Über den Felsenpfad zur Doldenhornhütte


Publiziert von gero Pro , 24. August 2010 um 18:38. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:21 August 2010
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Kandersteg-Filfalle - Felsenpfad - Doldenhornhütte - Abstieg Normalweg (7,7 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:In Kandersteg Richtung Eggeschwand, kurz vorher im Ortsteil Filfalle östlich am Ww "Hotel Doldenhorn" abzweigen bis zum Waldrand; dort kleiner Parkplatz kurz vor dem Hotel. Hier Ww nach Biberg, Doldenhornhütte, Fisialp, Jägerdossen.
Kartennummer:5004 (Zusammensetzung Berner Oberland 1:50.000)

Dieser Bericht ist die Fortführung unserer von Felix beschriebenen Besteigung des Äußeren Fisistockes. Wir widmen dem Wegstück zur Doldenhornhütte via Felsenpfad eine eigene Erzählung, da es sich dabei um einen sehr eindrucksvollen Weg mit ausgesetzen Passagen hat, den man ab Kandersteg durchaus als kurze, aber eigenständige Tour unternehmen kann.

Den Beginn des Felsenpfades erreicht man, ausgehend von Kandersteg / Ortsteil Filfalle (kurz vor Eggeschwand) nach ca. 1 Std. an einem Wegweiser "Doldenhornhütte - Felsenpfad" auf ca. 1800 m Höhe. Hier zweigt man vom bisherigen Steig zur Fisialp ab und folgt dem Felsenpfad unter den nordwestlich orientierten Abbrüchen der höhergelegenen Fisialp. Der Pfad führt in stetem Auf und Ab anfangs durch Wald, später durch felsiges Gelände; er weist keine technischen Schwierigkeiten auf, ist jedoch an mehreren Stellen sehr ausgesetzt. Als wir ihn begangen haben, war zudem der Boden von den Regenfällen der vergangenen Tage sehr naß, was hier und da der Begehung einen eigenen Nervenkitzel verlieh.

Etwa zur Hälfte des Pfades kann man die Doldenhornhütte bereits liegen sehen; es folgt zuvor jedoch das am meisten exponierte Teilstück: der Pfad führt unter prallen Felswänden hinweg, hier ist die Ausgesetztheit enorm und derjenigen der Unteren Fründenschnur durchaus ebenbürtig. Erfreulicherweise ist der Felsenpfad hier mit einem dicken Drahtseil hervorragend abgesichert, so daß letztlich nichts passieren sollte. Wir haben den Felsenpfad ohne Selbstsicherung begangen - wer sich seines Schrittes nicht sicher ist, kann ohne weiteres sein "Gstellti" einhängen und dann relativ sorglos dahinwandeln.

Kurz danach ist jedoch das Ende des eigentlichen Felsenpfades erreicht: eine kurze Leiter führt abwärts auf den sicheren Waldboden. Zunächst durch lichten Baumbestand, später über zusehends freies Gelände wandert man hinüber zur einladenden Doldenhornhütte. Dabei hat man die ganze Zeit das mächtige Massiv des Äußeren Fisistockes und der Doldenhörner vor Augen - und natürlich über allem das Blümlisalphorn im Hintergrund.

Es versteht sich von selbst, daß Trittsicherheit und Schwindelfreiheit selbst auf diesem kurzen Steig ein absolutes Muss sind .... sonst wird die Begehung zum qualvollen Risiko.

Der Abstieg von der Doldenhornhütte erfolgt auf dem Normalweg problemlos auf gut bezeichnetem Waldsteig; hier und da sind kurze Gegensteigungen zu meistern, die jedoch kaum ins Gewicht fallen.

Tourengänger: Ursula, Felix, gero

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Kommentare (1)


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kopfsalat Pro hat gesagt: Schwierigkeit?
Gesendet am 25. August 2010 um 11:36
> eindrucksvollen Weg mit ausgesetzen Passagen

sieht sehr interessant aus. wo würde das auf der T-Skala so etwa figurieren?


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