Klostertaler Open Air - aber nur von oben


Publiziert von goppa , 15. August 2010 um 18:08.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Verwallgruppe
Tour Datum:14 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1210 m
Abstieg: 1210 m
Strecke:Danöfen - Bärenfalle - Burtaschasattel - Burtschakopf - Ostgrat - Bärenfalle - Danöfen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Bludenz Richtung Arlberg bis Danöfen (Arlberg Schnellstraße S16 Ausfahrt Wald)
Kartennummer:SLK 239 Arlberg

Nach dem gestrigen Geburtstagsfest bei Dagmar habe ich heute den Rucksack etwas später gepackt und bin mit dem Roller - ohne Pickerl, deshalb über die Bundesstraße - ins Klostertal gefahren. Bereits in Braz und Dalaas fallen mir ungewöhnlich viele Leute, bei den Bushaltestellen entlang der L97 auf. Ab Danöfen ist die Straße nur mehr mit Erlaubnisschein passierbar, ich biege ab zum Seestüble seestueble.se.ohost.de/ und parke hinten bei der Alfenzbrücke 1020m.
12:25 Uhr. Weiß-rot-weiß ist der Wanderweg markiert, der hier zwischen der Alfenz, Schnellstraße und dem Berghang eingezwängt ist, bevor es durch den Wald aufwärts geht. Die Regenfälle der letzten Wochen haben den Weg selbst in ein Rinnsal verwandelt, erst oben im Wald wird es etwas besser. Für das Wachstum der Pilze ist die Feuchtigkeit jedoch ideal. Entlang meines Aufstiegsweges über den Eggaweg 1095m und Mäder 1205m sammeln sich im vorsorglich mitgenommenem Stoffbeutel Eierschwämmle, Täublinge und Steinpilze. Nach einer Stunde gelange ich zum idyllischen Hochmoor, danach geht es zick-zack hinauf zur Bärenfalle 1720m. Hier herauf führt von Klösterle auch eine interessante Bikestrecke!
Ich stehe beeindruckt vor der Burtschakopf Nordflanke, die besonders aufwändig mit Lawinenschutzgittern und einer haushohen Geschiebesperre verbaut wurde. Ein Projekt, das im Sommer 2009 mit zusätzlichen Verwehungsbauten adaptiert wurde und wissenschaftlich evaluiert wird. [/forschung.boku.ac.at/fis/suchen.projekt_uebersicht?sprache_...]
Bei der Bärenfalle stoße ich auf den Höhenweg, welcher von der Sonnenkopf Bergstation zur Thüringer Alpe ins Nenzigasttal führt. Ich steige den Höhenweg rechts durch Grauerlengebüsch hinauf aufs Joch 1820m, wo ich um 14:30 Uhr den Ausblick zum stark frequentierten Bärenland am Sonnenkopf und die Stille hier inmitten der Heidelbeerstauden genieße. Immer dem Grat folgend steige ich höher, ein paar mal um die Verbauungen herum, bis ich zum Butschasattel gelange. Die Schafe der Thüringer Alpe bimmeln hier am Höhenrücken, während ich die letzten Meter aufsteige zum Burtschakopf 2244m mit seinem hellen Aluminiumkreuz, welches 2006 das alte Gipfelkreuz ersetzt hat. Drei Stunden sind seit meinem Start unten bei der Alfenz vergangen, nun blicke ich die steile Nordseite hinab nach Klösterle zu den vielen Zelten der Klostertaler-Fans, nur ab und zu trägt es Musikfetzen vom Open Air hier herauf.
Nebelfahnen ziehen um die Berge, das vorhergesagte Schlechtwetter wird bald eintreffen. Ich steige vorsichtig über den weglosen Ostgrat ab, quere dann über die riesige nordseitige Geschiebesperre und zügig geht es über die Wegkehren der Verbauung hinunter zur Bärenfalle. Über den Aufstiegsweg nun wieder ins Tal zur Alfenz.

Tourengänger: goppa


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