Piz Lischana


Publiziert von phono , 12. August 2010 um 07:58.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum: 4 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Lischana Gruppe   CH-GR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:total 33 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Scuol, San Jon
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Sent, Sur En
Unterkunftmöglichkeiten:Chamonna Lischana

Nach einer gemütlichen Zugfahrt unter der Woche ins Unterengadin treffe ich kurz nach Mittag my man m in Scuol. Per Postauto mit Touristenzuschlag fahren wir nach San Jon wo wir aus der Zivilisation abtauchen können. Vor uns stehen angenehme 1100 Höhenmeter und zwei reservierte Plätze in der Lischana Hütte.

Der Hüttenweg verläuft einem markierten Pfad meist dem Gewässer entlang. Die Vegetation wechselt von lichtem Wald zu Legföhrengelände, dann zu Alpenwiesen mit Steinen und schlussendlich zu Geröll. Im mittleren Teil kann man Gämsen erspähen. Weiter oben tummeln sich vorwiegend Murmeltiere und auch eine kleine Steinbockkolonie. Nach drei Stunden bei angenehm frischem Wetter erreichen wir die Hütte und machen es uns gemütlich. Interessante Zeitgenossen, das feine Essen und die Sicht nach Scuol bestimmen den Abend. Die Nacht verbringen wir tief schlafend und wachen am Morgen bei perfektem Wetter auf.

Das Thermometer zeigt ca. 4 Grad, die Hütte liegt noch im Schatten. Um 7 machen wir uns auf den Weg Richtung Fuorcla da Rims und weiter zum Punkt 3044. Hier oben scheint die Sonne, es liegt kein Schnee und stahlblauer Himmel erfreut das Herz. Mehrheitlich auf dem Grat und teilweise in der Flanke quert ein gut erkennbarer Pfad zum Piz Lischana. Bei guten Bedingungen ist der Aufstieg in meinen Augen ein T3. Kurz vor 9 erreichen wir den höchsten Punkt. Der Gipfel offeriert eine umfassende Aussicht auf mir eher unbekannte Gipfel. So gut kenne ich das Engadin noch nicht, aber das kann sich ja noch ändern.

Bald machen wir uns auf den Weg zurück zur Fuorcla da Rims um den vor uns liegenden langen Abstieg in Angriff zu nehmen. Zuerst gehts noch auf der Hochebene über Stock und Stein an kleinen Seen vorbei. Langsam wirds wieder grüner. Bevor wir endgültig aus dieser unwirklichen Landschaft wieder abtauchen, muss aber erst noch der Proviant vertilgt werden. So erwandern wir noch den kleinen Nachbarn vom Piz Rims und halten das Mittagessen auf dem Punkt 2752. Danach gehts dann von der Hochebene definitv runter zur Alp Sursaas wo sich Mountainbiker und Wanderer in Scharen aufhalten.

Der Weg ins Tal ist aber noch weit. Es gilt das gesamte Val d'Uina hindurch bis nach Sur En zu laufen. Erst gehts durch eine beeindruckende Schlucht (weswegen man diesen Weg überhaupt macht), danach dann ein laaaanges Auslaufen ins Tal. Wanderstöcke sind spätestens in diesem Teil der Wanderung sinnvoll um teilweise lästige Mountainbiker abzuwehren respektive um sich ein bisschen mehr Respekt zu verschaffen. In Sur En angekommen kann man sich im Restaurant stärken und im Brunnen neben der Postautostelle die Füsse ein bisschen abkühlen...

Unterwegs mit m.

Tourengänger: phono


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Kommentare (1)


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trainman hat gesagt: Mountainbiker...
Gesendet am 9. Dezember 2010 um 22:13
Seltsam,diese vielen Biker heutzutage....Bei meiner Besteigung 2003 ist mir auf genau demselben Weg kein einziger begegnet
Grüsse trainman


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