Hochebenkofel (Cima Piatta Alta, 2905m) - Birkenkofel (Croda dei Baranci, 2922m)


Publiziert von gero Pro , 19. August 2010 um 15:18.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:18 August 2010
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 9:30
Aufstieg: 1410 m
Abstieg: 1410 m
Strecke:Dreischusterhütte - Hangenalpel - Lückelescharte - Hochebenkofel - Birkenkofel (18,1 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Innichen (Pustertal) kommend, zweigt kurz vor Sexten das Sträßchen ins Innerfeldtal Richtung Dreischusterhütte ab. Mit dem eigenen PKW darf man nur nachts zwischen 18 Uhr und 9 Uhr hineinfahren - tagsüber ist das Sträßchen für den öffentlichen Verkehr gesperrt; es ist eine Shuttlebuslinie eingerichtet, die halbstündlich Richtung Dreischusterhütte fährt. Die AUSFAHRT ist ganztägig in halbstündigem Rythmus gestattet.
Kartennummer:Freytag & Berndt WKS 3 (Pustertal - Bruneck - Drei Zinnen)

Wir fahren gegen 19 Uhr das Innerfeldtal hinauf bis zum Endpunkt Antoninsstein (ca. 1460 m) - dort ist ein Parkplatz, wir wollen morgen wahlweise auf den Haunold oder auf den Hochebenkofel steigen. Wir - das sind Hermann alias tschortsch und ich. Hermann, ehemals Extrembergsteiger, hat sich als mein Nachbar erwiesen, wir haben uns über hikr gefunden.

Am nächsten Morgen ist wider Erwarten recht mieses Wetter - eigentlich hatte die Prognose mal Wolken, mal Sonne vorausgesagt, aber dunkle Nebel hängen heute um alle Berge. So entscheiden wir uns für den leicht besteigbaren Hochebenkofel. Wir steigen in 30 Minuten hinauf zur Dreischusterhütte (1626 m), sie liegt am Rande einer großen Wiese im mittleren Teil des Innerfeldtales.

Immer gut beschildert, geht es in den hinteren Teil des Innerfeldtales, dort zweigt der Steig zunächst südwestlich und 200m höher nordwestlich ab in Richtung Lückelescharte. Wir passieren weiter oben das Hangenalpel, zuletzt geht es relativ steil durch grobes Blockwerk hinauf zur Lückelescharte (2545 m). Während des ganzen Marsches hängen dicke Wolken um die flankierenden Felswände, wir können leider von der tollen Landschaft wenig genießen.

Die Lückelescharte stellt einen der Übergänge zwischen Innerfeld- und Höhlensteintal dar. Von hier aus geht es aber auch hinauf zu unserem Ziel, dem Hochebenkofel. Einer Markierung folgend, quert man von der Scharte ostseitig auf einem Band etwas ausgesetzt, teils auch brüchig, um den untersten Felssockel des Kofels herum; an zwei Stellen sind eine Kette bzw. ein Drahtseil angebracht. Danach geht es über eine kurze Kletterstelle (I) hinauf zu schuttigen Steilhängen, die dann aber zusehends flacher werden; dort führt ein Steiglein ohne jegliche Schwierigkeiten bis zum Gipfel des Hochebenkofels (2905 m). Allerdings zieht sich dieser Abschnitt erstaunlich in die Länge: knapp 2 km hat man in diesem plateau-artigen Gelände zurückzulegen, bis man endlich drobensteht auf der flach abgerundeten Gipfelkalotte. Dort befindet sich eine automatische meteorologische Meßstation und ein großes eisernes Gipfelmarkierungszeichen.

Zunächst stehen wir im dichten Nebel - noch nicht mal zum benachbarten, etwas höheren Birkenkofel können wir hinüberschauen. Trotzdem mache ich mich auf den Weg dorthin - es geht kurz über einige Stufen hinunter in den flachen Sattel zwischen den beiden Gipfeln, dann folge ich den Steinmännern immer auf dem Kamm, der zum Birkenkofel hinzieht. Der Kamm wird immer schmaler, das Gestein leider immer brüchiger; zuletzt leitet eine Kette rechtsseitig und anschließend ein Fixseil linksseitig weiter, um die letzten Meter des Grates herum. Die letzten 5m hinauf zum Gipfelkreuz ist ein Wandstück zu erklettern, es ist mit einem dicken Tau abgesichert, das ich dankend benutze: diese Stelle ist etwas ausgesetzt und wäre ohne das Fixseil sicherlich als oberer zweiter Grad einzustufen. So aber genügt ein kurzes kräftiges Zupacken - dann stehe ich droben auf dem Birkenkofel (2922 m). Für den Übergang vom Hochebenkofel benötigt man etwa 15 Minuten - die beiden Gipfel liegen unmittelbar nebeneinander.

Der Rückweg zum Ausgangspunkt verläuft auf der gleichen Route - auch weiterhin hängen dicke Wolken herum, wir versäumen heute eine großartige Dolomitenlandschaft, aber immerhin bringen wir einen Gipfelerfolg mit nach Hause.

Nachtrag:
mit Abschluß meines Berichtes hab ich gerade gesehen, daß Tef diese Tour hier ebenfalls beschrieben hat; dort gibt es die entsprechenden SCHÖNwetterfotos zu sehen ;-)

Tourengänger: gero, tschortsch


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Geodaten
 3224.gpx Durch das Innerfeldtal auf Hocheben- und Birkenkofel

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Kommentare (1)


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ADI hat gesagt:
Gesendet am 19. August 2010 um 19:01
Schöne Tour, die ich mal bei AKW durchführen möchte!

LG, Gunter


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