Gunung Agung(3142m)-der Gigant von Bali


Publiziert von trainman , 18. August 2010 um 02:14.

Region: Welt » Indonesien » Bali
Tour Datum:26 April 1992
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: RI 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 2340 m
Abstieg: 2340 m
Strecke:Besakih-Agung-Besakih
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Taxi nach Besakih
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Hotels in Kuta,Sanur,Benoa Tanjung etc.,sowie günstige Privatunterkünfte mit teilweise äusserst geringem Komfort

Bali ist ohne Zweifel ein Reiseziel der besonderen Art.Die allgegenwärtigen Tempelanlagen und Opferschreine mit den magischen hinduistischen Dämonenskulpturen beeindrucken jeden Besucher.Schöne Strände gibt es auch,das Wichtigste für einen Hikr  sind aber die Berge.Der Gunung Agung überschreitet sogar die 3000m-Marke deutlich und übertrifft damit alle Gipfel der deutschen Alpen.Meist wird er als
2-Tagestour  von Besakih aus gemacht mit einem "Biwak" an einem geschützen Platz auf ca.2500m Höhe.Da ich Besteigungen mit Übernachtungen nicht mag(bei Bergen ohne Gletscher schon gar nicht) war eine Gewalttour über 2300Hm angesagt.
Anfahrt von Benoa Tanjung mit dem Taxi(1992 noch sehr billig auf Bali) nach Besakih.Dort suchte der Fahrer nach einem "Bergführer",der bereit war für eine Tagestour.Für einen solchen Berg braucht es eigentlich keinen Begleiter(technisch unschwierig),aber ohne ihn erreicht man den Gipfel wahrscheinlich nicht.Denn der Weg nach oben verzweigt sich hinter dem Ort Besakih mehrmals,sodass man als Fremder höchstwahrscheinlich einen falschen Pfad nimmt.Das merkt man aber erst viel später und verliert so viel Zeit.
Ich habe fast den Verdacht,dass man bewusst die Irrwege angelegt hat um den Einheimischen eine Verdienstmöglichkeit als Führer zu sichern.Nachdem sich ein junger Mann für die Gewaltaktion bereit erklärt hatte,wurde mit schnellem Schritt losmarschiert.Schon bald wurde mir klar,dass ich an etlichen Weggabelungen
alleine den falschen Weg gewählt  und an einem Punkt sogar den Rückzug angetreten hätte.Dort war ein ganzer Hang abgerutscht und es gab keinen Anhaltspunkt für den Weiterweg.Der Führer stieg einen 60°-Hang aus schwarzer Erde mehrere Meter hoch(T5),anschliessend war wieder eine Spur vorhanden.Nach einem langen Weg durch Dschungel erreichten wir freies Gelände.Ein guter Weg führte dann bis auf den Gipfel,der nach 3h 50min.erreicht wurde.Die Aussicht war gigantisch,bei bestem Wetter sah man über ganz Bali hinweg zu den Vulkanen von Java und hinüber zur Nachbarinsel Lombok mit dem noch viel höheren
Mount Rinjani.Nach einer halben Stunde Pause(die hatte der etwas erschöpfte Führer auch nötig)Abstieg auf demselben Weg in 3h 10min.
Fazit: Bei klarem Wetter eine Traumtour für jeden Bergfreund,ein Highlight in Südostasien.Der Weg ist T3,das
T5 gilt nur für wenige Meter an einem Erdrutsch.Vermutlich gibt es heute einen geeigneten harmlosen Umweg.
Noch ein Wort zum "Bergführer": Mit seinem Schrottmaterial an den Füssen(erbärmliche Badesandalen) würde ein europäischer Bergwanderer den Gipfel auch in der doppelten Zeit nicht erreichen,das gilt auch für mich! 

Tourengänger: trainman


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