Überschreitung Jazzilücke (3081 m) – Jazzihorn (3227 m) – Stellihorn (3436 m) – Stelli (3357 m)


Publiziert von johnny68 Pro , 11. August 2010 um 13:55.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 9 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Mattmark - Jazzilücke - Stellihorn - Stelli - Mattmark
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW oder dem Postauto nach Mattmark
Unterkunftmöglichkeiten:in Saas-Almagell

Start dieser Tour war auf dem Staudamm Mattmark (2200 m). Auf einem viel begangenen Weg geht es zuerst 1 Kilometer dem Ostufer des Sees entlang, bevor links der Weg in das Ofental abzweigt. Im Ofental geht es leicht aufwärts. Auf rund 2700 m wird es steiler, und der Weg dreht Richtung Nordosten. Bald hat man die Jazzilücke (3081 m) erreicht (T2) . Auf der italienischen Seite geht es hier jäh runter. Weil der Nebel herauf kroch, sah man aber nichts. Rund 200 Meter geht es unter dem Jazzihorn auf einem exponierten, mit Stahlseilen gesicherten Weglein in Richtung Antronapass. Am Ende dieses Felsenweges biegt man zum Jazzihorn nach links ab und geht steil über die Geröllflanke hoch. Zuoberst beschreitet man am besten den leichten Grat. Auf dem Jazzihorn (T4 - 3227 m) befindet sich ein kümmerliches, verrottetes Holzkreuzchen.
 
Vor sich sieht man nun den weiteren Wegverlauf in Richtung Stellihorn (3436 m). Dieses stellt sich recht steil auf. Den Fuss des Stellihorns erreicht man vorerst auf einem leichten Grat, der teilweise noch schneebedeckt war. Der Anstieg auf das Stellihorn (T6 - WS) beträgt von hier aus sehr steile, felsig-geröllig-rutschige 250 Höhenmeter. Klettern (max. II) ist angesagt. Die Wegfindung ist ziemlich schwierig; am besten bleibt man in der Nähe des Südostgrates. Zuoberst beschreitet man noch das kleine, ausgesetzte Gipfelgrätchen.
 
Auf dem Stellihorn befindet sich ein schönes Metallkreuz mit Gipfelbuch. Man könnte vom Stellihorn direkt absteigen, entweder über die steile Südwestflanke (schwierige Wegfindung!) oder über den Nollengletscher zum Stellipass.
 
Mein weiterer Weg ging aber in Richtung Stelli (3357 m). Eine zum Teil ausgesetzte Gratkletterei (II) war angesagt. Einzelne Stellen kann man ganz leicht südlich in der Flanke umgehen, wobei man aber aufpassen muss, dass man nicht zu stark absteigt (Ausrutschgefahr!).
 
Vom Stelli ging ich in der Direttissima die ziemlich steile Westflanke runter. Alles war blockig-geröllig und in Bewegung. Wenn mehrere Tourengänger unterwegs sind, muss man hier unbedingt auf Steinschlag achten! Ich erreichte die Blockfelder des Wysstals. Das eigentlich auch noch auf meiner Route stehende Nollenhorn (3185 m) liess ich rechts liegen, da ich schon zu weit abgestiegen war. Ich querte auf rund 2600 m über die Flanke in das Rottal und stieg dann über die steile Grasflanke „gredi abbe“ Richtung Staudamm, wo ein Metall-Leiterchen über eine Mauer hinab hilft.
 
Unten hat man von den rund 1200 m Steilabstieg „heisse“ Oberschenkel. Rückblickend würde ich die Tour eher in umgekehrter Richtung machen und zuerst das Nollenhorn besteigen. Am Schluss hätte man von der Jazzilücke durch das Ofental ein erholsames Auslaufen.

Tourengänger: johnny68

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