- und Esspause mache ich mich weiter zum P. 2038 und von dort dem blau/weiss markierten Weg folgend zum Grossgander Stock. Dort verweile ich nicht allzu lange, sondern mache mich bald auf den nun immer interessanter werdenden Weiterweg. Der Ruchälplistock wird auf der Südseite angegangen und führt zum Teil über luftige, steile Passagen, welche aber immer gut mit Seilen ausgerüstet sind. Der Schlussaufstieg erfolgt dann über die Westseite. Der finale Aufstieg zum Gipfelkreuz ist mit einer Kette augestattet und bietet deshalb ebenfalls nicht allzu grosse Schwierigkeiten.

Nach einer weiteren kurzen Pause und einem Schwatz mit zwei Locals, geht es dann weiter zum Jakobiger, welcher nach dem Abstieg zum P. 2453 (ebenfalls mit Seilen ausgestattet) entlang dem Südwestgrat erfolgt. Für den Weiterweg zum Leidseepass steche ich zuerst weglos gerade die Südflanke des Jakobiger hinunter, wo ich später wieder auf den blau/weiss markierten Weg treffe und diesem nun bis zur Leutschachhütte folge. Bei der von Delta beschriebenen "Abzweigung" hoch zum P. 2502 treffe ich erst nach 11:30h ein. Meine Limite stellte ich mir bei der Planung auf vor 11:30h. Ich will aber kein (allenfalls ungesundes) gehetztes T6 angehen und streiche deshalb den Umweg zum Ruchen.

Der Nidersee unterhalb der Leutschachhütte alleine ist ein Besuch wert, wer dieses Hellblau noch nie gesehen hat, sollte es sich unbedingt einmal antun! Von der Leutschachhütte folge ich dann dem rot/weiss markierten Wanderweg zurück zum Arnisee.


Fazit
Wie chaeppi schon gesagt hat: "Eine absolut empfehlenswerte Tour für Liebhaber von Kraxelgelände", auch wenn an diesem sonnigen Sonntag für meinen Geschmack fast etwas zu viele Leute auf dieser Route unterwegs waren.

Zur Schwierigkeit
chaeppi hat in seinem Bericht über die Schwierigkeit gewerweisst und hat das T4+ von Delta als zu tief eingeschätzt und deshalb die Tour mit T5 bewertet. Ich denke die Tour hat durchaus T5 Charakter, und unter feuchten, nebligen Bedingungen wie sie chaeppi angetroffen hat, ist das T5 durchaus berechtigt. Allerdings möchte ich auch anfügen, dass wirklich an allen "neuralgischen Stellen" Seile/Ketten drin sind und die Sache merklich entschärfen. Zwischendurch ist es hie und da etwas ausgesetzt und man muss die Hände aus dem Hosensack nehmen, aber ernsthafte T5 Schwierigkeiten gibt es meines Erachtens nicht. Ich gebe der Tour deshalb ein T5-, einen gut schweizerischen Mittelweg...

Zu den Marsch-Zeiten
Schnellgeher Delta hat die Runde inklusive Ruchen in 5:30h gemacht, eine beachtenswerte Zeit - insbesondere wenn man bedenkt, dass man sich am Ruchen in T6 Gelände befindet. Ich brauchte für die Runde ohne Ruchen etwas mehr als 5h. Auch chaeppi's Zeit (6:15h) ist wohl immer noch eher schnell einzustufen. "Normalsterbliche" sollten wohl 7-8h einplanen :-)

Die Luftseilbahn Intschi-Arnisee...

...hat eine maximale Kapazität von 8 Personen pro Fahrt, an schönen Wochenenden läuft sie fast pausenlos. Wer sich am Morgen im Bus von Erstfeld (Ankuft 7:42h) strategisch gut positioniert, muss bei der Talstation der Seilbahn nicht oder nur wenig warten. Man hat mir auch gesagt, dass man an einem schönen Sonntag Nachmittag wegen der vielen Leute die am Abend wieder nach Intschi runter wollen, unter Umständen bis zu 2h anstehen muss.

Tourengänger: 360

Galerie


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Kommentare (1)


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chaeppi Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. August 2010 um 16:12
Mit dem T5- bin ich absolut einverstanden. Ich war eher der Meinung das die beliebte Hikr Tour aufs Bützi und die Stockflue mit T5 im Vergleich zum Ruchälplistock vieleicht etwas überbewertet ist.

lg, chaeppi


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