Mot Tavrü 2420 m - am Rande des Nationalparks


Publiziert von Ivo66 Pro , 16. August 2010 um 16:48.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:16 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 3:15
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Strecke:S-charl - Brücke P. 1796 m - Val Tavrü - Alp Tavrü - P. 2315 m - Mot Tavrü (gleiche Route zurück)
Kartennummer:1:25000 S-charl

Nachdem gestern Abend ein weiterer Wintereinbruch dem kalten Sommer 2010 noch einen Stempel aufdrückte und die grösseren Gipfelziele unerreichbar waren, begnügten wir uns mit einem kleinen Gipfelchen am Rande des Schweizerischen Nationalparks, dem Mot Tavrü. Dieses Ziel hatte ich schon lange auf dem Programm für einen Tag mit unsicherer Wetterentwicklung. Heute war es also so weit, denn nachdem gestern Abend und heute Morgen irgendein Wetterbericht irgendein Wetter voraussagte und heute auch irgendein Wetter eintraf.

Vom grossen Parkplatz bei S-charl (CHF 5.-- für einen Tag) ging es ganz kurz auf der Strasse talwärts bis zum ersten Wegweiser, wo schon die Alp und der Mot Tavrü ausgeschildert sind. Gemütlich wanderten wir das hübsche Val Tavrü hinauf - auf gutem Fahrsträsschen, welches auch gleich in ein, zwei Kehren zur Alp Tavrü hinaufführt. Von der Alp führt ein guter Bergwanderweg hinauf auf die Grathöhe und weiter zum Gipfelchen des Mot Tavrü.

Auf der Grathöhe befindet man sich bereits an der Grenze zum Schweizerischen Nationalpark und dementsprechend wild zeigt sich die Bergwelt auf der anderen Seite des Grats. Leider war heute die Aussicht durch tiefhängende Wolken grösstenteils verhüllt. 

Die Wanderung auf den Mot Tavrü ist aber durchaus lohnenswert und besonders landschaftlich sehr reizvoll. Sie verdiente es, auch bei gutem Wetter begangen zu werden. Der Gipfelbereich ist von Edelweissen fast übersäht. Diese herrliche Alpenblume ist dort oben scheinbar häufiger anzutreffen als alle anderen Bergpflanzen.

Die Tiere haben sich heute auch rar gemacht. Überhaupt habe ich immer wieder festgestellt, dass im Schweizerischen Nationalpark Tierbeobachtungen eher selten zu verzeichnen sind. Dies mag nach meiner persönlichen Einschätzung daran liegen, dass die Tiere im Park über viele unzugängliche Freiräume verfügen, dass sie sich nicht in der Nähe der Wanderwege aufzuhalten brauchen. Toll, dass es in unserem Land noch eine solche Wildnis gibt, in der die Alpentiere wirklich ungestört leben können.

Tourengänger: Ivo66, Lena


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Kommentare (2)


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Linard03 Pro hat gesagt: immer wieder schön ...
Gesendet am 16. August 2010 um 20:36
... diese Touren in und um den Nationalpark! Als eingefleischter Nationalpark-Fan kenne ich natürlich alle (offiziellen) Routen und bin sie in den vergangenen 12 Jahren ein- bis mehrmals begangen.

So war ich auch schon auf dem Mot Tavrü, welcher auf der Nationalpark-Grenze steht. Lass Dir sagen: vom Mot Tavrü kann man u.U. sehr viele Tiere sehen! - logischerweise auf der NP-Seite (Val Foraz) und natürlich muss auch das Wetter stimmen.

Auf der Margunet (DER NP-Klassiker schlechthin ...) hingegen sind inzwischen tagsüber nur noch selten Tiere zu sehen, da diese Wege v.a. an Wochenenden regelrecht überrant werden und man teilweise in Einer-Kolonnen gehen muss ...

Gruess, Richard

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:immer wieder schön ...
Gesendet am 16. August 2010 um 20:52
Hallo Richard

Vielen Dank für Dein Feedback, das mich besonders gefreut hat. Deine Feststellungen - von einem wirklichen NP-Kenner - betreffend Tierbeobachtungen bestätigen meine Eindrücke.

Landschaftlich fasziniert mich der NP sehr - die unberührte Natur, wirklich toll. Überrascht war ich, dass am Sonntag auf Margunet sehr wenige Leute unterwegs waren, vielleicht wegen der schlechten Wetterprognose...

Herzliche Grüsse, Ivo


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